Ich glaub‘ es crasht. Und nun?

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70 Responses

  1. theskunk sagt:

    Klar .. ich bleibe sitzen und schau mir die Show an .. meine Strategie ist gut .. ich bin breit aufgestellt und würde meine Wertpapiere auch behalten wenn die Börse zu macht ..

    • Wenn die Börse zu macht haben wir sehr wahrscheinlich Probleme auf der Welt, die unseren Depotwert vergessen machen ;-).

      Ich sehe es wie Alex. Wer sich dazu entschieden hat eine passive Strategie zu fahren sollte diese beibehalten. Strategien sind nicht dazu da um sie bei der ersten Schwankung über Bord zu werfen. Ich persönlich erhöhe meine Sparraten in solchen Phasen noch ein wenig. Wer sich dafür entschieden hat passiv zu investieren glaubt daran, dass jedes Tief auch irgendwann wieder überwunden wird und ein neues Hoch folgt. Deshalb ist Alex‘ weg in diesem Fall auch absolut richtig.

  2. Stefan sagt:

    Hallo Alexandra!

    Mir macht es viel Spaß zu versuchen, die richtigen Einzelwerte zur richtigen Zeit zu kaufen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, irgendwann an den Punkt zu kommen, dass ich mir das nicht mehr antun möchte. Die Alternativ wäre dann ein monatlicher ETF-Sparplan auf den MSCI World.

    Diese Woche ist mein Depotwert sicher um einen vierstelligen Euro-Betrag gesunken. Ich rechne es nicht aus und es ist mir egal, ob es nun 900 oder 1300 Euro waren. Ich bin völlig tiefenentspannt, denn ich investiere langfristig und kann mir zu 99,9% sicher sein, dass meine Aktien in den nächsten 30 Jahren mindestens 4% pro Jahr zulegen werden, eher 7-12%.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich behaupte es dauert keine 6 Monate mehr und du bist auch passiver Investor! 😀

      Späßchen! Naja… halb 😉

      Ich hab ja auch kurz nach meiner Depoteröffnung angefangen zu bloggen. Und am Anfang ging das auch super, nur irgendwann bin ich an einen Punkt gekommen, wo der Blog immer zeitaufwändiger wurde – im positiven Sinne! Tausendmal lieber beantworte ich hier und jetzt Kommentare, als mein Depot zu tätscheln.
      Man soll ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch bei dir die MSCI World-Zeit früher kommen könnte, als gedacht 😉

  3. mafis sagt:

    Wenn man eine Strategie hat, dann sollte man sie auch beibehalten. Wie du es auch tust. Natürlich kann man sie leicht variieren, aber halt innerhalb der Strategie.

    Und dieses ganze Crash Kram geht eh von mir vorbei. Habe das auch nur über Facebook nebenläufig erfahren. Den auf das Depot habe ich in diesem Monat noch kein Blick geworfen. Rein statistisch gesehen hat ja jeder irgendwann mal Recht. Also lassen wir die mal weiter prophezeien.

    Und ich bin da auch voll auf deiner Seite des passiven Investieren. Habe mit meiner Zeit wirklich besseres vor, als 0,0001% bessere Rendite zu machen, wenn ich Glück habe. Da sind mir die Chancen einfach zu hoch und mache lieber 100% Rendite bei Dingen, welche mir Spaß machen.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Schön gesagt. :-)

      Ich hält auch zum größten Teil Facebook auf dem Laufenden. Aber ich hab doch tatsächlich Kollegen über China reden hören. Wenn sogar schon die Häusle-Erbauer über die Börse reden, wird’s langsam ernst 😀

      • mafis sagt:

        Das stimmt, aber dann ist es doch eh schon zu spät 😉

        Also von daher kann man auch passiv investieren. Das Ganze davor halbwegs sich zusammenreihen zu können hätte schon so einiges an Aufwand benötigt.

  4. Graccem sagt:

    Ich finde es ja schlimm, dass die Chinesen sich mit aller Gewalt gegen den Crash gestemmt haben. Die sollen es einfach mal knallen lassen, dann kann man wenigstens wieder günstig shoppen gehen 😛

  5. Dummerchen sagt:

    Ehrlich gesagt ist doch noch gar nichts passiert – zumindest empfinde ich das so. Klar, auch mein Depot ist im Wert gefallen, aber doch nicht extrem – sind es aktuell 10% unter dem Höchstwert des MSCI-World? Wem das schon Sorgen bereitet, ist an der Börse fehl am Platz. Wenn es mal wirklich crashed, geht es doch noch deutlich weiter runter. Ob das gerade der Anfang davon ist, weiß kein Mensch – da können wir gerne drüber sprechen, wenn’s passiert ist. Ich bin eh schon extrem gespannt, wie sich die (deutschlanduntypische und eher punktuelle) Begeisterung um Aktieninvestitionen, Dividendenstrategien und ETF-Sparpläne dann ins Gegenteil verkehren wird. In den Kommentaren zu Blogs wie diesem werden dann die „ich habs doch eh immer gesagt“ und „geschieht den Kapitalisten recht“ Kommentare mehren und um so manchen Blog wird es still werden – so sagt zumindest meine ansonsten eher trübe Glaskugel.

    Aus Alexandras Beitrag spricht auf jeden Fall die (in meinen Augen) richtige Einstellung – „et kütt wie et kütt“ und „et hätt noch emmer joot jejange“. Stay invested!

    Für Mr. Dax (Dirk Müller) freut mich die aktuelle Situation, denn er kann endlich wieder medial prominent verkünden, dass der nächste Crash kommen wird – er aber auch nicht genau wüsste, wann. Toll! Klingt für mich immer wie die Bauernweisheit: „Kräht der Hahne auf dem Mist, ändert sich das Wetter. Oder es bleibt, wie es ist.“

    • Fräulein Zaster sagt:

      😀

      Ob ich wohl auch unter die Finanzblogger geraten bin, weil der Wind dem Bullen seit Jahren in den Po bläst? Durchaus möglich. Sogar sehr wahrscheinlich. Die mahnenden Stimmen sind seit 2008/2009 immer leiser geworden. Ob ich ansonsten mit investieren angefangen hätte? Wahrscheinlich. Nicht?

      Jedenfalls sind die Prophezeiungen deiner Glaskugel ziemlich interessant. Wenn die Menge der Finanzblogger nicht mehr ganz so rasant zunehmen würde, fände ich das ehrlich gesagt gar nicht so falsch. Wird immer schwieriger mit lesen hinterher zu kommen. 😉
      Und mit den Kommentaren werde ich dann wohl umgehen müssen – man wächst mit seinen Herausforderungen. :-)

  6. Christina sagt:

    „Crash oder nicht Crash, das ist hier die Frage ;)“ – mein Tweet zum Thema von heute. Mehr hab ich dazu (auch) nicht zu sagen.
    Gibt ja sowas wie Coast Average Effekte, ne – auch wenn man sich darauf nicht verlassen darf ! Wer aber nicht kurzfrist unterwegs ist, sollte wohl erst Mal noch entspannt bleiben dürfen. Das sehen wir hier wohl alle ähnlich, wie ich lese :)

    Investmentpornografen….*grins* …. schöner Titel. Ist das ein Ausbildungsberuf ?
    Spannendes Blog hast Du da übrigens. Ich habe Dich gestern (endlich) auf der Suche nach weiblichen Finanz-Blogs entdeckt :) Viele gibt es ja leider nicht. Mein Thema ist schwerpunktmäßig ja nun nicht unbedingt die selbstverwaltete Anlage – wohl aber Finanzen – daher folge ich Dir nun besonders gerne einfach mal tiefer in Deine Welt und gehe ein bisschen weiter stöbern.
    LG in’s Wochenende !

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Christina!
      Du TWITTERST? Ich finde das immer wieder faszinierend. Eine Plattform, die sich mir völlig entzieht. Ist vielleicht auch gar nicht so falsch, sonst würde ich gar nicht mehr zum Beiträge verfassen kommen 😉

      Weibliche Finanz-Blogs sind rar gesät, das stimmt. Spontan könnte ich dir Jennys noch recht jungen, aber sehr charmanten Blog nennen. Er ist vom Themengebiet meinem Blog recht ähnlich, aber Jenny ist etwas souveräner als ich 😉 https://exstudentin.wordpress.com/
      Dann noch der neu aufgesetzte Blog von Wolfsfrau – die gibt es schon ewig, es war nur Zwischenzeitlich recht still um sie. Sie schreibt, wie soll es nicht anders sein, über ihren persönlichen Vermögenswachstum, unter anderem thematisiert sie häufiger mal das Bodo Schäfer Coaching, dass sie bereits seit einigen Jahren macht: http://cashflow-jagd.de/
      Und dann gibt es noch den Klunkerchen-Blog, der gezielt Frauen anspricht. Der Untertitel ist sogar „Geldstrategien für Frauen (und alle)“: https://klunkerchen.wordpress.com/
      Das war’s dann auch schon. Hast du noch weitere gefunden? Würde mich ja schon interessieren :-)

      Liebe Grüße
      Alexandra

      • Christina sagt:

        Liebe Alexandra,
        Yep – mir liegt Twitter sogar weit mehr als FB. Dynamischer, witziger, kommunikativer, frecher, vielfältiger tbc. :-) Und in punkto networking in D zwar noch nicht vergleichbar mit US/UK aber schon echt gut. Für meinen Blogstart war’s ein enormer Kick jedenfalls, wenn ich so in die ersten Statistiken blicke.
        Super, danke für die Links!! Die exstudentin kannte ich schon. Die anderen beiden nicht. Gucke ich gleich mal rein!
        Interessant und spannend finde ich, dass viele Finanzblogger recht jung sind. (Ich bin Dir etwa 14 Jahre voraus altersmäßig ;)). Ich finde es toll, wenn sich gerade die Jüngeren schon früh mit diesen Themen beschäftigen! In der Beratung erlebe ich täglich in der Breite eher etwas anderes. Vor allem bei jungen Frauen. Bei Frauen generell. Bei SELBSTSTÄNDIGEN Frauen/Unternehmerinnen sieht es wieder anders aus. Dabei ist es so sinnvoll sich früh damit zu befassen. Denn aufgrund des längeren Zeithorizontes sind ja deutlich bessere Ergebnisse erzielbar, bei monatlich geringerer Belastung. Es sei denn, man plant die finanzielle Freiheit mit 42 :-), dann muss man natürlich gleich ranklotzen. Ambitionierte Ziele sind das auf jeden Fall – ich werde das gespannt verfolgen. :-).

        Ach so….deutschsprachige, weibliche Finanzblogs sind mir auch keine weiteren präsent. Aber unendlich viele US-Bloggerinnen. Die Ladies haben die Nase da deutlich vorne.

        LG, Christina

        • Dummerchen sagt:

          Also mir fallen da spontan noch zwei, drei weitere weibliche Finanz-Bloggerinnen ein:
          Linda wurde ja sogar hier schon interviewed: http://mymoneymind.de/
          Petra Wolff hat hier auch schon kommentiert: https://petrawolff.wordpress.com/
          Eine andere Christina bloggt auch, jedoch selten: http://www.kanesecoaching.de/blog-info/

          • Christina sagt:

            Das ist ja toll, danke Dir! Eigentlich wäre es doch klasse, wenn mal alle (weiblichen) Finanz-/Geld-Blogs irgendwo gelistet wären, dann wäre man nicht darauf angewiesen, dass google auch so freundlich ist, einem alles auszuspucken, was es so gibt. Es ist immer so schade, wenn Angebote da sind, die aber weniger Leute finden, als sich eigentlich dafür interessieren.
            LG, Christina

          • Dummerchen sagt:

            Hallo Christina,
            ich will es mal so sagen: Wer genau sollte in einer Liste *alle* Finanzblogs sammeln? Schließlich kommen jeden Tag neue hinzu oder sterben den langsamen Abstinenztod.
            Außerdem habe ich ein Motto, das ich auch in Deinem Suchen als bestätigt sehe: Qualität setzt sich durch! -> Die guten Angebote wirst Du mit etwas suchen finden (oder hast Du bereits gefunden).
            Wenn Dich das Thema „Finanzen aus Frauensicht“ zusätzlich beschäftigt, kannst Du ja auch mal nach „Helma Sick“ suchen. Sie ist die Frau für das Thema Finanzen bei der „Brigitte“. Wie gut oder wie schlecht sie informiert, kann ich nicht beurteilen – ich stolpere halt gelegentlich über ihre Artikel in diesem „Glanzstück weiblicher Lifestyle-Informationen“, das bei uns zu Hause rumliegt und in dem ich gelegentlich heimlich stöbere 😉 . Kompletten Mumpitz schreibt sie auf jeden Fall nicht. Die Brigitte hat übrigens auch ein Unterforum mit Finanzthemen, in dem es meines Erachtens nach auch sehr gute Ratgeberinnen gibt.
            Aber hier im Kreise der Finanzblogger/-innen findest Du eigentlich auch zu jedem Thema passende Hilfe – warum also in die Ferne schweifen??

            Lieben Gruß
            Dummerchen

          • Christina sagt:

            Wie soll ich Dich eigentlich ansprechen? Liebes Dummerchen geht mir echt nicht über die Tastatur :) Ich habe eben zu einem mega Kommentar angesetzt – und dann festgestellt, dass sprengt echt den Rahmen der Kommentarfunktion hier. Du hast mich also eindeutig inspiriert… zu einem Blogpost. Merci vielmals dafür!!! Dafür liebe ich Blogs einfach. Diesen Austausch bekommst Du in keinem Magazin der Welt. LG, Christina

          • Dummerchen sagt:

            Hallo Christina,
            Liebes Dummerchen darfst du mich gerne nennen. Besser als „böses Dummerchen“

  7. Dr. Dax sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,

    toll, dass Du meine Fragestellung so schnell in ein neues Thema verarbeitest und ausführlich beantwortest hast. Danke dafür!
    Ich denke, Du hast es auf den Punkt gebracht. genauso wie Du bin ich ebenfalls passiver Investor – und genau das sollte ich denke ich mal wirklich beherzigen.

    Danke noch mal und Dir ein schönes WE!

    p.s. …vielleicht kann ich zukünftig noch zu weiteren Beiträgen inspirieren :-)

    • Fräulein Zaster sagt:

      Gern geschehen! Ich freu mich immer über Beitrags-Inspiration, also immer her damit. Gerade Nicht-Erklär-Beiträge schreiben sich wesentlich leichter (und schneller 😉 ) als wenn man beispielsweise einen Finanzbegriff verständlich rüberbringen möchte. Also noch einmal danke für die Idee!

      Die auch ein schönes Restwochenende! :-)

  8. Rene sagt:

    Meistens kommt es anders als man denkt…Ich bin schon gespannt, wie sich die neuen Aktionäre, die nach dem Finanz-Crash 2008 eingestiegen sind und noch nie einen Crash mitgemacht haben, reagieren werden. Wir werden es an den Kursen sehen.

    Wenn alle sagen, sie halten durch und verkaufen nicht, dürften ja auch die Aktien nicht fallen ;o)

    In einem Crash sieht nämlich alles ein wenig anders aus. Ich erinnere mal an Banken, die „nie“ Pleite gehen sollten, an offene Fonds, die mit einmal doch geschlossen wurden und Anleger kein Geld bekamen… Beobachten werde ich, ob die „Geld-Einsammelstellen“ von ETF´s wirklich so sicher? Schaun wir mal…auch ich bin weiter gelassen…das Hamsterfell ist schon etwas strubbliger durch einige Crash´s.

    Auf alle Fälle bin ich auch nicht mehr so dicht am Markt. Positionstrading ist ausgesetzt und Dividenden-Investieren sowie Trendfolge auf Wochen- und Monatschart´s sind halt entspannter. Wenn alle wissen und erwarten, dass es jetzt losgeht, ist es noch zu früh ;o)

    • Fräulein Zaster sagt:

      Rene, wir zwei leben auf völlig verschiedenen Investment-Planeten. Wir sollten lieber mal wieder einen Wein trinken gehen, statt über ETFs zu streiten 😀

      • Der Malachit sagt:

        Mein Fell ist wahrscheinlich auch so struppig wie das von Rene. Ich weiß genau was er meint. Wenn von 100 investierten Euro noch 10 da sind, ein Fond nach dem anderen dicht macht und die Depotbank dich fragt, ob sie die letzten 10 Euro auf dein Verbindungkonto überweisen sollen oder in einen wieder neu aufgelegten Fond, dann ist es fast egal, wie du dich entscheidest. Alles was raschelt kann sich schneller in Rauch auflösen als sich das die meisten jungen von Enthusiasmus ergriffenen Investoren überhaupt vorstellen können.

  9. Hallo Alexandra!

    Meiner Meinung nach ist das wichtigste, an seiner Strategie festzuhalten.

    Ich bin aber auch der Meinung, dass jetzt nicht der große Crash kommt. Und wenn doch, ist es mir auch recht. Ich nutze die günstigen Preise, um nachzukaufen. Man merkt, auch ich bin tiefenentspannt.

    MFG Philipp

  10. Bonanza sagt:

    Ich denke für die meisten wird passives Investieren vom zeitlichen Aspekt aber auch vom Erfolg her am besten sein. Leider sind wohl nur wenige so Börsenerfahren und kennen wie es sich anfühlte im letzten Quartal 2008. Überall hörte und las man nur vom Zusammenbruch, dem konnte man gar nicht entgehen, selbst wenn keine Börsenmedien konsumiert wurden.
    Viele haben dann gaaanz lange durchgehalten, schließlich ist man ja „Buy and Hold“ Anleger. Aber viele haben dann doch dem medialen Druck nachgegeben und entnervt verkauft.
    Warum schreibe ich das? Nun, das was wir momentan sehen ist kein richtiger Crash. Ich würde jedem empfehlen ein solches „Crashszenario“ wie 2008 mit seinem Portfolio durchzurechnen. Wer nicht mit einem monetären Pipifax an der Börse ist sondern 50% seines Altersvorsorgevermögens dahinschmelzen sieht, sollte sich damit auseinandersetzen.
    Der Punkt auf den ich hinaus will ist, es macht einen Riesen Unterschied ob zum Beispiel in dieser Woche 1000€ oder 20.000€ Buchwertverlust stehen. Die 20tsd sind realistisch 😉 ein entsprechendes Portfolio vorausgesetzt. Wenn dann ein richtiger Crash um die Ecke kommt können die Buchwertverluste nicht mal eben durch hohe Sparraten kompensiert werden. Selbst als „Gutverdiener“ und monatlichen Sparraten über 2000€–das dauert dann–

    Ich habe selber Fehler gemacht und einen Teil in der Krise verkauft. Zum Einstieg wird an der Börse nicht geklingelt! Bis wieder grüne Zahlen im Depot stehen dauert dann wieder ein paar Jahre. Um also eine solche Phase als Buy and Hold Anleger durchzustehen, braucht es einen erfahrenen Anleger der so etwas schon erlebt hat. Zum Beispiel Tim Schäfer (http://timschaefermedia.com) , seine Beiträge im Archiv Nov. 2008 zeigen wie es sich anfühlte.
    Für mich habe ich mittlerweile eine passive ETF Strategie gefunden, die durch regelmäßige Ausschüttungen das „durchhalten“ auch im richtigen Crash erleichtert.
    Hoffentlich bleibe ich so tiefenentspannt wie du Alexandra, auch im größten Crash.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hachja. Ich bin hin und her gerissen. Eigentlich wünsche ich mir keinen Crash wie 2008, viele Anleger würde das in Verzweiflung stürzen und nicht wenige in den Ruin – sowas sollte man also nicht herbeisehnen. Allerdings bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass man erst dann von den „Altanlegern“ für voll genommen wird, wenn man einmal mitgecrasht ist – und auch wenn ich es nachvollziehen kann, muss ich gestehen, dass mich das ein wenig wurmt. 😉

      • Das eine ist Theorie und das andere ist Praxis. Pläne kann man immer vorher schmieden, die Feuertaufe kommt, wenn man dabei ist ;o)

      • Finanzwesir sagt:

        Hallo Fräulein Zaster,
        na ja, das ist halt das „Veteranen“-Syndrom 😉
        Zum Teil sicher berechtigt, denn „Taten sprechen lauter als Worte“, wer einen Crash mitgemacht hat und danach immer noch investiert ist, hat seine Feuertaufe bestanden.
        Zum Teil natürlich auch der Stolz bei der großen Schlacht von 2000, als die Dot-com-Blase platzte, dabei gewesen zu sein….

        Aber mach Dir nichts draus, das ist das übliche Totschlagargument „Ich hab aber mehr Lebenserfahrung“, das ihr Jungen immer von uns Alten zu hören bekommt. Das habe ich als junger Mensch immer gehaßt, weil man dagegen nichts sagen kann, außer „Wer sagt, dass eure blöde Lebenserfahrung heute noch was wert ist“. 😉

        Finanzwesir

        • Sunny sagt:

          Haha, ich bin ja -eigentlich- ganz neu an der Börse, aber die Dotcom Blase hab ich auch mitgemacht :-).

          Mein damaliger Freund hat in einer dieser Firmen gearbeitet und kam an Vorzugsaktien. Also hab ich damals für 2000 DM Aktien von dieser einen Firma gekauft, zugeschaut, wie sie ins unermessliche stiegen und dann auf Null abstürzten.

          Ich kann mich immernoch beömmeln über so viel Blödheit – oder sagen wir: Naivität:-).

          Bin ich jetzt Veteranin oder Greenhorn?

          Immerhin war ich mir des Risikos bewusst und hab mit einer Summe gezockt, die ich verschmerzen konnte…

        • Rene sagt:

          Hi Finanzwesir zu denken alles zu wissen, könnte auch ein „Jüngling-Syndrom“ sein, aber läuft…jeder ist volljährig. Allerdings musste ich mein Geld nicht erst anderen Finanzakrobaten in die Hand geben, um zu lernen, wie die mein Geld verbrennen können ;o) Ärger Dich nicht, lass die Vergangenheit los…

  11. Sunny sagt:

    Hallo Alexandra,

    mein noch sehr junges Depot mit zwei Sparplänen auf MSCI World und MSCI Emerging Markets ist von Beginn an (Oktober) konsequent im Minus. Aktueller Rekord: -11%. Ich bin passive Anlegerin und lasse alles wie es ist. Da ich zur Zeit etwas mehr Geld übrig habe laufen sogar noch zwei zusätzliche befristete Sparpläne. Sparpläne deshalb, weil die bei der DAB kostenlos sind.

    Leider bin ich nicht passiv genug, um gar nicht ins Depot zu schauen ;-), aber bisher kann ich es mir gelassen anschauen. Ich hoffe, das bleibt so. Bin sehr gespannt, wie sich die Lage entwickelt.

    Liebe Grüße
    Birgit

    • Fräulein Zaster sagt:

      Habe gerade nachgesehen. Ich bin jetzt auch mit 10% im Minus. Nur meine Royal Bank of Scotland Anleihe ist mein treuer grüner Gefährte. Meine schlechteste Position ist BASF mit 26% Minus. Tjajaaa. 😀

      • Patrick sagt:

        Ich habe 2 deutsche Werte, BASF und BMW. Genau die zwei hats hart erwischt :) Ich bin erst seit ende Oktober in die Aktienwelt eingestiegen und hoffe nicht das ich genau vor einem Crash eingekauft habe. Verkaufen werde ich aufjedenfall nicht, das Geld brauche ich nicht aber etwas schmerzen tut es schon :)

        • Sebastian sagt:

          Ich habe im Dezember 2008 auch in BASF investiert (Timing? Schön wärs….aus Steuerlichen Gründen habe ich da meine verbliebenen Euros investiert, ich habe mitgecrashed und es war sehr lehrreich).
          Jedenfalls habe ich den Kaufpreis schon alleine durch die jährlich steigenenden Dividenden wieder raus + immer noch kräftiger Kursgewinn.

          Ich denke solange es eine weltweite Nachfrage nach den Produkten von BASF gibt, wird auch weiter fleißig Dividende gezahlt….somit ein prima passives Investment und einer der größten Posten in meinem Depot. Da sind mir dann auch die Kursschwankungen egal :) Basierend auf dem Kaufkurs von 2008 gab es letztes Jahr satte 10,4% Dividenenrendite mit BASF – ein Glücksgriff genau zur richtigen Zeit.

          Ich denke mal Langfristig wird BASF auch weiter Freude machen….beim aktuellen Kurs wären es ja immer noch 4,3% Dividenenrendite bei gleichbleibender Dividende.

  12. Ex-Studentin sagt:

    Ich mach mir kaum Gedanken um mein Depot, eher Sorgen um meinen Arbeitsplatz. Aber aktuell sind wir noch weit davon entfernt von einer Krise zu sprechen. Abwarten und Tee trinken ist mein Motto. Vielleicht erhöhe ich meinen Sparplan auch ein wenig, wenn es so weiter geht.

    • Fräulein Zaster sagt:

      So fleißig wie du bist, mache ich mir da wenig Sorgen um dich – selbst wenn der Job mal wegfallen sollte. :-)

  13. Gerhard sagt:

    Hallo Alexandra,
    sehr vernünftig Deine Antworten, mein Respekt vor so viel Reife in Finanzdingen!
    Eine langfristig angelegte Anlagestrategie (hier passives Investieren) baut auf der Tugend der Gelassenheit und verträgt sich nun einmal absolut nicht mit einem durch Sensationsmeldungen getriebenen hektischen Agieren.
    Zu einer solch stoischen Haltung gelangt man aber erst, wenn einem „GELD“ als absolut bestimmender Wert im Leben letztendlich unwichtig geworden ist. Liebe, Gesundheit, Freiheit und Frieden fallen mir für mein Leben als sehr viel wichtigere Werte ein. Geld ist dabei lediglich ein Werkzeug, ein Mittel zu Zweck. Zu einem Werkzeug sollte man deshalb auch kein emotionales Verhältnis aufbauen.

    Wer aber aus seinem Werkzeug (Finanzanlagen) unbedingt einen Fetisch machen will, den nenn ich dann aber auch einen Finanzpornografen!

    • Fräulein Zaster sagt:

      Und damit lieferst du Christina die wahrscheinlich beste Definition für Finanzpornografen. :-)

      Ich bin jedesmal ein wenig peinlich berührt, wenn man mich und Reife in ein und demselben Satz nennt. In könnte dir nicht einmal sagen, woran das liegt. Wahrscheinlich, weil ich ein Quatschkopf bin und unglaublich unstoisch sein kann, wenn mal etwas nicht rund läuft. „GELD“ hat aber bislang noch keine Macht über mich, auch wenn ich es als spannendes Thema betrachte. Mich treiben andere Faktoren. Du hast sie genannt. Danke Gerhard.

  14. Max sagt:

    Stefan schrieb am 8. Januar 2016:
    „Mir macht es viel Spaß zu versuchen, die richtigen Einzelwerte zur richtigen Zeit zu kaufen.“

    Genau so ist es bei mir auch. Ich habe in letzter Zeit viele Öl-Werte gekauft. Ich kann mich noch an die Zeitungs-Artikel vor zwei Jahren erinnern, die behaupten „das Öl wird nie mehr billig“. Und jetzt? Das Öl ist billig wie schon lange nicht mehr.
    Ich denke es wird irgendwann auch mal wieder teurer und meine Öl Werte gehen ab wie die Luzie…. wir werden sehen.

    Aber zum Thema Crash (nur meine Meinung):
    1.) wir haben seit 2008 keinen Crash gesehen
    2.) es gibt keinen Grund für einen Crash solange soviel Liquidität durch das bilige Geld am Markt ist
    3.) keine kann sagen wann ein Crash kommt

    Ein Crash der der mehr als ein Jahr dauert zehrt an den Nerven. Deshalb habe ich folgende Regeln:
    1.) ich bin diversifiziert und habe keinen Kredit
    2.) ich lese, wenn der Crash da ist meine Lieblingsbücher „Kostolany: Die Kunst über Geld nachzudenken“ und „Benjamin Graham: The intelligent Investor“. Das bringt mich psychisch wieder in die Spur :-)
    3.) Ich werde meine Strategie beibehalten und weiterhin mein Portfolio ausbalancieren.
    4.) Mir ist bekannt, dass das dennoch schwierig wird, da ich 2001-2003 erlebt habe und das hat sich schlechte angefühlt, als ich vorher gedacht hatte.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Sich mit Büchern psychologisch wieder in die richtige Spur bringen finde ich ein geniale Idee! Jetzt wo ich drüber nachdenke, mache ich das auch jetzt schon immer, wenn ich unmotiviert bin, aber eigentlich viel erledigen müsste – dann lese ich Motivations-Blogs. Die einen nenne es „Prokrastination“, ich nenne es „Anlauf holen“! 😉

    • Jasper sagt:

      Das billige Geld ist doch gerade die Ursache für Blasen und Crash´s… Ich finde genau das eher beunruhigend!
      Es wird sich seit Jahren Zeit gekauft und das erschreckendste ist ja gerade, dass dann die alt bekannten Rezepte nichtmehr wirken, da die westlichen Staaten zu verschuldet sind um die Rezession zu „bekämpfen“.

      Ich bin sehr positiv gestimmt was die langfristige Zukunft angeht, aber was die letzten Jahre und gerade aktuell abgeht ist gruselig.

      Man kann nur hoffen, dass man bei einer Pleite größerer Euroländer und der damit verbundenen Krise nicht zu hart enteignet wird… Siehe Zypern. Am Ende stellen sich Schäuble oder Gabriel hin und sagen das wir alle unseren Beitrag leisten müssen, vor allem die „Reichen“ (Die, die ihr Geld gespart haben anstatt es auszugeben) und uns mit 30% auf alle Vermögenswerte zur Kasse bittet.

      Das ist für mich der einzige Grund, warum ich aktuell Gold und Bitcoin interessant finde, da man hier zumindest einigermaßen Vorkehrungen treffen kann damit man nicht enteignet wird.

      Aktien/ETF-Käufe im Crash finde ich super, aber aktuell ist es mir etwas zu heikel und ich habe bis auf ein paar Sparpläne alles auf ein Minimum heruntergefahren.

      • Der Malachit sagt:

        Hallo Jasper! Genau dieses Szenario deutet sich an. Die politische Situation wird zunehmend instabiler. Der eingeschlagene Weg zu einer europäischen Großmacht unter deutscher Führung, mit einheitlicher Währung und französischen und britischen Atomwaffen scheint am nationalen Widerstand der Provinzen zu scheitern. Das wird sich zwangsläufig auch auf die Wirtschaft und Aktienmärkte auswirken. Die Geldruckmaschinerie, die die Börsenkurse aufgeblasen hat, läuft in Europa weiter und muss sich irgendwann korrigieren. Die Maßnahmen, die du beschrieben hast werden genau so oder in ähnlicher Form auf uns zu kommen. Nicht Rendite sondern Absicherung des Erreichten sollte für uns die finanzielle Strategie sein.

        • Rene sagt:

          Ich finde das Video von Ray Dialo „Wie Wirtschaft funktioniert“ genial. http://dividendenhamster.de/wie-funktioniert-wirtschaft-von-ray-dialo/ Insbesondere der letzte Teil zeigt, wie sich Wirtschaft kombiniert mit Unruhen und Kriegen verhalten können. So ein Video müsste man in den Schulunterricht einbringen, oder liege ich hiermit falsch?

          • Der Malachit sagt:

            Habe mir das Video angeschaut und stimme dir voll und ganz zu! Als ehemaliger Lehrer bin ich übrigens auch der Meinung, dass es ein Schulfach im Schulfach Wirtschaft viel mehr um individuellen Umgang mit Geld, Konsum und die Befreiung aus finanzieller Abhängigkeit geben sollte. Aber genau das wäre aus gesellschaftlicher Sicht kontraproduktiv und ist deshalb nicht durchsetzbar.
            Der Malachit

        • Rene sagt:

          Hi Malachit,

          da wir ja gerade beim Thema Video „Wie Wirtschaft funktioniert“ und dem Thema Finanzwissen sind, bringt es sicherlich Sinn, sich mit dem neuen Börsenfilm „Big Short“ tiefgründiger zu beschäftigen. http://dividendenhamster.de/the-big-short-kinofilm/ Leider werden das die wenigsten tun.

          Ich bin gerade dabei noch weitere Börsenfilme zu analysieren. Wenn man die Manipulation erkennt, die dahinter steckt, kann einem nur noch schlecht werden. Andererseits kann ich nur jedem empfehlen sich damit einmal auseinander zu setzen. Auf alle Fälle fühle ich mich darin bestärkt nur „reine“ Produkte wie beispielsweise Aktien als Hauptfokus für den längerfristigen Anlagehorizont zu wählen.

          Schaut man sich nämlich einmal die Filme genau an ist die Manipulationsmöglichkeit bei „erstellten Trading- und Investment-Produkten“ wesentlich größer. Achtet bei dem Film „Big Short“ mal auf die Aussagen von „physischen und synthetischen“ Produkten und was dort abging.

          Selbiges findest Du im Börsenfilm „Inside Job“…

          Fazit: Alles Geld an der Börse ist Risiko-Kapital. Aus diesem Grund kann aus meiner Sicht Börse nur EIN Baustein einer „Passiven Einkommensquelle“ sein. Da gibts sicherlich noch mehr zu sagen, aber ich will auch keinen langweilen ;o) Vergesst also nie das GESAMTBILD Eures Vermögen & Einkommens, auch hier ist Risikostreuung gefragt.

    • Möchtegernprivatier sagt:

      „1.) wir haben seit 2008 keinen Crash gesehen“
      Es ist interessant, dass sich kaum jemand an den Crash in 2011 erinnert. Dax und Eurostoxx sind damals um rund 30% gefallen. Die Angst ging um, dass weitere europäische Staaten pleite gehen könnten (Spanien, Italien, Frankreich). Viele meinten das Ende des Euro sei nahe. Die Ursache für diesen Gedächtnisschwund ist wohl die Tatsache, dass die Finanzkrise in 2008 sehr viel heftiger war. -30% verblassen da schnell.

      • Henry sagt:

        Die Schwankungen an der Börse werden durch die Menge an Kapital sicherlich grösser werden oder sie sind es schon geworden. 30% wird zum guten Ton gehören. Wenn man sich dran gewöhnt hat, wird es eines Tages dann richtig in den Keller gehen…mal gucken ob man vorher draussen ist ;o)

      • Der Malachit sagt:

        Die Vorstellungen von einem Crash scheinen ziemlich weit auseinander zu liegen. 30% sind zwar schmerzhaft aber nicht wirklich dramatisch. Ich hatte 2000/2001 für 5000 DM Fondanteile gekauft und die von den laut Test besten Fondmanagern gemanagten Fonds ausgesucht. Ich habe ihnen vertraut und lange durchgehalten. Dann bekam ich ein Schreiben von der Depotbank. Darin haben sie mich gefragt, ob sie, nachdem der Fond von der Fondgesellschaft geschlossen worden ist, die übrig gebliebenen 236 inzwischen Euro auf mein Verbindungskonto überweisen sollen oder, ach wie großzügig, ohne die sonst üblichen Ausgabeaufschläge in einen nun neu aufgelegten Fond anlegen sollen.
        Weist du, was ich daraus gelernt habe? In der Finanzkrise 2007/08 habe ich nicht einen einzigen Euro durch Anlagen bei Banken, Fonds oder Aktien verloren. Und jetzt bin ich kein Möchtegernprivatier, sondern lebe als echter Privatier von Renten, Mieteinnahmen und der Ausschüttung von Festanlagen. Werde mit Kreditangeboten diverser Banken überschüttet, kann meine Kinder unterstützen, jeden Monat fast 1000 Euro sparen und wir fahren zwei MB. So lässt es sich wirklich leben und jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue, könnte ich vor Freude quieken. Dann habe ich nämlich bereits 75 Euro an Einkommen generiert.
        Ich mache nur noch das, was mir Vergnügen bereitet. z.B.: schreibe ich dieses Blog: http://reichwerdensite.wordpress.com
        Einen schönen Tag noch. Der Malachit.

  15. Alexander sagt:

    Naja, ein paar Prozent runter ist kein Crash. Wenn ich da an den Neuen Markt denke, da ist Blut durch die Straßen geflossen. Ich bin zwar nicht richtig aktiv, aber ich habe meine Depot und die Aktien zu verfolgen ist nicht zeitaufwändig. Ich habe nur die Qual der Wahl, welchen Titel ich nachkaufe. Ich investiere jeden Monat mindestens einmal und sollten sich die Kurse halbieren, komme ich meinem Ziel, eine bestimmte Zahl an Aktien von jedem Unternehmen zu besitzen, schneller näher. Im Grunde stören mich sogar die hohen Kurse. Also stur jeden Monat investieren.

    Allerdings bin ich auch gespannt, wenn es mal richtig crasht, wer dann noch dabei ist. Es werden doch einige aufgeben.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Denke ich auch. Und hoffe aufrichtig, dass ich nicht dazu gehören werde. Wäre auch ganz schön blöd, „Sauerkraut“ ist als Blog-Titel nur halb so klangvoll wie „Sauerkraut und Zaster“ 😉

  16. Ralph sagt:

    Noch sieht es ja relativ entspannt aus, wenn ich zurzeit etwas Cash hätte, dann würde ich auch nachkaufen.

    @ Max, deine Strategie finde ich Klasse, Kostolany zu lesen. Wenn es einen Krach gibt und man ist Long im Markt, dann ab ins Kaffee 😉

  17. Oliver sagt:

    Lustig, wie von Crash geredet wird. Schauen wir doch mal: Der DAX ist etwa 20% unter dem Höchststand, der DOW etwas mehr als 10%. Einige Aktien speziell bei den Rohstoffen und Öl sowie amerikanische Finanzwerte haben stärker gelitten. Das wirtschaftliche Umfeld ist gegenwärtig gespannt durch China und diverse Krisen. Es kann also durchaus sein, dass 2016 insgesamt kein Boomjahr wird. In diesem Jahr hat wohl jeder, der investiert ist, an Buchwert verloren. Trotzdem ist die Situation heute weit weg von einem Crash, da die Indizes noch nicht so weit zurückgekommen sind. Wir haben gegenwärtig nichts anderes als eine rückläufige Phase, die ich persönlich sogar sehr vorteilhaft empfinde.

    Warum vorteilhaft, wenn ich persönlich tatsächlich Buchwerte verliere? Und das war schon ein bisschen was. Weil ich immer noch in der Ansparphase bin wie so ziemlich jeder hier. Und da haben rückläufige Entwicklungen einen unschätzbaren Vorteil: Ich bekomme für die gleiche Summe mehr Aktien oder Anteile. Herrlich, ich fühle mich wie ein kleiner Junge in der Spielzeugabteilung, der sich zwei Bagger mitnehmen darf, weil man zwei für einen bekommt. Das entspannt mich nicht, sondern macht mich glücklich :). Für mich darf es gerne weiterhin rückläufig sein. Das bringt mich über die Zeit wesentlich schneller ans Ziel als wenn ich z.B. mir die Phase bis letzten April anschaue. Da wusste ich manchmal gar nicht mehr, was ich kaufen sollte, so schnell sind die Kurse gestiegen. Jeder, der irgendwo am Anfang oder seid ein paar Jährchen dabei ist, sollte in aller Ruhe möglichst viele Bagger äh. Aktien/Anteilsscheine sammeln und die Buchwerte einfach ignorieren. Langfristig gehen die Börsen nach oben und Korrekturphasen sind i.d.R. viel kürzer als steigende Märkte. Auf zu neuen Taten.

  18. Meine Devise: Einfach kurz abwarten und nachkaufen.

    • Dr. Dax sagt:

      Hallo,
      Eine Frage hierzu: was heißt für dich „kurz“ abwarten? Ich möchte auch nachkaufen, bin mir aber unschlüssig ob bereits morgen (also auf jetzigem Niveau) oder ob ich noch auf weiter fallende Kurse spekuliere. Wann kaufst du nach?
      VG

      P.s. du hast einen tollen blog. Mich würde dein depot sehr interessieren

  19. plutusandme sagt:

    Naja , toll ist so ein Absturz der Börse nicht, aber wann wollt Ihr denn sonst nachkaufen ?
    Bei solch einer hohen Voalität kann man schnell nervös werden, auf jeden Fall lernt man seinen persönlichen Wohlfühlfaktor kennen.
    Selber haben wir nun auch schon einige Downs mitgemacht und auch schon mal so richtig Geld versenkT ( Bremer Vulkan oder Cargolifter ) trotzdem finden wir uns immer an der Börse wieder.
    China finde ich garnicht so dramatisch. Kritisch schätze ich die sehr hohe Geldmenge, die im Umlauf ist , ein.
    Siehe hierzu auch den oben erwähnten Buchtitel von Kosto “ Die Kunst über Geld nachzudenken“ .
    Reagieren würden wir, wenn ein EU Mitglied austreten möchte. ( Steht ja bald eine Umfrage an )

    P.S. Bremer Vulkan haben wir uns übrigens aushändigen lassen ( was schwei…teuer war ) und als „Mahnbild“ im Büro hängen

  20. Phil sagt:

    So, dann möchte ich auch erstmalig meinen Senf zur Geschichte geben 😉 Zunächst einmal: sehr schön geschriebener Blog, Alexandra!
    Zum Thema Crash: Eine Niedrigzinspolitik ist kein schlechtes Mittel, um die Investitionsbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Häuser werden gebaut, neue Autos gekauft, Kredite aufgenommen und teils auch mit geliehenem Geld an der Börse spekuliert. Nachdem Frau Yellen lange Zeit unter dem Druck stand, als Entscheidungsschwach zu gelten, haben die USA am 16.12.2015 nun doch eine leichte Erhöhung der Leitzinsen verpasst bekommen. Als Konsequenz kommen viele Anleger, die mit geliehenem Geld spekulierten nun in die Bredouille, ihre Kredite nun doch lieber früh als spät zurückzuzahlen und ziehen somit ihr Geld aus dem Aktienmarkt. Auch Menschen, die wegen niedriger Zinsen auf Sparguthaben in die Börse eingestiegen sind, um eine etwas bessere Rendite zu erzielen, werden, sobald es wieder höhere Zinsen auf Tages- und Festgeldanlagen gibt, wieder aussteigen. Auf Dauer lässt sich meines Erachtens eine Niedrig- Nullzinsphase nicht halten und mit der nächsten Leitzinserhöhung rechne ich mit einem weiteren Fall der Märkte um 8-12%.

  21. Der Malachit sagt:

    Wahnsinnig interessantes Blog, das ich leider erst heute zufällig entdeckt habe. Wegen der vielen Kommentare kann man sehr unterschiedliche Ansichten verfolgen. Das bringt uns allen eine klarere Sicht auf die Dinge. Lieber zehn mal über etwas diskutiert als ein mal geschossen. Die Entscheidung muss aber jeder für sich selbst treffen.

  22. An den großen Crash glaub ich noch nicht.

    Es ist zwar derzeit ziemlich viel rot im Depot aber ich bin wie du noch tiefenentspannt und beobachten den Dividendenkalender :-)
    Durch die Kursrückgänge kann man derzeit einige Positionen durchaus günstig nachkaufen .
    Einfach nicht stressen lassen und die täglichen Börsenmeldungen ignorieren !

  23. Thomas sagt:

    „Ich bin momentan absolut tiefenentspannt, was meine Investments angeht.“

    Das ist glaube ich einer der wichtigsten Dinge, wenn man Geld anlegt.

    Wer will schon sein ganzes Leben Angst haben und nicht richtig schlafen können, „nur“ weil es um ein paar Prozentchen mehr geht. Eine hohe Rendite ist schon immer ganz nett, aber ein gesunder Schlaf und Alltag ist mindestens genauso wichtig.

    Ein Grund, warum mit das Buch von Grottfried Heller so gefallen hat. Darin thematisiert er unteranderem dieses Thema. Kein Wunder, der Mann hat ja auch schon einiges gesehen und erlebt an der Börse – und gleichzeitig eine Menge Erfahrung im Leben.

    Zu deiner Frage: Ob aktiv oder passiv – bist auch du immer noch tiefenentspannt?

    Ich versuche meinen Alltag so spannend und abenteuerlich (im positiven Sinne) zu machen wie möglich. So bin ich viel im „Flow“ und mich interessiert die Börse nicht im geringsten.

    Gleichzeitig vermeide ich die ganzen Schreckensmeldungen, in dem ich eine Nachrichten-Diät halte. Geistiges Abspecken tut ganz gut und befreit ungemein. 😉

    Gruß
    Thomas

    • Der Malachit sagt:

      Hallo Thomas!
      Weiter so, denn genau das ist es, was Lebensqualität aus macht – das ruhige Schlafen und gesunde Ernähren. Wer dann noch ein paar sichere Reserven angelegt hat, an die die Börsengurus bei ihrem auf und ab nicht heran kommen, ist das eigene Leben lebenswert. Die Überschüttung unseres persönlichen Selbst mit für die Gesellschaft wichtigen Themen und die damit verbundene Manipulation ist für das eigene Leben eher unbedeutend. Wer sich allerdings davon angesprochen fühlt und sich von den an den politischen Schalthebeln Sitzenden einspannen und ausnutzen lässt, ist selbst Schuld, wenn deren Probleme in ihr persönliches Leben eingreifen und es vergiften.
      Und mal ehrlich. Welche Bedeutung hat es denn für mich persönlich wirklich, ob Herr Daldrub, Herr Brachmann, Herr Lüderitz oder sonst wer in Magdeburg ein Plätzchen im Landtag abstauben, um einmal die in meinem Wahlbezirk sich um die Plätze rangelnden Politiker beim Namen zu nennen. – Es hat für mein Leben überhaupt keine Bedeutung!
      Der Malachit.

  24. Johanna O. sagt:

    Schöne Stratergie! In solchen Phasen schichte ich immer um. Kaufe mit ein wenig mehr Risiko. VW-Aktie unter 100 Euro? Die nehme ich im großen Stil mit. Klar, dass ist riskant, aber wirft auch tolle Rendite ab. Außerdem neige ich auch immer dazu in solche Phasen mehr Geld in den Forexmarkt zu pumpen. Erfahrungsgemäß ist die Volatilität hoch, wenn sie es auch am Aktienmarkt ist. Braucht zwar 1-2 Jahre bis es mit den Divisen läuft, dann aber ganz okay. Meine Ausbildung habe ich auf http://www.tradac.info genoßen, dort wurden mir die ersten Grundlagen klar gemacht. Den Rest habe ich dann durch Screentime mit bekommen. So wie soviele Leute =)

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