Mit gemischten Gefühle ans passive Einkommen

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36 Responses

  1. mafis sagt:

    Das Thema ist mir auch mittlerweile sehr häufig durch den Kopf geschossen. Am Anfang fand ich den Gedanken des passives Einkommen sehr verlockend. Warum auch nicht? Aber wie du schreibst passives Einkommen ist einfach ein Ding, welches erstmal erarbeitet werden muss.

    Mittlerweile komme ich daher immer mehr auf dem Pfad wirklich mein eigenes Ding zu machen. Richtig glücklich mit meiner Arbeit zu werden und so mein aktives Einkommen zu erhöhen. Und auch so meine Lebenszeit möglichst gut zu nutzten.

    Passives Einkommen ist für daher lieber ein passiver Bonus oder auch passiver Beschleuniger, welcher mein Vermögen immer mehr steigert.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hey Mafis!
      Du Highspeed-Leser. Keine drei Minuten und der Kommentar war schon da 😀

      Passives Einkommen als Bonus ist ein schöner Gedanke. Ich finde es bedenklich, wenn man passives Einkommen als das Ziel an sich betrachtet. Es ist eher ein tolles Extra und kann Vieles leichter machen.

    • Dummerchen sagt:

      „Mittlerweile komme ich daher immer mehr auf dem Pfad wirklich mein eigenes Ding zu machen. Richtig glücklich mit meiner Arbeit zu werden und so mein aktives Einkommen zu erhöhen. Und auch so meine Lebenszeit möglichst gut zu nutzten.“

      Ich freue mich sehr, im Rahmen all dieser „passives Einkommen“-Einträge auch mal so (zumindest in meinen Augen) reife Gedanken zu lesen. Ich finde dieses Jammern a la:
      „Wer will schon sein ganzes Leben mit einer unglücklichen Arbeit verbringen? Da gibt es zum Glück die Lösung des passiven Einkommens!“ sehr befremdlich. Wenn mich die Arbeit unglücklich macht, sollte ich vielleicht etwas an der Sache ändern, die mich stört und nicht weglaufen wollen. Vielfach klingen die Artikel so, als hätte man überhaupt keine Wahl, sein Schicksal zu beeinflussen. Das halte ich für völlig überzogen. Natürlich gibt es immer wieder mal Situationen im Beruf, die man nicht so gerne hat. Aber am täglichen Miteinander mit Kollegen, Kunden, Chefs kann man mehr ändern als man vielleicht denkt. Man muss natürlich auch bereit sein, etwas ändern zu wollen. Wer jahrelang unglücklich im Job möglichst viel Geld zusammenrafft, um einen möglichst frühen Absprung zu schaffen, nimmt unglaublich viele unglückliche Jahre in Kauf. Finanzielle Unabhängigkeit durch passives Einkommen passiert nicht von heute auf morgen. Wer nicht die Gegenwart so angenehm wie möglich versucht zu gestalten, opfert die Gegenwart gegen eine Zukunft, von der er nicht weiß, ob er sie überhaupt erleben wird.

      • Oliver sagt:

        Was die Beeinflussbarkeit betrifft, wie man sein Arbeitsleben gestaltet, stimme ich größtenteils überein. Aber ich denke, da ist die Bildung entscheidend, um sich überhaupt vernünftig aussuchen zu können, was man gerne arbeiten möchte. Viele haben diese Option allerdings nicht und für die meisten ist Arbeit in der Regel das Mittel, um seine Kosten abzudecken. Was man auch nicht vergessen sollte: Je länger man arbeitet, desto unspektakulärer wird das ganze. Dazu kommen natürlich die Dinge, dass deine Arbeitsstelle dich irgendwann nicht mehr will. Das heißt, Du bist zu alt für den Job oder die Firma möchte nur junge, flexible Kräfte. In großen Konzernen ist mit Weiterentwicklung mit 50 Jahren meistens Schluß, wenn man nicht eine bestimmte Hierarchiestufe erreicht hat. Viele werden auch gerne mit Mitte 50 „freigestellt“ und dann muß man schauen, wie man bis zu den Rentenjahren kommt.

        Ich persönlich kann mich nicht beklagen, was ich arbeite. Und ich hatte das Glück, die meiste Zeit für mich persönlich sehr angenehme Arbeiten machen zu dürfen. Trotzdem weiß ich, dass es irgendwann in Zukunft schwerer werden wird. Dafür strebe ich eben die finanzielle Freiheit an. Aber nicht nur deswegen. Ich habe mehr als genug gearbeitet und ich kann mir durchaus vorstellen, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, wofür ich jetzt den Urlaub hernehmen muß. Es liegt immer an den eigenen Interessenslagen.

        Viele Menschen brauchen einen festen Plan, wie ihr Tag und ihre Woche gestrickt sein muß. Das ist nicht negativ gemeint. Struktur tut den meisten Menschen definitiv gut. Aber man sollte auch in sich gehen und sich fragen, ob die normale Arbeitswoche bis 67 Jahren (wenn man denn so weit kommt) wirklich das ultimative Lebensziel ist? Hier bin ich etwas anders eingestellt. Wenn ich unüberlegt diese Sache machen muß (ganztags arbeiten, dann Familie und andere Verpflichtungen), füllt mich das sicher aus, weil ich nicht zum Nachdenken komme. Ich muß funktionieren, um alles am laufen zu halten. Das ist insbesondere bei Familie etwas sehr positives. Aber mein Traum ist es trotz anspruchsvoller Arbeit nicht, bis ins hohe Alter fünf Tage ins Büro/auf Arbeit zu gehen. Wenn ich das Ziel erreiche, dann geht es für mich primär darum, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mir Spaß machen und mich persönlich wirklich weiter bringen. Das oben geschriebene ist eher eine Begründung, nur etwas halb zu machen, weil man kapituliert hat und die Sache nicht ernsthaft verfolgen möchte, weil zu anstrengend. Alles, was ich persönlich nicht ernsthaft verfolge, ist mir nicht wichtig genug und erreiche ich fast nie.

        Ob ich dann tatsächlich mit 60 noch leben werde, weiß ich natürlich nicht. Ich brauche noch 4 – 5 Jahre dahin und dann bin ich so 52/53. Das ist OK für mich. Wenn ich dann wirklich mit 52 abtreten muß, wird es mir auch nichts mehr ausmachen. Dann freut sich halt jemand aus meiner Familie. Ganz negativ ist es also nicht. Nur: Die Gegenwart opfere ich dafür sicher nicht. Ich lege nicht alles zurück, was möglich wäre. Nur opfert man natürlich einen Teil der Konsumausgaben wie z.B. großes Auto, großes Haus oder Zweiturlaub auf den Malediven. Für viele andere aus meinem Bekanntenkreis wären das tatsächlich Opfer, da sie sich über den Status definieren. Das Gen ist bei mir halt nicht vorhanden, weil andere Wertigkeiten. Jeder muß selber wissen, was er vom Leben möchte. Bei mir ist es, dass ich eben nicht fünf Tage in der Woche mit 60 im Büro sitzen möchte. Meine Wertigkeit, andere machen das vielleicht gerne. Und das, obwohl ich einen Job habe, den viele in meinem Bereich (IT) wirklich sehr gerne hätten.

        • Fräulein Zaster sagt:

          Lieber Oliver. Die Leute, die du am Anfang ansprichst, sind aber dann auch eher selten jene, die ein passives Einkommen anstreben. Ich behaupte, man braucht ein gewisses Maß an Lernfähigkeit und Interesse sich zu bilden, um passives Einkommen überhaupt zu kennen (ist ja nun wirklich nichts, wovon man in der Schule hören würde). Solche Leute sind dann für gewöhnlich auch in der Lage, ihre Arbeitsstelle zu beeinflussen – sofern sie es denn wollen.

          Ansonsten gebe ich sowohl dir als auch Dummerchen recht, dass man seine Gegenwart nicht opfern darf. Religiöse Ansichten außen vor, haben wir nur das eine Leben. Jahre über Jahre zu opfern, in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird, ist eine absolut fatale Einstellung. Ich behaupte sogar, dass man in diesen Jahren der Unzufriedenheit das glücklich Sein verlernen kann.

          • mafis sagt:

            Ich muss ja sagen ich bin da eher auf der Seite von Dummerchen. Wenn man etwas wirklich von vollen Herzen will, dann wird man auch alles dafür tun. Daher für mich ist das in keinem Fall eine Frage von Bildung direkt. Natürlich hilft Bildung in vielen Bereichen. Aber viele sehr erfolgreiche Leute würde ich jetzt nicht als besonders gebildet bezeichnen, aber sie haben dafür viel getan.

            Aber ich glaube im Konsenz haben wir wohl alle eine sehr ähnlichen Grundgedanken. Jeder muss für sein Leben entscheiden und jeder kann aus sich etwas machen.

  2. Christoph sagt:

    Vom passiven Einkommen träumt glaube jeder der eine eigene Webseite betreibt.
    Nach einigen Monaten legt sich dieser Traum und man realisiert, „von nichts kommt nichts“.

    Schöner Beitrag

  3. Beim „äußeren“ passiven Einkommen kommen auch immer wieder die tollsten Beiträge in den Blogs zur finanziellen Unabhängigkeit. Da gibt es dann hilfreiche Tips wie: „Schreiben Sie ein e-Book“, oder „Verdienen Sie Geld durch Lizenzen oder Patente“. Oder, meine Lieblingsempfehlung: „Starten Sie ein erfolgreiches Blog und verdienen Sie an den Werbeeinnahmen“. Dass all diese Dinge nicht wirklich passiv sind, wie du schon schreibst (kontinuierliches Marketing erforderlich, etc.), wird da gerne außen vor gelassen.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Stimmt! Ich habe Bloggen als „passive“ Einnahmequelle ganz vergessen!! Totaler Quark.
      Man kann förmlich dabei zusehen, wie die Leserzahlen in den Keller gehen, sobald man mal etwas kürzer tritt. Bloggen ist richtig Arbeit. Für mich zumindest, auch wenn ich natürlich Spaß daran habe. But ain’t nothing passive about that! 😀

  4. Ex-Studentin sagt:

    Ich habe in letzter Zeit auch daran gedacht, einen Blog zu starten. Die Frage dabei ist: Für wen oder was schreibe ich? Sobald man Einnahmen damit erzielen will, muss man ein Gewerbe anmelden und den Arbeitgeber um Erlaubnis fragen. Regelmäßig bloggen, Qualität bringen und irgendwo unauffällig Werbung unterbringen, ohne den Lesefluss zu stören. Aus Spaß an der Freude zu bloggen ist auch ein guter Grund, aber letztlich zahlt man dann monatlich Geld, obwohl man ggf. kaum Leser hat und fast genau so gut Tagebuch hätte schreiben könne. Wer einen Blog aufrecht halten will, braucht Passion. Obwohl ich trotzdem hoffe, dass so tolle Blogs wenigstens ein bisschen was in die Kasse spülen und seis nur zur Kostendeckung.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Gewerbe anmelden? Arbeitgeber um Erlaubnis fragen?
      Also ich kann verstehen, dass so etwas nötig werden könnte, wenn man aus dem Blog ein erfolgreiches Kleinunternehmen macht. Aber so etwas dauert wirklich laaaaange – im Durchschnitt 😉
      Da sollte man sich nicht von Anfang an verrückt machen, wo doch nur einstellige Euro-Beträge um die Ecke kommen – wenn überhaupt. Ein Impressum ist Pflicht, aber das macht keinen Aufwand.

      Also ich persönlich blogge aktuell aus Spaß an der Freude und kann es nur empfehlen. Ich hab am Anfang ein bisschen Werbung gemacht, aber mittlerweile habe ich mich gegen das Werbe-Gedudel entschieden. Das macht so nebenbei mein Blogger-Leben auch um einiges einfacher, weil ich den ganzen Partneranfragen nun einfach ein kurzes „Nein danke“ entgegenstellen kann. Zu dem Schluss keine Werbung schalten zu wollen, bin ich durch die Kommentare u.a. vom Finanzwesir zu diesem Beitrag gekommen
      http://sauerkrautundzaster.de/blog-update-august

      Was die Kosten angeht: Ja, ich empfehle eigenes und somit kostenpflichtiges Hosting, aber z.B. bei 1&1 zahle ich 4€ im Monat. Das ist es sogar mir wert 😀

      Bloggen macht Spaß. Ich betrachte es als kostengünstiges Hobby und aktuell in der Tat auch als eine Art Tagebuch, das antworten kann – was wirklich cool ist. Hinzu kommt, dass ein Blog Chancen eröffnen kann. Wenn man irgendwann wirklich Lust bekommen sollte eine äußere „passive“ Einnahmequelle zu entwickeln, dann kann so ein Blog eine phänomenale und persönliche Marketing-Plattform darstellen.

      Als Beispiel: Sagen wir ich würde tatsächlich ein Buch schreiben, mit meinem persönlich Stil, den du, liebe Ex-Studentin, bereits von meinem Blog kennst. Ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass du meinen Stil in Ordnung findest, da ich dich zu meinen „üblichen Verdächtigen“ zähle 😉
      Die Wahrscheinlichkeit, dass du nun also mein Buch kaufen würdest (sofern Thema und Preis stimmen) ist um ein Vielfaches größer, als wenn du meinen Blog nicht kennen würdest.

      Was ich damit sagen möchte: Bloggen ist klasse. Leg einfach los und die Leser kommen quasi von alleine :-)

      • Ex-Studentin sagt:

        Ja, ich lese hier wirklich gerne. (Gibt es zu dem Buch dann auch ein Fan-Tshirt ? :D) Vor allem mag ich den Umgangston der Finanzblogger untereinander, wenn ich an den Finanzwesir, Ric, Rico und Co. denke. Auch die Community, die sich um dich und andere scharren sind nette Leute, mit denen man sicherlich auch privat gut klar käme. So langsam nagt es echt an mir, einfach selbst los zu legen. Habe sogar schon ein bisschen „getestet“ und mal ein paar Artikel angefangen, um mein Schreibverhalten ein bisschen kennen zu lernen. Was ich feststellen muss: Vor allem würde ich wohl auch viele Themen aus meinem Leben preisgeben (Beziehung, Beruf, Familienverhältnisse), was ich an sich bei anderen Bloggern immer sehr interessant finde. Andererseits muss man sich im Klaren darüber sein, dass jeder mitlesen und dank Impressum deinem Namen zuordnen kann und so z.B auch schnell über die finanziellen Verhältnisse Bescheid weiß.

        • Fräulein Zaster sagt:

          Wenn du über dein Privatleben schreiben möchtest, dann sind die Verhaltensregeln simpel: Sei respektvoll. Sei positiv. Sei authentisch. Wenn du dich daran hälst, kannst du nichts falsch und alles richtig machen :-)

          Wenn du ehrliches Feedback möchtest, kannst du mir gerne deine Schreibproben schicken. Vielleicht kann ich dir ein paar nicht verpflichtende Verbesserungsvorschläge machen 😉

          • Ex-Studentin sagt:

            Hey, das wäre wirklich super. Vielen Dank. Ich übe erst mal noch ein wenig alleine und würde dann das Angebot gerne annehmen. :) Aktuell warte ich zudem erst mal noch ab, ob der Wunsch nur eine Phase ist (so wie der Wunsch Japanisch oder Psychologie zu studieren, als Astronomin Alienkontakt herzustellen) oder dauerhaft an mir nagt.

          • Fräulein Zaster sagt:

            Wenn du auch nur ein bisschen so bist wie ich, dann würde ich dir empfehlen einfach loszulegen. Weil ohne Feedback hätte ich sehr schnell das Interesse wieder verloren. Dann ist es nämlich wirklich einfach nur wie Tagebuch schreiben – furzlangweilig. 😀

  5. Petra Wolff sagt:

    Vielleicht ist „passives Einkommen“ auch nur eine unglückliche Wortwahl, weil das rein gar nichts mit Passivität zu tun hat. Ich verstehe darunter einfach nur, vom Zwang befreit zu sein, meine Zeit gegen Geld tauschen zu müssen.

  6. Oliver sagt:

    Nun, rein passives Einkommen gibts nicht wirklich. Selbst wenn Du in Aktien / ETFs investiertst, musst Du dich darum kümmern. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Besitz besitzt“. Ich bin schon seid einiger Zeit dahinter, so viele Einnahmen durch Aktien zu generieren, um mir um die monatlichen Ausgaben keine Gedanken mehr zu machen. Aber das aufzubauen ist neben der normalen Arbeit, wo man Geld dafür verdient, noch einmal zusätzliche Arbeit. Man muß Firmen heraussuchen (mache ich gerne), den Steuerkram erledigen (mache ich eher gar nicht gern), Investieren und die Dividenden reinvestieren. Daneben darf man nicht so viel ausgeben wie man könnte. Das heißt, dieser Part ist ganz schön viel Arbeit neben der Arbeit. Was aber sehr positiv ist und gerade am Anfang wirklich nicht merkt: Je weiter man kommt, desto schneller werden die Fortschritte. Irgendwann fängt das Depot tatsächlich mal an, nennenswerte Beträge auszuspucken und neben dem, was man so verdient kommt man dann soweit, dass man 1* oder 2* im Monat Aktien kaufen kann. Nur am Anfang mit vielleicht 20 € oder 50 € oder sogar 100 € merkt man das kaum. Wir Menschen sind immer auf kurzfristig geschaltet und wollen schnelle Ergebnisse. Das steht uns im Weg.

    Für mich habe ich das so gelöst, dass ich die Dinge nur noch automatisch mache. Ich lege inzwischen monatlich etwas an und wenn ich manchmal zu viel ausgebe, ist es mir auch egal. Alles nicht dramatisch und dann läuft es so nebenher mit immer besseren Ergebnissen. ich war am Anfang übermotiviert und wenn dann die Ergebnisse nicht kamen, entsprechend frustriert. Heute juckt mich das nicht mehr. Schau dir deine Lage an: Du bist noch jung und selbst wenn Du noch 20 Jahre brauchst, ist das immer noch um Längen besser als der arme Rest, der bis bestenfalls 67 arbeiten darf. Und selbst wenn Du ein bisschen gammelst und 5 Jahre mehr braust. Davon geht die Welt nicht unter.

    Der ganze andere Kram mit eBook oder Blog als passives Einkommen ist eher Selbstbetrug. Nicht jeder kann gut schreiben und einen Blog zu machen ist aktive Arbeit, die nebenbei beschissen bezahlt ist. Ich möchte keinen demotivieren, aber wenn man es nicht aus Spaß macht, sollte man es lassen. Dann sich lieber einen aktiven Zweitjob suchen oder sich so weiterbilden, das man mit dem einen Job genug verdient um regelmäßig investieren zu können. Das ist mein Favorit. Ich habe keine Lust, 60 Stunden die Woche zu arbeiten, nicht mal für passives Einkommen.

    Sehe es einfach als ein Langzeitprojekt an und freue dich über jeden Schritt, den Du vorwärts kommst. Selbst wenn Du die finanzielle Freiheit nicht erreichen solltest, hast Du monatliche Mehreinnahmen und ein Geldpolster, damit Du keine schlaflosen Nächte haben musst, wenn deine Waschmaschine den Geist aufgibt. Das ist ein Thema wo ich inzwischen nur noch darüber nachdenke, wie ich eine vernünftige preiswert herbekomme, aber nicht, wie ich sie finanziere. Das heißt, aktives Sparen wird dir viel früher schon Mehrwerte bieten, an die Du noch nicht in diesem Ausmaß denkst. Selbst wenn dein Arbeitgeber dich loswerden möchte, hast Du viel mehr Zeit, was neues Gutes zu suchen. Alles Luxus obwohl es anstrengend ist zu sparen, der schon vor der finanziellen Freiheit verfügbar ist.

    Sei ein Buddha: In der Ruhe liegt die Kraft.

    • Fräulein Zaster sagt:

      „einen Blog zu machen ist aktive Arbeit, die nebenbei beschissen bezahlt ist“ 😀 Dein Wort in meinen Ohren. Aber ich hab Spaß, ansonsten hätte ich längst aufgehört. Für Otto Normalverbraucher, der Geld verdienen will, ist aber die Idee mit dem Zweitjob die Richtige.

      In diesem Sinne: Omm. :-)

  7. Marion sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,
    bin noch ganz neu hier als Leser – toller Beitrag! Eben weil das Konzept vom „Passiven Einkommen“ so verlockend klingt, ist ein kritischer Blick auf das Thema hin und wieder um so nützlicher. So ganz von nix kommt halt meistens auch nix – und alle, die gerne etwas anderes glauben wollen, sollten aufpassen, dass sie nicht zur einträglichen Quelle passiven Einkommens für all jene werden, die mit diesem Mythos selbst ihr mittlerweile boomendes Geschäft machen 😉

    • Fräulein Zaster sagt:

      Witzig, dass du das ansprichst. Gerade im Online-Marketing und Coaching-Bereich trifft man viele Leute, die von sich behaupten finanziell unabhängig zu sein, und dir nun zeigen können, wie du das auch schaffst. Wenn man aber die Lebenssituationen dieser angeblich finanziell unabhängigen Menschen etwas unter die Lupe nimmt, wird einem recht schnell klar, dass die nie und nimmer finanziell unabhängig sind und wenn doch, dann liegt es daran, dass ihre treuen Schäfchen ihnen diese finanzielle Unabhängigkeit bezahlen.

      Damit meine ich nicht, das Coaches oder Marketer per se verkehrt sind. Aber manche hauen mir einfach etwas zu sehr auf die Kacke und es stellt sich bei mir ein Gefühl von Schneeball-System ein.

      Schön dich hier zu haben, liebe Marion. Ich sehe, du bist auch Geld-Coach. Ich hoffe, ich bin dir mit diesem Kommentar nicht auf die Füße getreten 😉

      • Marion sagt:

        Nee, liebes Fräulein Zaster, das bist du keineswegs..ich halte mich ja auch eher für einen Vertreter der seriösen (langweiligen) Fraktion, hehe…Deshalb kann ich auch gar nicht mit einfachen oder esoterischen Lösungen dienen, weil Geld für mich ein Thema ist, zu dem jeder selbst den für ihn optimalen und passenden Zugang finden muss und dabei können „klassische“ Coaching-Methoden super helfen. Ist aber auch Arbeit…apropos Arbeit; ich bekenne mich sogar öffentlich dazu, selbst den Absprung aus der Angestellten- in die Privatiers-Welt noch nicht vollzogen zu haben! Aber einen gesunden und vernünftigen Umgang mit Geld halte ich unabhängig vom Erwerbs- oder Einkommensstatus für eine Basisdisziplin, dir wir leider selten genug mit der Muttermilch oder dem Schulkakao aufsaugen :-)

  8. Alexander sagt:

    Viel zu lesen und alles gute Beiträge mit einem hohen Niveau. Ich bemühe mich, nicht ganz aus der „Art“ zu fallen 😉

    Also meinen Blog mache ich aus Freude, als Tagebuch und wenn ich nur einem irgendwie helfen kann, dann hat es sich auf alle Fälle gelohnt. Ich lasse meine Werbeflächen trotzdem laufen, nicht weil man damit reich wird, ich wollte es einfach testen und die Werbung deckt meine Unkosten (5 €/Monat).

    Passives Einkommen. Für mich ist passives Einkommen, wenn ich etwas bekomme ohne etwas dafür getan zu haben. Klar musste ich vorher sparen, aber für die Dividenden selber muss ich nichts mehr machen und für die wieder angelegten Dividenden muss ich nur noch den Kaufen-Knopf drücken. Also faul sein und trotzdem was kriegen, ist doch genial :)

    Und wie Oliver in seinem zweiten Kommentar treffend sagt, wenn du 5 Jahre länger brauchst, wayne?
    Du hast einen fantastischen Urlaub hinter dir, leiste dir was und spare so, dass es nicht weh tut. Ich lebe auch einen gewissen „Luxus“, warum auch nicht?

    Am besten hat es mein kleiner Neffe. Er hat „morbides“ passives Einkommen. Sein Onkel bespart jeden Monat sein Depot und legt das Geld für ihn an. Nur er weiß es (noch) nicht.

  9. Finanzkoch sagt:

    Hallo Frau Zaster,

    wieder ein toller Beitrag :) Ich überlege schon eine Weile, ob ich an der Blogparade teilnehmen soll. So richtig konnte ich mich bisher nicht mit ihr anfreunden.

    Ich sehe das wie du: Echtes passives Einkommen gibt es nicht. Irgendwann muss dafür gearbeitet worden sein.

    Wenn du irgendwann von Zinsen und Dividenden leben kannst, dann arbeiten andere für dich. Aus dem Nichts kommt gar nichts. Daher tue ich mich schwer mit dem Begriff „passives Einkommen“.

    Herzliche Grüße
    Christoph

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich sehe, du hast dich doch aufraffen können an der Parade teilzunehmen, wie schön. :-)
      Der Begriff ist auch das, was mir missfällt. Das Prinzip ist aber wirklich nett, wenn mal eine schöne Dividendenzahlung ins Haus steht. 😉

      Lieben Dank

  10. Finanzwesir sagt:

    Ich habe noch ein passives Einkommen (es spricht sehr, dass Du nicht selbst darauf gekommen bist): Reich heiraten. Sei jung und schön und heirate den richtigen Mann. Und dann sieh zu, dass Du oft genug Migräne bekommst 😉

    Ansonsten: Bloggen sollte nur jemand, der Rockstar-Allüren hat. Ohne solides Sendungsbewußtsein wird das sonst auf Dauer nix 😉
    Für mich hat Bloggen aber noch einen Nebeneffekt: Ich verstehe die Dinge besser.
    Früher, als unsere Tochter in der 5 Klasse war, kam sie bei den Hausaufgaben, wegen jedem Kleinscheiß angelaufen. Was heißt das, was bedeutet jenes. Kaum hatte man die ersten Sätze raus, unterbrach sie einen: “ Hab‘ schon verstanden.“ und weg war sie. Sehr nervig.
    Bis meine Frau auf die geniale Idee kam: „Erzähl’s doch Deinen Radiergummi.“
    Hä?
    Ja, erklär Deinem Radiergummi, der da auf dem Schreibtisch liegt, was Du nicht verstehst.
    Superskeptischer Blick!?!
    Ja, mach’s mal, dann mußt Du auch nicht immer aufstehen und zu Mama und Papa rennen.
    Da war sie natürlich schwer beleidigt, hat aber geklappt.

    Mit dem Bloggen ist es ähnlich: Wenn man etwas, das man total und zu 100% kapiert hat noch mal geschwind als Blog-Artikel aufschreibt, stellt man auf einmal fest: „Öhm, die 100% waren doch nur 70%“.

    Egal, wie der Artikel dann ankommt: Nur, wenn man die 100% auch schriftlich niederlegen kann, sind es echte 100%. Und diese 100% kann einem keiner mehr nehmen.

    @Ex-Studentin: Wenn Du bloggen willst, fang an. Schreib 10 Artikel und poste sie auf einer Plattform wie blogspot.com oder wordpress.com. Such Dir ein Template raus, das nicht total übel aussieht und fang an. Das kostst Dich nur Zeit, kein Geld. Dann siehst Du, wie’s läuft.
    Das theoretische Rumgeschleiche bringt Dich nicht weiter.
    Der Grund: Wenn man bloggt, wird man sichtbarer (das muß Dir klar sein. Die Hausherrin hat – glaube ich – hier im Blog über ihren eigenen Sichtbarwerdungs-Prozeß berichtet).
    Wenn man sichtbarer wird, bekommt man nicht nur Spam-Anfragen linkwütiger SEOs, sondern auch wirklich nettes Feedback und Kontakte zu Menschen, die man sonst nie kennengelernt hätte. Das ist etwas, das man nicht vorhersagen kann. Du weißt nicht, wer dich wann zu welchem Thema kontaktiert.
    Das muß man „erleben“ 😉
    Ich kann Dir nur sagen: Es wird passieren.

    Gruß
    Finanzwesir

    • Fräulein Zaster sagt:

      Stimmt, auf die Heiratsschiene bin ich gar nicht gekommen – und dass obwohl meine Mutter früher immer gesagt hat, ich soll mir einfach einen reichen Mann suchen 😀

      Den Radiergummi-Trick habe ich im Studium häufig angewendet, um zu schauen, ob ich den Vorlesungsstoff auch wirklich verstanden haben. Quasi meine Version der Rubber Duck Debugging Methode (https://en.wikipedia.org/wiki/Rubber_duck_debugging). Das mit der Ente wurde bei uns am Informatiksintutut von einigen Studenten wirklich wörtlich gemacht 😀

      Beim Bloggen habe ich den selben Effekt. Aktuellstes Beispiel mein Beitrag zum Weltportfolio: Ich habe während des Schreibprozesses dazugelernt und sogar noch nach Veröffentlichung.

  11. Ex-Studentin sagt:

    @Alexandra und Finanzwesir
    Danke für eure gute Zurede!! Habe nun wirklich einfach mal angefangen, um mich mit dem Blogger-Dasein vertraut zu machen. Würde mich freuen, wenn ihr mal vorbei schaut. :) Liebe Grüße Ex-Studentin

  12. Der Prozess des Geldverdienens erfordert harte Arbeit. Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten. Das wirkliche passive Einkommen ist eine Illussion!

  1. 2. November 2015

    […] Zaster beschäftigt sich mit dem Buzzword ‚Passives Einkommen‘. Und stellt fest, dass es kein free lunch gibt und das vermeintlich passive Einkommen ganz schön […]

  2. 10. November 2015

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