ETF-Blog im Interview

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27 Responses

  1. Sparschwein sagt:

    Nachdem ich das Buch „Finanzberatung? Nein Danke!“ von Dr. Olaf Reinhard Borkner-Delcarlo und „Dividenden Investor“ gelesen habe, bin ich vom ETF weg.
    Und ja, ich habe Gerd Kommers Buch „Souveräne investieren mit Index Fonds“ gelesen.
    Überzeugt haben mich persönlich die ersten beiden Bücher (auch wenn natürlich jede Strategie ihre Daseinsberechtigung hat). Denke man sollte sich nur für eine entscheiden. Bin auch oft kurz davor wieder zu mixen und einen ETF dazu zu holen. Aber: die Leute die ihre Strategie durchziehen haben scheinbar Erfolg.

    • FjodorForex sagt:

      Hallo Sparschwein,

      sehr interessant zu lesen, dass Du von ETF’s weg bist. Was sind die genauen Gründe und wo investierst Du jetzt Dein Kapital?

      Viele Grüße
      FjodorForex

      • Sparschwein sagt:

        Hallo Fjodorforex. Um ein paar Punkte nur kurz anzureißen:
        – keine kann einen Kursverlauf vorhersehen, sonst wären alle Fondmamager reiche Leute und müssten nicht mehr arbeiten. Was kann er besser als du selbst?
        – in einem Fond / ETF werden immer auch Werte sein, die ich niemals kaufen würde
        – ich investiere (erst seit Anfang des Jahres) in Einzelaktien großer Unternehmen, die schon lange Zeit eine steigende Dividende zahlen und nur einen Kursverlauf kennen: von links unten nach rechts oben
        (Guck dir einige deutsche „gute Werte“ an. Da ist dieser Verlauf nicht so deutlich).

        Für den Dividenden interessierten, langfristig orientierten Mitstreiter kann ich (Anfänger) nur empfehlen:
        – Finanzberatung? Nein Danke!
        – Dividenden Investor

        Dann sein eigenes Bild machen und für eine Strategie entscheiden.

        Bin natürlicher kein „Profi“ und es handelt sich hier nicht um eine Empfehlung, sondern lediglich um meine kleine bescheidene Meinung.

        • Hallo,

          wenn du Einzelwerte kaufst, musst du dich halt ständig kümmern. Das ist bei ETFs nicht nötig. Die kann man kaufen und lange halten und muss nur zweimal im Jahr danach schauen.

          Und übrigens: Woher weißt du, welche Werte nur den Weg von von links unten nach rechts oben kennen? Kann sich das nicht auch jederzeit ändern? Schließlich wird an der Börse nicht geklingelt.

          Also, Fonds und ETFs haben für Anleger echte Vorteile, es sei denn, man hat Spaß daran, sich ständig um seine Geldanlagen zu kümmern.

          Herzliche Grüße

          Jürgen

          • Sparschwein sagt:

            Bei 150 Jahre alten Unternehmen habe ich zumindest einen sehr lange nachvollziehbaren Kursverlauf. Welcher Fonds kann mir das bieten?

            Und um mein Geld kümmere ich mich sehr gerne selbst, das sehe ich eher als Vorteil.

      • Sparschwein sagt:

        Nochmal etwas deutlicher:
        viele investieren sehr erfolgreich in ETF. Jedem das Seine.
        Bei mir kommt hinzu, dass ich die Steuergeschichte teilweise umständlich finde und ich mir gerne Unternehmen suche, die mich auch interessieren und bei denen ich verstehe, was sie verkaufen.

        • FjodorForex sagt:

          Vielen Dank für Deine Antwort. Also verfolgst Du die „typische“ Aktien- / Dividenden-Strategie, dass hatte ich aus Deinen ersten Kommentar nicht so richtig herauslesen können. Jedoch muss ich sagen, dass auch diese Strategie in der Steuergeschichte manchmal nicht sehr einfach sein kann. Letztendlich ist ein ETF weniger risikoreich, bietet aber auch nicht so viel Ertrag, verstehe ich das richtig? Kann hier jemand eventuell durchschnittliche, reale Vergleichswerte geben, sodass man sich davon mal ein Bild machen kann?

          Viele Grüße
          FjodorForex

          • Also mir geht es da wie Sparschwein, ich bin von ETF’s auch nicht so überzeugt ich habe da meine bedenken das ich gegen das Pareto-Prinzip (20/80 Regel) Ankämpfe, also das ich im ETF 80% an Werten habe die vor sich her dümpeln oder schlimmer noch den Gesamtwert runterziehen und 20% die Rendite ausmachen. Zudem ist mir ein ETF auch zu steif von der Regelung her, er agiert so wie ich es als einzelner vielleicht nicht tun würde.
            Ich denke auch das man selbst mit steigender Erfahrung immer weiter weg von der Diversifikation hin zu Einzelwerten geht. Im Buch „Der Dividenden Investor“ von Patrick Schubert wird zb von ein Portfolio von 8 – 20 Einzeltiteln gesprochen.

          • Sparschwein sagt:

            Volle Zustimmung (genau das Buch meinte ich).

            Und Dr. Olaf Reinhard Borkner-Delcarlo hat mir bzgl. Diversifikation auch die Augen geöffnet (eigentlich wie bei Hr. Schubert):
            – 8-20 Titel sind noch übersichtlich. Wie aber soll ich mich mit 200 Firmen und deren Bilanzen beschäftigen?
            – Bsp. J&J und P&G: verkaufen unterschiedliche Marken und Produkte in hundert Ländern.
            (DAS ist doch diversifiziert)

            Nun achte ich von mir aus noch auf unterschiedliche Produktbereiche (Reinigungsmittel, Nahrung, Medikamemte,….) und warte ab.

          • FjodorForex sagt:

            Vielen Dank für die vielen verschiedenen Sichtweisen. Ich möchte nicht mit Phrasen um mich hauen aber wie so vieles im Leben, hat leider fast alles immer seine Vor- und Nachteile. Vom Bauchgefühl her, würde ich wahrscheinlich auch eher zur Dividendenstrategie tendieren, da man hier einfach besser seine eigene Strategie und Vorstellung verwirklichen kann.

            Viele Grüße
            FjodorForex

  2. „ich habe da meine bedenken das ich gegen das Pareto-Prinzip (20/80 Regel) Ankämpfe, also das ich im ETF 80% an Werten habe die vor sich her dümpeln oder schlimmer noch den Gesamtwert runterziehen und 20% die Rendite ausmachen.“

    Also kannst du besser als der Markt beurteilen, was die Renditebringer und was die Vor-sich-hin-Dümpler sind? Respekt! In der Wissenschaft spricht man hier von der Kontrollillusion (einfach mal googlen).

    In der Praxis sehe ich übrigens gar keine so eine große Diskrepanz zwischen ETF-Investment und Dividendenstrategie. Viel wichtiger ist buy and hold, also langfristiges Anlegen, egal ob in Aktien oder ETF, und dabei halt möglichst breit diversivizieren.

    • Hallo,

      ETFs und eine Dividendenstrategie schließen sich übrigens nicht aus: Es gibt auch Dividendenindizes, auf die man setzen kann. Schau dir doch mal diesen Artikel an: http://etf-blog.com/serie-ueber-boersenindizes-dividendenindizes/.

      Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass Einzeltitel für Privatanleger viel zu risikoreich sind. Mit ETFs hat eine viel bessere Risikostreuung, die man mit Einzeltiteln nur zu deutlich höheren Kosten erreichen kann.

      Herzliche Grüße

      Jürgen

      • Sparschwein sagt:

        Zu deutlich höheren Kosten? Ich zahle Ausgabeaufschlag, vom Gewinn gehen Prozente an die Fondverwaltung, usw.

        Bei Einzeltiteln zahle ich nur einmal eine Ordergebühr, die Gewinne habe ich für mich.
        Was natürlicher nicht heißt, dass ich alles in ein Unternehmen setzen würde.

        • Hallo Sparschein,

          da muss ich dich korrigieren: ETFs kosten keinen Ausgabeaufschlag und erst recht keine Gewinnbeteiligung. Und wenn man in einen der vielen kostenlosen ETF-Sparpläne einzahlt, spart man auch noch die Orderkosten. Billiger kann man einfach keine Wertpaiere kaufen.

          Bei einer Investition in einen ETF zum Beispiel auf den MSCI World Index fallen bei einem kostenlosen Sparplan keine und bei einer einmaligen Investition normale Ordergebühren an. Kaufst du dagegen die über 1.600 Unternehmen als Einzelwerte, fallen über 1.600 mal Ordergebühren an. Ich fürchte, dann bist du ein armer Mann!

          Also, ETFs haben deutliche Vorteile im Vergleich zu Einzelwerten, zumindest, was die Kosten angeht.

          Vlie Grüße

          Jürgen

          • Sparschwein sagt:

            Wer kauft bitte 1600 Einzelwerte? Der Vergleich hinkt doch.

            Nenn es Gewinnbeteuligung, nenn es jährliche Verwaltungsgebühr…wie auch immer. Auf jeden Fall fallen Kosten an, die mit steigender Höhe des investierten Kapitals mit stwigen.
            Wer die Vorteile von Einzelwerte kennt, der verwaltet lieber selbst und entscheidet selbst, welche Unternehmen in das Depot kommen.

            ETFs sind nicht schlecht, jedem das Seine. Jede Strategie hat ihre Daseinsberechtigung! Aber bitte nicht diese scheinheiligen Vorteile, die schon die Fondsmanager zu ihren Gunsten als Werbung missbrauchen.

    • @Teilzeitinvestor, natürlich weiss ich das nicht 😉 es geht auch nicht nur um die Rendite es geht auch darum wie sich ein Einzeltitel in Krisenzeiten schlägt, ein Unternehmen was zb Nahrungsmittel,Medizin o.ä herstellt läuft auch in Krisenzeiten weiter da diese Produkte gekauft werden, weil sie notwendig sind. Aber der Index indem sich dieser Titel befindet hat auch zb Automobil Unternehmen an Bord die in solchen Zeiten starke probleme bekommen und den Index runterziehen.
      Und zur Kontrollillusion, find ich relativ Unfreundlich mir sowas zu sagen, hab da ja auch begründet warum ich diese meinung habe.

  3. Christian sagt:

    @ Leben mit Schicht:

    Deine Anspielung auf das Pareto Prinzip finde ich interessant.

    Habe aber zwei Gedanken dazu:
    1 Dieses Prinzip wird auch in einem normalen Depot zuschlagen und du wirst vielleicht 2 „Hammer“ werte erwischen und 8 „Dümmpler“

    2 Da ja ETF´s sehr oft einen kompletten Index abbilden und diese sich ja unterschiedlich entwickeln. Denke ich persönlich das sich hier die 20% immer abwechseln können, dass als Beispiel 2 Jahre der Dax gut läuft dann ein Jahr der Hang seng und so weiter. Dadurch ergibt sich eine fliesender Wechsel.

    Natürlich kann der zweite Punkt auch bei Einzelwerten zuschlagen.

    Gruß

    • Hi Christian, mit Punkt 1 hast du vollkommen recht ! Wenn sich das dann mit den Jahren Abzeichnet welcher Wert mein Depot hochzieht kann ich Verstärkt darin gewichten. Das ist was ich meinte mit weg von der Diversifikation.

      Punkt 2 ist natürlich schwerer zu bewerten da wie man gerade sieht auch verschieden Indexe (schreibt man das so ?) Weltweit den selben Kursverlauf nehmen können. Sieht man dann auf die Einzelwerte im Index fällt auf das sich die altbewehrten Unternehmen schneller wieder fangen oder weniger tief fallen als der Durchnitt, diese wenigen halten dann den Index auf kurs.
      Aber dein Argument kennt man ja auch von den Währungen her, ist der Dollar stark und der Euro schwach wechselt das irgendwann und das Währungsrisiko geht gen Null mit entsprechender Zeit. Ich denke das lässt sich dann durchaus auf ETF’s übertragen die Indexe abbilden.

      Ich möchte auch ETF’s nicht Verteufeln ! Die sind nen gutes Finanzprodukt und besser als jeder Fond in meinen Augen allein durch das Passive vorgehen. Wie Dr. Nawatzki hier schon sagte ist die Frage eben auch was man erreichen möchte , und als Altervorsorge sind die mir lieber als Riester und Co. und von der Einfachheit her leichter zu händeln als Einzeltitel ! Ich muss mich anfangs mit ETF’s beschäftigen und schauen in welche ich Investiere, erstelle mir dann einen Sparplan und lasse es einfach laufen…Top

      Gruß

      Michael

  4. Alexander sagt:

    Wie alles im Leben, hat alles seine zwei Seiten.
    In einem muss ich Herrn Nawatzki widersprechen. Einzeltitel sind für Privatanleger NICHT zu risikoreich. Wenn man sich mit der Materie auseinandersetzt, ist man auch nicht schlechter als die Masse der Fondmanager. Ich betreibe das Geschäft nun seit knapp 20 Jahren und habe bei weitem besser abgeschnitten als alle Fonds, die ich am Anfang meiner Karriere hatte. Man muss sich allerdings um seine Anlagen kümmern und damit meine ich nicht nur auf irgendwelche Kurse schauen. Ich lese eben gerne Wirtschaftsnachrichten, Unternehmensmeldungen, Bücher etc. und mache mir auch meine Gedanken. Vielleicht falle ich auch nicht mehr unter „Privatanleger“?

    ETF´s sind für weniger Interessierte durchaus geeignet. Weiterhin sehe ich da die Möglichkeit Branchen abzudecken, von denen man nichts versteht. Zum Beispiel Biotechnologie, keine Ahnung. Aber mit einem ETF kann ich trotzdem davon profitieren.

    Es ist eben nicht alles schwarz oder weiß.

    Gute Investments

  5. Petra Wolff sagt:

    Ich habe noch zwei andere Gedanken zum obigen Artikel.
    Ich finde, dass das Reichwerden und mit Spaß Arbeiten sich nicht gegenseitig ausschließen.
    Ebensowenig wie sich finanzielle Freiheit und weiteres Arbeiten ausschließen.
    Das Schöne und Erstrebenswerte ist meiner Meinung nach die Freiheit, selbst entscheiden zu können, ob und was man arbeitet.
    Wie auch immer man das erreicht, ob mit ETFs, Einzelaktien, Immobilien oder ganz anderen (natürlich legalen und fairen) Ideen, muss jeder für sich aussuchen. Da hat jeder Ansatz seine Berechtigung, wenn er für jemanden funktioniert.

  6. Oliver sagt:

    Ich hatte schon vorher geschrieben, dass ich die finanzielle Freiheit anstrebe. Ich bin wohl noch vier bis fünf Jahre entfernt und habe ziemlich lange Erfahrung. Ich schätze, dass sowohl eine Einzelaktienstrategie als auch eine ETF-Strategie funktioniert. Das wichtigste bei der ganzen Geschichte ist, dass man dabei bleibt und regelmäßig etwas zur Seite legt.

    Ich persönlich investiere viel lieber in Einzelwerte. Ich besitze zwar einen ETF mit ganz wenig Geld, den habe ich aber nur für Vergleichszwecke. Die Gründe, warum mir Einzelaktien mehr liegen, habe ich in diesem Block in einem älteren Beitrag bereits dargelegt.

    Mit einem Punkt bin ich mit Herrn Dr. Nawitzki nicht einverstanden: Aktientitel sind für Privatanleger zu risikoreich. Letztendlich kauft man sich sowohl mit einem ETF als auch einem Aktientitel Risiko ein. ETFler, die noch keinen Crash miterlebt haben, werden leider die Erfahrung machen, dass es ihre ETFs genauso nach unten ziehen wird. Ich wage mal zu behaupten, dass man das Thema Diversifizierung mit 10 verschiedenen Unternehmen, die groß und bekannt sind und immer wieder genannt werden komplett abgedeckt hat. Selbst wenn eine Firma insolvent wird, was sich bei großen Unternehmen meistens über Jahre ankündigt und man trotzdem daran festhält, wird man trotz des ärgerlichen Verlustes immer noch gut fahren, durch halten seine Werte in Jahrzehnten und diese permanent ausbaut. Mein Depot umfasst jetzt 53 Gesellschaften und die Anzahl der AGs wird sicherlich noch ansteigen.

    Was die Betreuung betrifft: Hier bin ich nicht sonderlich aktiv. Bei Coca Cola oder Johnson & Johnson mache ich so gut wie gar nichts. Da schaue ich nur nach der Dividendenentwicklung und Ausschüttungsquote und solange das im grünen Bereich ist, kümmere ich mich nicht weiter und kassiere die Dividenden. Hätte ich jetzt z.B. einen Problemwert wie RWE (ich muß gestehen, dass ich die schon viel früher verkauft hätte), dann würde ich den Titel auch heute definitiv verkaufen. Selbst wenn RWE eine Trendwende hinlegen sollte und ich Geld verliere, wäre mit das Risiko einfach zu groß. Man muß sich also auch mal trennen können, wenn man von einem Unternehmen nicht mehr überzeugt ist. Trotzdem ist der Aufwand beim bestehenden Depot nicht sehr groß. Ich habe mehr Aufwand für Neukäufe. Da sind ETFs tatsächlich besser. Habe ich mich für 1 – 3 Titel entschieden, dann kaufe ich halt einen von denen. Einfache Sache.

    Mein Fazit zu dem Artikel: ETFs werden gut klappen, wenn jemand regelmäßig spart. Man partizipiert an der langfristigen Erhöhung der Kurse an den Börsen. Die Sache ist einfach, weil man immer das gleiche kaufen kann. Jemand, der sich für die Materie nicht übermässig interessiert, ist es ideal, da nach der Entscheidung nichts mehr großartig überlegt werden muß. Wie alles im Leben, was bequem ist: Es kostet Geld, wenn auch nur wenig. Für andere wie mich, die sich für Aktien interessieren, ist es kein Weg. Ich mag genau wissen, in was ich investiere und ich mag nur in AGs investieren, die ich wirklich für begehrenswert halte.

  7. @Leben mit Schicht: Das war gar nicht böse gemeint mit der Kontrollillusion – der unterliegen nämlich fast alle. Eine große Mehrheit der Anleger ist davon überzeugt, besser zu agieren als der Markt, also besser zwischen Renditebringern und Dümplern zu unterscheiden als der Durchschnitt. Dass die Mehrheit besser performt als der Durchschnitt ist aber alleine schon statistisch gesehen eher schwierig.

  8. Florian sagt:

    Ich finde ETFs auch die beste Lösung für den Otto Normalverbraucher. In meinem Blog http://www.boerseneinmaleins.de schreibe ich auch regelmäßig darüber. Nur 10% der doch so versierten Fondsmanager schlagen langfristig den Markt. Die Selektion auf Einzelaktien benötigt fundierte Fachkenntnisse in Bilanzen lesen und verstehen. Be weitem reicht das aber auch nicht aus. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass man einen langfristigen Atem benötigt, sprich mentale Fitness und Durchhaltevermögen zu Zeiten in denen es auch mal bergab gehen kann. Da erst zeigt sich die Stärke, ob man diese Zeiten durchhält und nicht panisch alles verkauft.

    • Das sehe ich genauso. Anleger, die keinen Spaß daran haben, sich ständig um ihre Geldanlagen kümmern zu müssen, wie das bei Einzelaktien der Fall ist, fahren mit ETFs am besten. ETFs sind ideal für Sparer, die eine mehr oder weniger bequeme Anlage suchen und für Anleger, die die Vorteile eines Sparplans nutzen wollen.

  9. Die jünsten Ereignisse um den Abgas-Skandal von Volkswagen sowie den Einbruch der VW-Aktie von mehr als 30 Prozent meine ich übrigens, wenn ich davon rede, dass Einzelaktien für den Investor gefährlich werden können.

    Die Ereignisse haben sich so schnell überschlagen, dass die Anleger überrollt wurden und keine Chance hatten, rechtzeitig zu reagieren.

    Wer dagegen in breit anlegende ETFs z. B. auf den MSCI World Index setzt, der kann entspannt zusehen, wie sich die Ereignisse um Volkswagen weiter entwickeln oder das eine oder andere Unternehmen vielleicht sogar den Bach runtergeht.

    Abgesehen davon sollte man gemäß der Portfoliotheorie von Markowitz sein Vermögen zunächst auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Renten, Rohstoffe, Immobilien und Währungen) verteilen und dann auch noch innerhalb einer Anlageklasse diversifizieren. Für Kleinaleger ist das beim Kauf einzelner Wertpaiere kaum möglich, mit ETFs dagegen relativ leicht.

    Bei der comdirct bank AG und der Consorsbank kann bereits ab 25 Euro in einen ETF Sparplan investieren und bei diesem niedrigen Mindestsparbeitrag recht einfach in mehrere verschiedene ETFs investieren. Und das zum Teil ohne Ordergebühren.

    Privatanleger haben darüber hinaus in der Regel kaum eine Chance, den Markt langfristig zu schlagen, aber können mit ETFs bei sehr niedrigen Kosten zumindest die Marktrendite abzüglich der Verwaltungskosten erzielen.

    Dehalb erneuere ich hiermit meine These: Ein Investment in ETFs ist dem Investment in Einzelwerte auf Dauer überlegen.

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