Der Investitions-Masterplan

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49 Responses

  1. Dummerchen sagt:

    Hi Pfennigfüchsin,
    schöne persönliche Darstellung Deines „Masterplans“ ;-)! Buy and Hold, breite Streuung – da bin ich absolut d’accord! (P2P wäre nicht mein Ding, aber Du scheinst da auch ausreichend vorsichtig an die Sache heranzugehen.)

    Ein klein wenig zusammengezuckt bin ich allerdings bei Deinen Aussagen zu Geld und Glück: „Geld ist Sicherheit. Geld ist Lebenszeit.“

    Ich kann mir schon vorstellen, wie Du das meinen könntest, aber so verkürzt sind das doch sehr gewagte Thesen. Geld für Notfälle zu haben, gibt dem Leben innere Sicherheit. Aber sicherer wird mein Leben durch Geld nicht.
    Ebenso verhindert Geld nicht, dass ich morgen schon tot sein kann – es kann mir aber dabei helfen meine Lebensqualität zu steigern, wenn ich einen (ungeliebten!) Job nicht mehr oder wenig zeitintensiv ausüben muss und somit Zeit für schönere Dinge habe.

    Dass man Glück nicht kaufen kann und dass (fehlendes) Geld Unglück herbeiführen kann sind nicht unbedingt Umkehrschlüsse. Ich denke so wie Du, dass es wichtig ist, Geld zu haben und dass Geld vieles im Leben entspannt. Aber Glück stellt für mich einen höheren Grad der Erfüllung dar (vgl. „Maslowsche Bedürfnishierarchie“). Geld alleine hilft mir bei existentiellen Bedürfnissen und Sicherheitsbedürfnissen, aber andere wichtige Aspekte wie Freundschaft, Liebe, innere Zufriedenheit kann ich mir tatsächlich nicht kaufen.

    Wie hast Du eigentlich vor, Deinen Goldanteil in der Zukunft zu „sichern“? Legst Du die Taler und Barren in ein Bankschließfach? Zuhause die Goldkiste zu lagern oder den Dagobertschen Swimmingpool damit zu befüllen, könnte im Fall des Falles eher blöde enden.

    MMM’s Betrachtungen zur finanziellen Freiheit kenne ich gut – ich glaube, ich habe fast jeden Artikel gelesen. Man muss bei den Zahlen immer im Auge behalten, dass die 4%-Regel nicht in Stein gemeisselt ist und man gerade aufgrund des immer weiter absinkenden Zinsniveaus über die letzten 30 Jahre bei dieser Regel vorsichtig sein muss. Darüber hinaus sind Gewinne hierzulande zu versteuern, so dass man wohl eher mit 3% rechnen sollte und daher den Faktor 33 anpeilen müsste.
    Außerdem ist die 4%-Regel aus einer Studie (Bengen/Trinity) hervorgegangen, die von 30 Jahren Kapitalverzehr ausgeht. Wenn Du also in 17 Jahren mit 44 die Beine hochlegen willst, solltest Du eher mit längeren Entnahmezeiten rechnen :-). Aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Spree herunter und wir werden sehen, wie die Lage sich bis dahin verändert hat.

    Lieben Gruß
    Dummerchen

    • Hallo Dummerchen,

      ich bin genau deiner Meinung, was die Käuflichkeit von Glück angeht. Ich will trotzdem den zwei meiner Gedankengänge vertiefen:

      Mit „Geld ist Lebenszeit“ meine ich nicht, dass es vor plötzlichem Tod schützen kann. Aber in dem Moment, in dem ich arbeiten gehe, um Geld zu verdienen, tausche ich Geld gegen Lebenszeit. Eine Stunde meines Lebens ist runtergerechnet 14€ wert. Ich bin daraus folgend der Meinung, dass man 14€ genauso hoch schätzen sollte, wie man es bei einer Stunde Zeit tut. (Klingt irgendwie blöd beim zweiten Lesen, aber vielleicht verstehst du trotzdem, was ich damit meine 😉 )

      Freundschaft, Liebe und innere Zufriedenheit kann man nicht kaufen. Richtig. Aber nicht zu wissen, wie man die nächste Rechnung bezahlen soll ist nicht förderlich für die innere Zufriedenheit. Und leider ist Geld mit einer der häufigsten Scheidungsgründe.
      Glück kann man nicht direkt kaufen, aber ich glaube, dass man dem Unglück ein weit Stück vorbeugen kann, wenn man finanziell abgesichert ist.

      Ich besitze ein Bankschließfach, aber das würde ich auch sagen, wenn ich mein Gold zu Hause bunkern würde. Niemals vergessen: Das Internet, wie auch das „reale“ Leben, ist voller Deppen. Nachher bricht noch jemand bei mir ein, weil er meinen könnte, ich horte Gold zu Hause.

      Klar sind solche Zahlen nicht in Stein gemeißelt. Aber sie geben zumindest ein Anhaltspunkt. Sollte das Geld im „Ruhestand“ dann doch mal knapp werden, kann ich ja immer noch selbstgemachten Holunderblütensirup auf dem Wochenmarkt verkaufen 😀

      • Dummerchen sagt:

        Hallo Pfennigfüchsin,

        den Aspekt der Lebenszeit verstehe ich schon und ich habe lange Zeit ähnlich gedacht. Es ist halt die Frage, ob man das Geld, für das man arbeiten geht, als „Schmerzensgeld“ ansieht.
        Ich habe mir irgendwann im Leben die Frage gestellt, was ich denn machen würde, wenn der Zeitpunkt X schon morgen erreicht wäre und ich nicht mehr arbeiten müsste. Die Antwort darauf hat mir die Richtung gewiesen, in die ich heute unterwegs bin. Sprich: Ich habe den alten Job aufgegeben, verzichte nun auf einen nicht geringen Anteil meines vorherigen Lohns, übe aber dafür eine Arbeit aus, die mich mit total viel Freude und Sinn erfüllt. Wenn man so will, habe ich Geld gegen Glück getauscht. Und Lebenszeit, denn meinen jetzigen Job empfinde ich ganz anders. Ich werde nicht mehr dafür bezahlt, dass ich irgendeinen Mist mache, sondern für etwas, das ich eh gerne und mit ganzem Herzen machen will. Es muss halt nicht immer das Modell „Erst die (blöde) Arbeit, dann das Vergnügen“ sein. Manchmal geht auch „Schon jetzt das Vergnügen, dafür länger (gerne) arbeiten“. Nur mal so als kleiner Alternativgedanke zu den „Finanzielle Freiheit“-Blogs.

        Lieben Gruß
        Dummerchen

        PS: Wer mit der finanziellen Freiheit liebäugelt, sollte tatsächlich die von Dir angesprochene Flexibilität haben – dann halte ich das durchaus für realistisch. Ich komme dann beim Berlin-Besuch auch mal auf dem Wochenmarkt vorbei und kauf Dir ein Gläschen ab ;-)!

  2. Alexander sagt:

    Sehr schön, ich habe übrigens auch vor, mir einen kleinen Goldvorrat anzulegen. Als Tafelgeschäft, also anonym. Silber ist zwar das Gold des kleinen Mannes (oder der Frau), aber Silber zählt leider zu den Industriemetallen und da wird die Mehrwertsteuer fällig. Man müsste mal im Ausland schauen, wie es da ist. Ein paar Münzen im Geldbeutel, das dürfte auch nicht auffallen….

    • Ich lege auch viel Wert darauf mein Edelmetall anonym zu kaufen. Gold wurde ja im Laufe der Geschichte immer mal wieder von irgendwelchen Staaten einkassiert. Wenn so etwas irgendwann mal wieder passieren sollte, dann ist es gut, wenn mein Name nirgendwo notiert ist.

      Silber ist im Vergleich zu Gold so viel günstiger, dass mich die Mehrwertsteuer gar nicht juckt. Du zahlst 300€ für eine 1/4-Unze Gold und 30€ für zwei Unzen Silber. Wenn ich also sowieso schon im Goldladen stehe und die Hunderter auf den Tisch packe, dann nehm ich auch gleich ein paar Münzen Silber mit. 😉

  3. Anna sagt:

    Hallo,
    hast Du mal daran gedacht für schlechte Zeiten, für Dich und Herrn Zaster ein paar Flaschen Whisky einzulagern. Ist vielleicht als Tauschobjekt beim Bäcker besser als Gold. Ansonsten könnt Ihr das „Zeuch“ ja noch selbst vernichten.

    • Nee, habe ich nicht, aber die Idee ist genial! 😀
      Der Vorteil von Gold ist halt, dass es sehr platzsparend ist. Für den Fall, dass man vor Zombies auf der Flucht ist, lässt es sich besser transportieren. 😉 Aber so ein paar Flaschen Schnaps im Keller können nicht schaden.

  4. Goorin sagt:

    Hallo,

    als stiller Mitleser würde mich sehr interessieren wo man Diamantschmuck so günstig erwerben kann? (Ebay?!?) Wäre ja auch für die eine oder andere Hochzeit mal interessant^^

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe kommen Sie ja aus Berlin, erwerben Sie Ihr Gold bei einem Fachhändler mit Filiale oder in Onlineshops?

  5. Hallo Goorin,

    Ebay, Kleinanzeigen, Kleiderkreisel. Wie gesagt: Nur Markenschmuck, wo das Zertifikat verfügbar ist. Schnäppchen gibt es übrigens nur bei privaten Verkäufern. Man muss ein bisschen suchen, aber es ist immer was zu finden :-)

    Mein Gold kaufe ich am liebsten persönlich bei Philoro, die haben die besten Preise – ausgenommen beim Krügerrand. Den kaufe ich dann lieber bei der Exchange AG.
    Im Internet würde ich mein Gold nicht bestellen. Zum einen finde ich Anonymität beim Goldkauf wichtig. Bis 15.000€ musst du keinen Personalausweis vorlegen, wenn du persönlich im Laden Gold kaufst. Zum anderen macht der Goldkauf bei Philoro wirklich Spaß. Man wird in ein schickes Zimmer geführt, wo man sagen kann, was man sich wünscht. Der Philoro-Angestellte ist immer total freundlich. Alles in allem würde ich die Kauf-Erfahrung als solche missen wollen.

  6. Liebes Dummerchen,

    darf ich fragen, was du früher beruflich gemacht hast und jetzt tust?

    Ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht, was der Job wäre, der mich erfüllen würde. Leider fällt mir dazu nie etwas ein. Außer vielleicht im Tierheim arbeiten und Kätzchen pflegen. Aber als Pflicht-Vollzeit-Job würde ich das auch nicht machen wollen, sondern eher als freiwillige Hilfe.

    Ich wühle gerne im Garten und liebe es Lebensmittel zu verarbeiten. Was ich zubereite und einmache wäre auch gut genug, um mich damit mal auf einen Wochenmarkt zu stellen, aber meinen Lebensunterhalt könnte ich damit nur bestreiten, wenn ich eine größere Produktion aufziehen würde. Das wäre dann aber schon wieder richtige, harte, selbstständige Arbeit.

    • Dummerchen sagt:

      Hallo Pfennigfuechsin,

      wenn es Dich wirklich interessiert, was ich gemacht habe und jetzt tue, kannst Du mich gerne anmailen (ich gehe davon aus, dass Du die von mir eingetragene Emailadresse sehen kannst). Ich mag Details ungern in der Öffentlichkeit diskutieren zumal ich stereotype Diskussionen über diesen oder jenen Beruf aus dem Weg gehen möchte – das bezieht sich selbstverständlich nicht auf Dich. Nur soviel: Ich war in meinem alten Beruf „erfolgreich“ und bin auch in meinem neuen Beruf „gern gesehen“. Beides kann ich – ich will nur das eine nicht mehr und habe den Aufwand auf mich genommen, mich in den neuen Beruf einzuarbeiten und eine weitere Ausbildung in meine Vita aufzunehmen.

      Es ist aber auch nicht so, dass mir schon immer klar gewesen wäre, dass mich mein neuer Job erfüllen würde. Es gibt manchmal Lebensphasen (mitunter auch Ereignisse im Leben), die einen Wechsel in den Gedanken und Werten auslösen. Du bist einige Jahre jünger als ich – vielleicht findest Du auch irgendwann eine Nische, von der Du merkst, dass sie Dir soviel bedeutet, dass Du nochmal umsatteln willst. Du stehst aber auch am Anfang des Berufslebens – entdecke erstmal die Möglichkeiten und wachse in den Beruf richtig rein – vielleicht erfüllt Dich Dein Job auch irgendwann (auch durch wachsende Expertise) so sehr, dass Du niemals was anderes machen möchtest.

      Geh wachsam durchs Leben und ergreife die Chancen, die sich Dir bieten.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

  7. Wie sieht es mit Kindern bei Sauerkraut und Zaster aus? Es Mann kann man ja durchaus planen, mit Anfang 40 so viel Aktienvermögen zusammen zu haben, dass man beruflich etwas kürzer treten kann und sicherlich ein lohneswertes Ziel, wenn man die Dividenden nutzt, um sich mehr um die Kinder kümmern zu. Bei Frauen tickt die biologische Uhr. Oder möchtest du wie Gianna Nannini mit über 50 Mutter werden?

    • 😀 Nee, das wäre mir etwas zu spät. Du hast recht, Kinder sind ein Faktor, den ich nicht einkalkuliert habe, einfach weil ich nicht abschätzen kann, was da auf mich zukommt.

      Finanziell unabhängig zu werden ist mein persönliches Ziel. Herr Zaster macht sein eigenes Ding 😉 Sollte es jedoch irgendwann einmal Mini-Zasters geben, dann würden wir das selbstverständlich gemeinsam stemmen. Und da das dann die ersten Enkel sowohl für seine Eltern als auch für meine wären (und eigentlich alle nur drauf warten), käme da wahrscheinlich auch einiges an Unterstützung von unseren Familien.

      Ich mache mir ehrlich gesagt keine großen Sorgen, was Kinder betrifft. Alles zu seiner Zeit. Wenn es so weit ist, werde ich meine Hochrechnung anpassen. Bis dahin gehe ich einfach weiter davon aus, dass ich meine Sparquote so weiter halten kann. :-)

  8. JustDoIt2 sagt:

    Zu Kindern habe ich mich ja schon mal ausgelassen. Solltest Du als längere Durststrecke der Ansparphase mit einplanen. Kinder bedeuten nun einmal über eine sehr lange Zeit weniger Einkommen und mehr Ausgaben. Und beachte auch, dass Du Deinen Lebensstil tendenziell auch ändern wirst. Bei den meisten Menschen verhält sich der Lebensstil proportional oder sogar überproportional zur Einkommensentwicklung. Dein Vorsatz hinsichtlich des Lebensstils ist sehr gut, lässt sich aber nicht unbedingt halten. Meine Erfahrung ist, dass eine Steigerung des Lebensstils fast zwangsläufig ist, auch wenn sich diese gegenüber der Einkommensentwicklung deutlich unterproportional verhält. Klartext: Ich habe meine Sachen am Laufen und häufe ordentlich an. Ich bin von dem großen Ziel noch ein gehöriges Stück entfernt und gönne meiner Familie auch ab und an ein wenig Luxus. Denn: Was hilft es mir, wenn ich mit Ende 40 den Löffel abgebe und meine Kinder mich nur als Geizhals in Erinnerung haben, bei dem nur Tütensuppe auf den Tisch kam und es in den Ferien nur Radtouren durch heimische Wälder gab? Sofern es sich so auswirkt, dass sich durch meinen sicherlich nicht exzessiven Lebensstil mein großes Ziel nur um ein paar wenige Jahre nach hinten verschiebt, gehe ich diesen „Kompromiss“ gerne ein. So habe ich beides. Heute leben UND morgen.

    Vergesst „heute“ nicht.

    Gruß
    JustDoIt

    • Also zuallererst einmal: Tütensuppen und Instant-Kram kommt mir nicht ins Haus. Als leidenschaftliche Köchin gibt es bei mir nur frisch verarbeitete Lebensmittel und gekocht wird „from scratch“. Und was Urlaube angeht, lassen wir uns ebenfalls nicht lumpen. Dieses Jahr geht es beispielsweise nach Südafrika. Pro Jahr habe ich 1000-2000€ nur für Urlaube eingeplant.

      Ich will kein Geizhals sein, auch wenn Herr Zaster mich gelegentlich neckisch „Geizie“ nennt. Mir geht es darum an den belanglosen Dingen zu sparen, um für wirklich glücklich machende Dinge Kapital zur Verfügung zu haben.

      Ja, Kinder sind ein Kostenfaktor. Aber ich glaube auch, dass man Kinder ein Stück weit so teuer macht, wie man möchte. Muss es denn der neue Kinderwagen für 800€ sein, oder würde es auch ein gebrauchter für ein Bruchteil des Preises tun. Mal ernsthaft: Ein Kleinkind interessiert nicht, wie es in der Gegend rumgefahren wird.

      Ich lebe ein schönes Leben. Ich bin aufrichtig glücklich in meiner Beziehung mit meinem wundervollen Mann. Wir könnten jedes Wochenende teuer Essen oder ins Kino gehen, haben aber festgestellt, dass wir mehr Spaß in unseren eigenen vier Wänden haben. Was aber nicht heißen soll, dass wir langweilige Stubenhocker sind. Wenn wir Lust auf ein Wellnesswochenende an der Ostsee haben, dann machen wir das. Alles schon mit einkalkuliert. :-)

      Nicht umsonst heißt der Untertitel meines Blogs nicht „Schnell zum Millionär“, sondern „Zufrieden in die finanzielle Freiheit“.

  9. JustDoIt2 sagt:

    Du hast Recht damit, dass Kinder oft teurer gemacht werden als es muss. Gerade bei Kleinkindern ist es einfach, auch auf gebrauchte Gerätschaften und Kleidungsstücke zurückzugreifen. Irgendwann wird das aber etwas schwieriger. Völlig bescheuert ist übrigens der soziale Druck bei Kindern, der sich aus „Markenbewusstsein“ ergibt. Hast Du Klamotten der Marke XY nicht, bist Du raus. Das nervt total. Gerade diejenigen, die am wenigsten auf der Tasche haben, rennen mit den teuersten Klamotten und Handys rum. Und es ist gar nicht leicht, heranwachsenden Kindern klar zu machen, dass es Blödsinn ist, mit den teuersten und neuesten Klamotten rumzulaufen. Eine Klassenfahrt kriegst Du auch nicht gebraucht. Die kostet auch richtig. Und, und, und…

  10. Hallo Pfennigfüchsin,

    ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken, dass Du an der Blogparade „Meine Strategie für die Kapitalanlage“ teilgenommen hast. Vielen Dank für Deinen Beitrag!

    Inzwischen habe ich eine Zusammenfassung aller Beiträge erstellt:
    http://der-privatier.com/ergebnisse-der-blogparade-meine-strategie-fuer-die-kapital-anlage/
    die ich wirklich jedem empfehlen möchte.

    Hier gibt es eine ziemlich eindeutige generelle Richtung, aber auch viele sehr interessante Abweichungen und Details. Unbedingt lesen!

    Gruß, Der Privatier

  11. EFT Jürgen sagt:

    Ein schöner Blog, sehr erfrischend geschrieben. Ich kann fast alles so unterschreiben, das sind schon sehr gute Ansätze. Daher kommt mir die Frage auf, warum du auf der einen Seite deine Sparquote so in den Mittelpunkt stellst (das ist ja auch gut so), aber du für die Sicherung dieser nichts, bzw. dieses Thema so unverblümt angehst. Du schreibst das eine Liquiditätsreserve von 2000 € reichen würden. Die Regel besagt ja, und die kennst du ja, 3 – 6 Monatsgehälter. Und eine Berufsunfähigkeitsversicherung darf nie fehlen.
    Kleines Beispiel: ich hatte mit Mitte 20 einen Unfall, lag 6 Wochen im Koma und war insgesamt 13 Monate krank geschrieben. Nun habe ich das Glück Beamter zu sein, mein Gehalt wurde in dieser Zeit Monat für Monat auf mein Konto angewiesen, in voller Höhe. Da ich durch Krankenhaus/ Rehaaufenthalt keine Zeit hatte das Geld anzufassen, kannst du dir vorstellen, das ich nach Genesung eine hübsche Summe auf dem Konto hatte. Auch ich hatte dadurch gelernt, das die Sparquote sehr wichtig ist.
    Könntest du dich 3 Monate über Wasser halten, wenn mal was passiert; Jobverlust/Wechsel, Krankheit usw?

    Sparquote ja, aber eine Absicherung dieser muss sein, alles andere ist Balancieren ohne Fallnetz.

    Liebe Grüße

    ETF Jürgen

    • Hallo Jürgen,

      erst einmal lieben Dank für deine netten Worte.

      Mir ist bewusst, dass ich was meine Absicherung betrifft an jugendlichem Hochmut leide und vorweg sei gesagt, dass ich hoffe da irgendwann rauszuwachsen. Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich glaube, dass diese Summe für meine aktuelle Lebenssituation ausreicht. Spielen wir mal ein paar Szenarien durch:

      Szenario 1 – Ich verliere meine Haupteinnahmequelle:
      Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering. Ich arbeite gut und ich glaube ich werde gemocht. Ich habe einen sehr guten Abschluss und konnte mittlerweile auch schon etwas Berufserfahrung sammeln. Bis jetzt habe ich nach jedem Bewerbungsgespräch ein Angebot bekommen, also wird mein erster Eindruck auch nicht falsch sein. Das soll jetzt keine Angeberei sein. Was ich sagen möchte ist, dass ich der Meinung bin recht schnell was Neues zu finden, sollte ich meine aktuelle Firma verlassen. In der Übergangszeit habe ich immer noch meine Nachhilfe. Alles in allem behaupte ich, dass 2000€ dieses Szenario also abdecken.

      Szenario 2 – es steht eine große Ausgabe ins Haus:
      Ich besitze keinen Wagen und kein Wohneigentum. Meine größten Ausgaben sind deswegen vielleicht mal ein Urlaub und sowas kann ich mit meinem monatlichen Cashflow abdecken. Auch hier nehme ich also an, dass 2000€ reichen.

      Szenario 3 – schwerer Unfall:
      Ja, das ist ein nicht abgesichertes Risiko. Absichern könnte ich das mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, über die ich in letzter Zeit schon häufiger nachgedacht habe. Ich bin diesbezüglich noch unschlüssig.

      Der eigentliche Grund, warum ich so wenig „Cash“ habe ist, dass ich momentan zumindest einfach zu gerne mein Depot aufstocke. Ich könnte meinen Notgroschen problemlos aufbauschen, aber ich will das Geld lieber investieren. Außerdem darf man auch nicht vergessen: Das Geld in meinem Depot ist ja nicht weg. Sollte es also knüppelhart kommen, dann ist das meine Cashreserve. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis unter 30 umschaue, dann muss ich (leider?) sagen, dass ich diejenige bin, die am Besten vorsorgt.

      Um deine abschließende Frage zu beantworten: Ja, mit 2000€ Geldpuffer könnte ich mich genau 3 Monate über Wasser halten. Meine Fixkosten liegen bei genau 560€/Monat. Viel zum Leben würde in den drei Monaten nicht übrig bleiben, aber ich bin keine große Konsumentin, also würde für mich drei Monate Gürtel enger schnallen durchaus zu bewältigen sein.

      • Dummerchen sagt:

        Hallo pfennigfüchsin,

        da muss ich ETF-Jürgen aber flugs an die Seite springen. 2000 Euronen sind nicht wirklich viel und ich kenne aus eigener Erfahrung noch dieses „Endlich richtig anlegen“-Gefühl, das bei Tagesgeld nicht wirklich aufkommt. (Ok, damals waren es noch ein paar Prozentpünktchen mehr.)

        Auch ich hatte nie wirklich Angst, keine Anstellung zu bekommen, da meine Bewerbungsgesprächserfolgsquote Deiner entspricht. Trotzdem solltest Du nicht übermütig werden. Bei mir fiel ein ungewollter Jobwechsel in die 9/11-Phase als viele Firmen einen Einstellungsstopp hatten. Da steht man im ersten Moment ganz schön blöde da: Hochausgebildet und von Personalern begehrt, aber dank Einstellungsstopp der Geschäftsleitung leider nicht anstellbar :-(. Mitten in der Finanzkrise sah es am Arbeitsmarkt auch mal ganz schön mau aus. (Da die Aktienkurse zeitgleich im Keller waren, war dann auch kein guter Zeitpunkt, um das Depot zu versilbern.)

        Tue Dir doch den Gefallen und lass einfach noch 2-3 Sparraten in die Liquiditätsreserve laufen. Bei mir hat es die Gelassenheit im Alltag enorm erhöht – vermutlich auf das Mass, das Du ggw. (berechtigt oder unberechtigt?) hast. Danach kannst Du ja weiterhin Dein Depot füttern.

        Das Thema BU solltest Du tatsächlich mal angehen. Ein lebenslanger Einkommensverlust ist kein Spaß. Die Wette „Mich wird es schon nicht treffen – ich bin ja schließlich jung“ ist nicht ohne Risiko. Informiere Dich aber gut und frag vor einem möglichen Vertragsabschluß vielleicht auch noch bei einer Verbraucherzentrale nach. Und vor allem, gib ALLES bei den Gesundheitsfragen an. (Allein über BU ließe sich vermutlich stundenlang schreiben.)

        Lieben Gruß
        Dummerchen

        • Naja gut, überredet. Dann werde ich mein Tagesgeldkonto dieses Jahr noch ein wenig aufrüsten. 😉

          Was mich an der BU-Versicherung so nervt ist, dass sie bei mir keine Rückenbeschwerden abdeckt, weil ich diesbezüglich schon vorbelastet bin. Außerdem wird Burn-Out nur von den wenigsten und zu horrenden Konditionen versichert. Das heißt die zwei häufigsten Beschwerden bei Beratern wären bei mir sowieso nicht abgedeckt. Das finde ich sehr ärgerlich.

          Grüßele!

  12. Klaus-Dieter sagt:

    Hallo,

    es ist wirklich sehr beeindruckend mit welcher Disziplin du deine Ziele verfolgst. Welcher normal verdienende schaft schon eine Sparquote von über 50% pro Monat. Ich finde deine Vorgehensweise sehr interessant und super schön dokumentiert. Werde deine Seite weiter verfogen und bin schon gespannt zu sehen ob du deine Ziele auch erreichst.

    Viele Grüße

    Klaus-Dieter

    • pfennigfuechsin sagt:

      Hallo Klaus-Dieter,
      danke für die netten Worte. Da bin auch gespannt, ob ich meine Ziele erreichen werden. Der Blog wird auf jeden Fall hilfreich dabei sein. Der Austausch mit Anderen ist wichtig und was Finanzen angeht ist man in seinem privaten Umfeld ja eher mit Finanz-Maulkorb unterwegs.

      Jedenfalls schön dich hier zu haben :-)

      Viele Grüße

  13. sven sagt:

    bez. Auxmoney, die Rendite stimmt nicht. Angenommen man hat eine Rendite von 10% bei 24 Monaten Kreditlaufzeit. Ist die tatsächliche Rendite 5% und nicht 10%, denn man rechnet die Rendite normal pro Jahr. Lasst euch da nicht blenden, eine Anleihe von einem Unternehmen ist da profitabler da diese immer pro Jahr sind.

    • pfennigfuechsin sagt:

      Hallo Sven,
      das ist so nicht ganz richtig. Die vergebenen Kredite bei Auxmoney sind Annuitätendarlehen. Diese sind nicht ganz einfach zu durchschauen und noch verwirrender zu berechnen – Wikipedia kann sie also besser erklären als ich.

      Einleuchtend sollte jedoch auf den ersten Blick sein, dass man für die zwei Jahr aus deinem Beispiel nicht die vollen 10% auf Basis der Ursprungssumme bekommt, weil man Monat für Monat abbezahlt. Der „Topf“, auf den man die Zinsen zahlt, wird also kontinuierlich kleiner, wodurch auch die geforderten Zinsen im Absoluten kleiner werden.

      Auxmoney ist eine risikoreiche Beimischung. Ich behaupte jedoch, dass Anleihen von Unternehmen, die dir 7% und mehr ausschütten und den Euro als Währung haben vom Ausfallrisiko nicht viel sicherer sind als Auxmoney. Nur, dass du bei Auxmoney schon mit kleinen Beträgen anlegen und demnach auch einfacher streuen kannst.

      • sven sagt:

        Anleihen von bekannten Unternehmen kaufen, die sind noch sicherer als Aktien. Zumal Firmen (z.B. Immobliniengesellschaft) einen tatsächlichen Wert haben + stille reserve. Privatpersonen auf Auxmoney kaum, da die meisten dort bei der Bank kein Kredit bekommen. Und die Gläubiger von Anleihen werden noch vor Aktionären bedient.

        • pfennigfuechsin sagt:

          Anleihen von bekannten Unternehmen (mit Euro als Währung) haben momentan leider eine eher magere Rendite. Wenn du ein Gegenbeispiel hast, gerne her damit. Ich bin immer auf der Suche nach schönen Anleihen, bin aber in letzter Zeit nicht wirklich fündig geworden.

          Wie gesagt: Auxmoney ist eine Beimischung. Risikoreich aber mit der Option auf entsprechende Renditen. Und du kannst dank Anlagebeträgen ab 25€ wenigstens extrem stark streuen.
          Anleihen können gerne den Grundstock eines Depots bilden. Keine bombastischen Renditen, aber ich stimme dir zu, dass sie wirklich sicher sind.
          Auxmoney und Anleihen sind an den gegenüberliegenden Enden der Rendite vs. Risiko Skala – nicht wirklich vergleichbar und jeweils individuell zu händeln.

        • pfennigfuechsin sagt:

          PS: Das ist keine Glaubensdebatte 😉 Ich versuche niemanden von Auxmoney zu überzeugen. Es ist eine Anlageform, die eher unüblich ist unter traditionellen Wertpapier-Investoren. Ich finde Auxmoney spannend und habe Spaß damit. Es gehört zu meinen Investments, deswegen habe ich es hier mit aufgelistet und schreibe hin und wieder einen Beitrag darüber.
          Dass das nicht für jeden was ist, ist klar. Wär ja auch langweilig, wenn wir alle Lust auf das Gleiche hätten bzw. alle die gleich Strategie verfolgen würden :-)

  14. sven sagt:

    es gibt sehr viele gute, lukrative Anleihen, hier z.b. http://www.fcr-immobilien.de/wp-content/uploads/FCR-Immobilien_FactSheet.pdf
    Die „Sicherheit“ ist durch einen realen Wert(Immobilie) gedeckt, wenn mir auch eine Vermietung von Wohnungen lieber Wäre, da weniger aufwendig.

    • pfennigfuechsin sagt:

      Lieben Dank für den Tipp. Ich werde mich mal schlau machen und schauen, ob das auch was für mich ist.

      Viele Grüße

    • sven sagt:

      achja, auch ich habe auxmoney. Nur das problem ist wie ich finde, dass es für Privatpersonen keine „Bilanz“ gibt, außer die bedürftige Auskünfte.

      • pfennigfuechsin sagt:

        Und bei denen wird dann viel geschummelt von den Kreditnehmern, das stimmt. Hast du bestimmte Kriterien, auf die du achtest, nach denen du deine Kreditprojekte wählst? Würde mich mal interessieren, wie das Andere so machen.

        • sven sagt:

          ich habe geschaut, dass ich nur nicht länger als 24 Monate Laufzeit und nur Firmen, die schon länger bestehen(bevorzuge Kapitalgesellschaft wegen Einsicht beim Bundesanzeiger) investiere. Aber ich habe nicht viel investiert.

          • pfennigfuechsin sagt:

            Interessant. Auf sowas habe ich nie geachtet. So setzt halt jeder seine eigenen Prioritäten. Danke für die Antwort.

  15. Tino sagt:

    Ich investiere nach der 3 Speichen Regel, je 1/3 in Geld, Immobilien und Aktien. Edelmetalle fallen nach der Regel in den Bereich Geld. Ich handhabe das so, dass ich Gold immer in meinem direkten Zugriff haben möchte, deshalb Kauf anonym OTC in Berlin bei z.B. Degussa, Pro Aurum oder Exchange. Silber hatte ich anfänglich auch physisch, es wurde aber langsam ein Lagerproblem. Ein Bankschließfach kommt für mich nicht in Frage, deshalb bin ich irgendwann auf die EKG für Sachwerte gestoßen. Über diese Einkaufsgemeinschaft kann man EM ab 25 € erwerben, gelagert wird in einem schweizerischen Zollfreilager, alles sehr transparent nachvollziehbar vom Kauf bis zur jährlichen Inventur und man hat einen direkten Auslieferanspruch, im Gegensatz zu vielen EM-Sparplänen und/oder -ETF.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich bin ein bisschen skeptisch, wenn es darum geht die eigenen Edelmetalle anderen Institutionen anzuvertrauen. Mit Edelmetallen werden viele Scherereien getrieben. Ich will jetzt keine Verschwörungstheorie-Diskussion eröffnen, aber Deutschland hatte ja auch vor kurzem höflich angefragt, ob es denn sein Gold von der Fed zurückhaben könnte. Letztendlich wurde die ganze Aktion eingestellt mit dem Statement, dass man den USA unvoreingenommen vertraue und das Gold deswegen an „Ort und Stelle“ bliebe. Es gilt zu bezweifeln, ob die Fed das Gold überhaupt noch hat.

      Was ich damit sagen will: Mir persönlich ist wohler, wenn ich mein physisches Gold „in der Nähe“ habe. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass deine EKG nicht seriös ist. Du wirst dich mit Sicherheit gut über das Prozedere informiert haben. :)

      • Tino sagt:

        Geschäftsführer ist Jürgen Müller (Autor der Bücher Gewinnen mit Gold und Silber, Generation Gold, Drei Speichen Regel) und im Beirat ist Peter Böhringer (Buchautor und Mitinitiator der Aktion Holt unser Gold heim!). Wie gesagt, Gold möchte ich auch immer in greifbarer Nähe wissen, aber Silber darf dann gern ausserhäusig schlummern.

        • Fräulein Zaster sagt:

          Das klingt wirklich nicht schlecht. Momentan ist mein Silbervorrat vernachlässigbar klein und gut zu verstauen. Wenn sich das irgendwann einmal ändern sollte, werde ich deine EKG noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

          Viele Grüße

  16. Jan sagt:

    Hallo, ein sehr schöner Beitrag und ein sehr schöner Blog. So findet man doch immer wieder neue Mitstreiter. 😉
    Ich glaube dein letzter Satz ist der wichtigste, es ist weniger wichtig wie man es macht, wichtiger ist, dass man überhaupt anfängt.
    Irgendwann kommen dann Detailfragen nach der richtigen Anlagestrategie ins Spiel, da sich das vorher aber sowieso nie bestimmen lässt sind diese Fragen aber zweitrangig. Jeder der sich mit dem Thema der finanziellen Freiheit beschäftigt ist 80% seiner Mitmenschen wohl schon einen großen Schritt voraus.

    VG Jan

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Jan,

      ich sehe das genauso. Die Detailaspekte der eigenen Anlagestrategie kristallisieren sich irgendwann sowieso von allein heraus.

      Ich persönlich finde es ja faszinierend, wie Bekannte immer gleich auf die Idee der finanziellen Freiheit reagieren: „Wie, du willst mit 43 aufhören zu arbeiten? Und was machst du dann?“ Als wenn sich das eigene Leben nur um die Arbeit drehen würde.

      Und interessanterweise sage ich niemals, dass ich mit 43 aufhören will zu arbeiten. Ich sage immer, dass ich die OPTION haben möchte mit 43 nicht mehr arbeiten zu müssen.

  17. Hi Fräulein Zaster,
    ich muss leider einmal in die Kerbe „Dividendenaktien“ hauen ;). Dass eine Dividende den Wert der Investition erhöht, kann man ganz stark bezweifeln -> http://ht.ly/QmrAc. Das Geld wandert doch nur von einem Konto auf das andere und beide gehören dir! Wenn man nicht gerade auf die Liquidität angewiesen ist, dann ist das wenig sinnvoll. Ich hoffe, dass dir das etwas helfen kann =).
    Viele Grüße

    • Fräulein Zaster sagt:

      Denk nicht, dass du der erste wärst, der in diese Kerbe haut. 😀

      Erst einmal: Ja, du hast recht, man sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Dividenden nicht „oben drauf“ auf die Kursentwicklung sondern „statt“ ihrer kommen und somit für das Eigenkapital als Ganzes eigentlich keine Rolle spielen.

      Nun darf der Faktor Psychologie aber nicht zu kurz kommen. Ich stecke seit knapp 28 Jahren in meiner Haut und kenne ich mich ganz gut:
      Würde ich die Dividenden nicht haben, die ich jeden Monat messen kann, sondern nur die schwankenden Kursverläufe, dann würde ich ungeduldig werden oder uninteressiert oder deprimiert. Meine Dividenden machen mir Spaß, viel mehr als steigende Kurse. Das mag nicht so einfach nachvollziehbar sein, aber ich will meine Dividenden nicht missen. 😉
      Hinzu kommt, dass eine konstant gezahlte, teilweise mäßige, aber dafür konsequent steigende Dividende für gewöhnlich ein Zeichen für ein gesundes Unternehmen ist. Da ich nicht so für fundamentale Kennzahlenanalysen bin, ist mir das ein leicht zu überprüfendes Kaufkriterium.

      Vielleicht werde ich mich von dem Dividenden-Vorgehen irgendwann lösen. Ich probiere gerne aus, also ist dies durchaus möglich. Aber selbst wenn, denke ich nicht, dass ich mich jemals über Posten wie „Procter & Gamble“ oder „AT & T“ in meinem Depot ärgern werde.

      Viele liebe Grüße und übrigens schöner, informativer Blog, den du da hast :-)

      • „Hinzu kommt, dass eine konstant gezahlte, teilweise mäßige, aber dafür konsequent steigende Dividende für gewöhnlich ein Zeichen für ein gesundes Unternehmen ist.“
        Leider nur eine hinreichende Bedingung ;). Das beste Gegenbeispiel ist die Deutsche Telekom, die jahrelang eine der höchsten Dividenden gezahlt und in der Zeit ordentlich Wert vernichtet hat.
        Und danke für das Kompliment, das kann ich nur zurück geben =).

        • Fräulein Zaster sagt:

          Wichtig bei meiner Aussage war das „teilweise mäßige“ und das „für gewöhnlich“. Dt. Telekom wäre mir nicht ganz frisch vorgekommen, bei zwischenzeitlich 8% Rendite und man sieht dann ja auch, wie schnell das wieder zusammengeklappt ist.

  18. Sparschwein sagt:

    Ganz grob kann ich deine Vorgehensweise nachvollziehen. Wir persönlich müssen erstmal über 90 % aufs Tagesgeld sparen (Sparrate ca. 1000 Euro), um den „Notgroschen“, den wir etwas höher definieren, zusammen zu bekommen. Dazu gehören für uns nicht nur ca. 6.000 Euro, sondern:
    – ca. 20.000 Euro für ein in den nächsten 8-10 Jahren anstehendes Auto
    – ca. 10.000 Euro flüssig auf dem Tagesgeldkonto zusätzlich (Urlaub, Reparaturen, Küche und Kleingarten nach unseren Wünschen gestalten, Urlaub usw.)

    Wenn wir diese 30.000 Euro zusammen haben (schätze, wenn alles gut läuft, in ca. 3 Jahren), dann gehen ca. 500 monatl. in Aktien und 500 aufs Tagesgeld, um den „Notgroschen“ weiter zu erhöhen.
    Wenn wir bei ca. 50.000 auf dem Tagesgeld sind, dann fließt alles (ca. 1.000 Euro monatl.) in Aktien. Sparrate sind dabei insgesamt ca. 30 %.
    In weiteren 7-10 Jahren werden 600 Euro monatlich dazu kommen (dann ist die Wohnung abgezahlt), allerdings ist unser Kind dann auch schon etwas älter und dafür fallen mehr Nebenkosten an.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Interessante Strategie, die mit einem hohen, immer verfügbaren Sparbetrag sehr auf Sicherheit ausgelegt ist. Da ihr, wenn ich das richtig verstehe, ein noch sehr kleines Kind habt, kann ich das absolut nachvollziehen.

      Ich würde aber vielleicht einfach trotzdem jetzt schon im dem Investieren anfangen. Denn der richtige Zeitpunkt dafür, ist prinzipiell immer gestern gewesen 😉
      Ich sage das aus folgendem Grund: Man läuft Gefahr, dass man den Investitions-Einstiegszeitpunkt immer weiter nach hinten verlegt. Ein Grund findet sich immer: Die 30.000€, die man schon fast zusammen hatte, sind aufgrund einer Reparatur wieder etwas geschrumpft oder die Börse läuft zu Allzeit-Höchstform auf und ein Einstieg jetzt wäre einfach zu teuer oder oder oder.
      Würdet ihr die 500€ montl. in 3 Jahren über Sparpläne investieren? Wenn ja, die meisten Sparpläne fangen schon bei 50€ an. Man könnte also jetzt schon einen Fuffi mtl. anlegen. Das tut in den meisten Fällen nicht weh und man bekommt schon einmal ein Gespür dafür, wie der Börsen-Hase läuft.

      Das ist natürlich bloß mein persönlicher Senf zu deiner Vorgehensweise. Letztendlich steckst nur du in deinen Schuhen. Und da du offenbar mit Kind und Kegel verbunden bist, sind solche Entscheidungen sowieso meist Familien-Sache.

      • Fräulein Zaster sagt:

        Ach Mensch, habe jetzt erst deinen anderen Kommentar in dem „Sparpläne gelöscht“-Beitrag gesehen. Du investierst schon! Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil! 😀

  1. 3. Juli 2015

    […] Anlageklasse zu verteilen. Auch andere Finanzblogger investieren mittlerweile dort. Zum Beispiel Fräulein Zaster von sparenfordummies. Wenn du auch über Smava oder Auxmoney investieren möchtest, achte darauf, dass der […]

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