Es Hack’t nach Art der Zombieprinzessin

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4 Responses

  1. Hallo Pfennigfüchsin,

    wie ich Deinem Beitrag entnehme, bist Du
    a) lernfähig,
    b) selbstkritisch und
    c) offen für neue Gedanken

    Drei Eigenschaften, die ich sehr mag und deshalb möchte ich ein paar (vielleicht gar nicht sooo neue) Gedanken mit Dir teilen, um Dir vielleicht gemeinsam mit Hrn. Zaster einen weiteren „Quell des Missmutes“ zu verschaffen:

    Ich selber habe über 50 Jahre lang gerne Fleisch und Fisch gegessen und es fällt mir auch heute immer noch nicht leicht, wirklich konsequent zu sein – aber ich arbeite daran: Ich versuche, mich vegan zu ernähren.
    Und das bedeutet, den Verzicht auch jegliche Tierprodukte. Leider ist dieses Thema sehr emotional besetzt und man macht sich in der Regel nur Feinde (oder erntet im besten Fall Unverständnis), aber ich meine, jeder sollte sich zumindest einmal Gedanken darüber machen.
    Denn aufgrund der Berichterstattung in sämtlichen Medien, ja sogar im öffentlich/rechtlichen Fernsehen, in Büchern, in unzähligen Dokumentationen und Berichten im Internet sollten die unerträglichen Zustände, die mit der Produktion von Tierprodukten verbunden sind, inzwischen jedem klar sein.
    Heute kann niemand allen Ernstes behaupten, er habe es nicht gewusst!
    Natürlich kann man Augen und Ohren verschließen und am Besten gleich den ganzen Kopf in den Sand stecken. Denn kein normaler Mensch kann diese Bilder ertragen, die man von Massentierhaltungen, Legebatterien, Tiertransporten oder Schlachthöfen zu sehen bekommt.
    Und dabei gibt es KEINEN vernünftigen Grund, warum der Mensch heutzutage Fleisch isst. Im Gegenteil:
    * Ethische Gründe: Dürfen wir Tieren das Recht auf ein leidfreies Leben nehmen?
    * Ökologische Gründe: Der Anbau von Tiernahrung verbraucht ca. die 10mal so viel Ressourcen, wie pflanzliche Nahrung.
    * Politische Gründe: Mehr als 800 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger. Entwicklungsländer, könnten ihr Essen selber anbauen, anstatt es ihren Tieren zu geben, deren Fleisch in andere Länder exportiert wird.
    * Gesundheitliche Gründe: Die meisten Zivilisationserkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen und Krebs hängen erwiesenermaßen mit Fleischverzehr zusammen. Ganz bekannt ist die „China-Studie“, aber inzwischen werden immer mehr Studien dazu veröffentlicht.
    * Genuss: Genuss hat auch viel mit Gewohnheit zu tun! Die meisten Veganer verspüren eine größere Energie und Frische nach dem Essen, im Gegensatz zu einer bleiernen Schwere und Müdigkeit nach einem Fleisch-Mahl.
    * Kosten: Wenn man einmal von einigen industriell hergestellten Fleisch-Ersatz-Produkten absieht, ist eine Fleischlose Ernährung in der Regel preiswerter und kann sogar noch teilweise in Eigenregie angebaut werden.

    Ich würde mir wünschen, dass Du (gemeinsam mit Hrn. Zaster) einfach mal darüber nachdenkst und beim nächsten Mal, wenn Du im Supermarkt oder auf der Speisekarte das Wort „Lamm-Kotelett“ liest, Dir ein vor Lebensfreude auf einer Wiese herumspringendes, kleines Lämmchen vorstellst…

    Okay – nun habe ich Dir wohl genug Quellen des Missmutes verschafft und mir selber eine Menge Feinde.
    Egal – es ist nur eine Anregung zum Nachdenken. Mehr nicht.

    Gruß, Der Privatier

    • pfennigfuechsin sagt:

      Ernährung und Religion kitzeln die gleiche Art kontroverser Diskussionen hervor.

      Was den Quell des Missmuts betrifft: Es ist halt leichter einfach die Augen zu verschließen. Mein Freund bringt mich jedoch immer wieder dazu, mich mit kritischen Themen auseinanderzusetzen. Und wie gesagt, gerade was Ernährung angeht, lasse ich mich eigentlich immer darauf ein, nachdem ich mir eine eigene Meinung gebildet habe.

      Eine vegane Lebensweise kann ich mir aktuell allerdings nicht vorstellen. Auch schon deswegen nicht, weil bei uns – ebenfalls auf den Wunsch meines Freundes hin 😉 – abends keine Kohlenhydrate gegessen werden. Es bliebe uns dann also nur Gemüse und Salat für das Abendessen übrig. Das geht mal, aber für jeden Abend kann ich mir das nicht vorstellen. Mal abgesehen davon, dass ich Eier einfach zu gerne mag.

      PS: Warum solltest du dir Feine verschaffen, weil du deine Ernährung beschreibst und deine Beweggründe dafür? Schließlich geht es in diesem Beitrag um Fleischersatz und Ernährung. Passender könnte dein Kommentar also kaum sein.

    • JustDoIt2 sagt:

      Ich bin bekennender Fleischesser, denke allerdings auch immer wieder über Sinn und Unsinn des Massenkonsums von Fleisch nach. Der Beitrag vom Privatier lässt – anders als Aussagen „militanter“ Veganer – auch dem Fleischesser einen gewissen Raum und regt mich tatsächlich zum Nachdenken an. Das mit den Feinden hat sicherlich auch seine Relevanz. Es ist ein sehr stark polarisierendes Thema und da verhärten die Fronten schnell bis zur Anfeindung. Wie gesagt: Auf diesem Level kann ich mich damit auseinandersetzen.

      • pfennigfuechsin sagt:

        Das Problem ist, dass man sich als Fleischesser in Unterhaltungen mit Vegetariern/Veganern häufig angegriffen und in die Ecke gedrängt fühlt und nicht selten automatisch eine Verteidigungshaltung annimmt.

        Da wird ein gesagtes „Tierhaltung ist in vielen Fällen unzumutbar, deswegen esse ich kein Fleisch“ häufig vom Fleischesser gehört wie ein „Du isst Fleisch, für das Tiere gequält wurden, du bist ein schlechter Mensch“ (Sachohr vs. Beziehungsohr, wenn einem das Thun-Modell geläufig sein sollte).

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