Ein Beitrag zum Thema Zufriedenheit

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12 Responses

  1. Dummerchen sagt:

    Dann bewahre Dir diese Zufriedenheit – Du klingst nicht so, als müsse man sich um das Gegenteil Sorgen machen. Ich halte diese Einstellung für einen Grundpfeiler eines glücklichen Lebens. Wer nie zufrieden ist, rennt immer nur auf der Suche nach „Mehr“ oder „Besser“ durchs Leben.
    Es ist zwar schön, wenn man Wertschätzung in Form eines höheren Salärs erhält, aber das ist dann nur das Sahnehäubchen. Nette Kollegen, interessante Arbeit und aufmerksame Vorgesetzte – mehr braucht es nicht wirklich (wenn man in einer Branche arbeiten darf, in der man nicht am Existenzminimum rumdümpelt).
    Deine Kollegin tut mir leid – ich fürchte, sie definiert sich (nur?) über ihren beruflichen Erfolg/Lohn. Bedauernswert.

    • Wertschätzung am Arbeitsplatz ist wirklich wichtig. Nichts ist schlimmer, als sich den Arsch aufzureißen *pardon* und keine nimmt es wahr. Aber mit der Beförderung bekomme ich diese Wertschätzung. Es muss nicht immer Geld sein. Das stimmt für mich sowieso schon :)

  2. finanzello sagt:

    Glückwunsch zur Beförderung! Ich finde du hast eine gesunde Einstellung zum Thema Geld. Viele ticken eben anders – siehe Frau Ehrgeizig. Es gibt zu dem Thema ganz kuriose Studien. So ist auch ein Verdienst von einer Million im Jahr nicht genug um jemanden glücklich zu machen, wenn derjenige weiß, dass seine Freunde zwei Millionen verdienen. Vielleicht kommst du ja selbst mal in die Situation um das beurteilen zu können :-)

    • Vielen lieben Dank! :)
      Aktuell bin ich in der Situation, dass ich im direkten Vergleich zu meinen älteren Kollegen, weniger verdiene als alle anderen. Aber selbst wenn man mir sagen würde, dass ich ihr Gehaltslevel niemals erreichen werde, würde ich niemals mit absolut Niemandem von Denen tauschen. :)

  3. O.T. sagt:

    Ich finde diese Einstellung so derartig „typisch Frau“. Und noch dazu die Zustimmung, von Männern … unglaublich.

    Meine Sicht der Dinge ist: Wieviel Geld bringe ich der Firma? Das kann ich anhand meines Stundensatzes und der Weiterverrechnung an den Kunden sehr gut nachvollziehen.
    Und danach (mindestens zu 75%) misst sich dann meine Zufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld/Gehalt/Firma.
    Das mein Job mir Spaß macht und ich in gerne mache, nette Kollegen habe – davon ist auszugehen. Denn ansonsten würde ich mir einen anderen Job suchen.
    Mein Chef hat nur eine Möglichkeit mir seine Wertschätzung zu zeigen, und das ist mein Gehalt! Und daran muß ich ihn manchmal erinnern wenn er auf die Idee kommt mir eine Gehaltserhöhung in der Höhe der Inflation zu geben!

    Ich finde, in diesem Punkt hat Deine Frau „Ehrgeizig“ recht. Eine Beförderung und Inflationsausgleich – das geht gar nicht!

    • Dummerchen sagt:

      „Ich finde diese Einstellung so derartig “typisch Frau”. Und noch dazu die Zustimmung, von Männern … unglaublich.“

      Ohh :-(! Jetzt hattest Du so schön Dein Männlein/Weiblein-Schubladendenken – und dann passen die Schubladen nicht. Wie ärgerlich…

      „Das mein Job mir Spaß macht und ich in gerne mache, nette Kollegen habe – davon ist auszugehen. Denn ansonsten würde ich mir einen anderen Job suchen.“

      Logisch. Das machen ja auch alle so. Deshalb hört man allerorts auch nur von Leuten, die davon berichten, wie schön ihr Job ist und wie gerne sie dort hingehen. Nie Gejammer und immer alle glücklich – so kenne ich das auch aus meinem Bekannten- und Freundeskreis.

      „Mein Chef hat nur eine Möglichkeit mir seine Wertschätzung zu zeigen, und das ist mein Gehalt!“

      Genau. Denn nur das Geld macht einen Menschen glücklich. Die Bearbeitung interessanter Projekte (und nicht die Betreuung des doofen Kunden xy), die Übertragung von mehr Verantwortung (und nicht die 08/15-Aufgabe, die der Kollege zum zehnten Mal übernehmen muss), Teilnahme an Schulungen in Tool/Programmen/SuchDirWasRaus, die evtl. zukünftig im Unternehmen eingeführt werden sollen – das sind wirklich keine Möglichkeiten der Wertschätzung.

      Ausserdem ist nur mehr Geld wirklich wichtig. So etwas wie eine Grenze, oberhalb derer sich das Glück durch eine Gehaltssteigerung nur unwesentlich (und zumeist nur kurzzeitig) steigert, gibt es erwiesenermaßen auch nicht.

      Du tust mir leid.

      LG
      Dummerchen

      PS: Wer Ironie findet, darf sie behalten.

    • Lieber O.T.,
      über Meinungen braucht man nicht streiten. Ich definiere meine Zufriedenheit und meinen Joberfolg nicht allein über mein Gehalt.
      Mein Gehalt reicht mir persönlich nämlich *mehr als* aus. Mehr wollte ich mit diesem Beitrag nicht sagen. Fräulein Ehrgeizig reicht ihr Gehalt hingegen nicht mal bis zum Ende des Monats und sie verdient auf den Cent das Gleiche wie ich. Wer von uns wird wohl zufriedener mit seinem Job sein? 😉

      Übrigens: Mich mit negativer Konnotation als „typisch Frau“ zu titulieren und mich dabei nicht mal oder nur anhand dieses Beitrags zu kennen, finde ich, sagen wir mal, ein wenig über’s Ziel hinaus geschossen. Trotzdem gilt: Herzlich Willkommen auf meinem Blog. So lange du nicht mit Klischees um dich wirfst, bist du hier gerne gesehen. :)

      • O.T. sagt:

        22% Gehaltsunterschied von Männer zu Frauen. Immer Riesenschlagzeilen! Vor zwei, drei Tagen brachte mein „Lieblings-Radiosender“ diese Schlagzeile schon kurz vor dem Frühstück(!), Anlass war der „Equal-Pay-Day“!
        Dann lese ich einen Beitrag von einer Frau, die sagt das ihr das Gehalt nicht so wichtig ist. Was liegt da näher, als sie für diesen Schwachsinn, denn wir uns täglich von den Medien anhören müssen, verantwortlich zu machen!

        Sorry, das „typisch Frau“ mit negativer Konnotation nehme ich zurück. Wie aus Deinen anderen Beiträgen hervorgeht bist du ganz untypisch (und das nicht nur in Bezug zu Frauen). Die meisten Männer kriegen eine so analytische Vorgehensweise wie Du nicht mal ansatzweise hin, von einem Anfangsgehalt wie Deinem ganz zu schweigen …

  4. Mathias sagt:

    Trotzdem hat O.T. nicht ganz unrecht. Ich muss meine Frau förmlich prügeln, damit sie mit ihrem AG um mehr Gehalt verhandelt, alleine würde sie es nie tun. Ich wechsle regelmäßig die AG, eigentlich immer nur für mehr Geld. Niemand (oder vielleicht sehr sehr wenige) würde den nächsten Monat zu Arbeit gehen ohne dafür bezahlt zu werden. Die Rechnung ist einfach: Arbeit ist Tauschen von Lebenszeit gegen Geld. Je mehr Geld verdient wird desto weniger Lebenszeit muss ich verkaufen.
    An die tollen Studentengeschichten von einem erfüllten, interessanten Job mit super Work Life Balance glaubt man nach acht AG nicht mehr. Woanders ist’s auch scheiße. Eine Gehaltssteigerung von 40k zu 160k ist dagegen vorzeigbar und das Ende ist damit zum Greifen nahe.

    • pfennigfuechsin sagt:

      So als Denkanstoß, bezüglich Arbeitgeber-Nomadentums:
      Es gibt auch das Phänomen des überbezahlt seins. Mehr Gehalt ist für gewöhnlich auch mit mehr Aufgaben verbunden. Es kommt allerdings nicht selten vor, dass man eigentlich zu viel Gehalt für seine Aufgaben bekommt. Beförderung bis zur Inkompetenz.

      Aber zurück zum Thema: O.T. hat mit seiner Kernaussage recht, Frauen sind in vielen Fällen nicht so aggressiv, was ihre Gehaltsentwicklung angeht. Er hatte sich bei seiner Aussage nur im Ton vergriffen 😉

      Ich verstehe auch deinen Standpunkt, Mathias. Aber wie gesagt: Häufig ist mehr Gehalt mit mehr Aufgaben verbunden. Zumindest sollte es so sein. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich aufrichtig keine Lust habe Überstunden zu schieben oder in einem stressigen Umfeld zu arbeiten, auch wenn das mehr Geld bedeuten würde. Ich bin momentan halt zufrieden mit der Gesamtsituation: Arbeit, Leben, Freizeit, usw. Ich glaube, das hat weniger was mit meinem Dasein als Frau zu tun und mehr mit einem gewissen Maß an Selbstreflektiertheit.

      • MichaDerXte sagt:

        „Aber zurück zum Thema: O.T. hat mit seiner Kernaussage recht, Frauen sind in vielen Fällen nicht so aggressiv, was ihre Gehaltsentwicklung angeht. Er hatte sich bei seiner Aussage nur im Ton vergriffen“

        Wobei zudem zu erwähnen ist, dass diese in der Presse genannten „22%“-Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen schlichtweg Blödsinn sind, da weder ausgeübte Tätigkeit noch Arbeitszeit berücksichtigt werden.
        Bei vergleichbaren Posten und vergleichbarer Arbeitszeit beträgt der Unterschied nur wenige Prozent.

        Zum eigentlichen Thema: Dieses seltsame „Benchmarking“, sei es nun bzgl. des Gehalts unter den Kollegen oder bzgl. des größeren Autos unter Nachbarn führt letztendlich zu nichts anderem als der eigenen Unzufriedenheit, weil irgendwer objektiv (materiell) immer besser dasteht als man selbst. Relevant sollte eigentlich nur sein, ob man selbst mit seiner eigenen Situation zufrieden ist. Es lebt sich deutlich unbeschwerter, wenn man nicht ständig von anderen definierten Maßstäben hinterherrennt.

        PS: Schöner Blog, wird gleich mal als Lesezeichen hinzugefügt :-)

        • Fräulein Zaster sagt:

          Na das ist ja ganz allgemein so, auch beim Thema Konsum. Wir vergleichen uns. Der Nachbar hat das schönere Auto, die Kollegin die schickere Kleidung, der Bekannte macht den exotischeren Urlaub. Sehen und gesehen werden heißt im Kern nichts anderes als beneiden und angeben.

          PS: Das freut mich sehr :-)

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