Mein einziges Ziel für 2016 und was es mit Immobilien zu tun hat

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54 Responses

  1. Liebe Alexandra!
    Erst einmal möchte ich dir wirklich Respekt zollen, dass du so ein privates Thema zu einem Artikel verfasst!
    Zunächst einmal würde ich das so wie du es gemacht hast, strikt zwischen Emotionen und Vernunft trennen…
    Das dabei deine Mutter (ich wünsche ihr aus vollem Herzen die bestmögliche Gesundheit ) nach Berlin zu dir ziehen möchte, ist schon einmal enorm hilfreich!

    in Sache Immobilie würd ich wiefolgt vorgehen: Erst einmal würde ich von einem Fachmann die Immobilie im Hinblick auf Verkaufswert, Mieteinnahme und anfallenden Renovierungen schätzen lassen. Danach kannst du mit diesen Zahlen, die möglichen Szenarien durchspielen….

    Was ich aber persönlich kenne ist, dass eine Immobilie zu vermieten, die weit weg ist, leider nicht optimal ist….
    Man kann nicht eben schnell nach dem rechten sehen….

    Alternativ kannst du im Falle der Vermietung mit einer Hausverwaltung zusammenarbeiten. Diese senkt aber dann natürlich die Rendite…

    So oder so – ich wünsch dir ganz viel Erfolg dabei! Nimm dir genügend Zeit die richtige Entscheidung zu treffen…

    • Fräulein Zaster sagt:

      „Was ich aber persönlich kenne ist, dass eine Immobilie zu vermieten, die weit weg ist, leider nicht optimal ist….“
      Hast du selbst eine Immobilie, die du vermietest?

      Ich habe gerade einen Folgebeitrag zu diesem Artikel veröffentlicht, wo ich auch sage, dass ich im Fall der Fälle mit einer Verwaltung zusammenarbeiten werde. Die dadurch sinkende Rendite ist schon einkalkuliert. Sicher ist sicher 😉

  2. Hallo Alexandra!

    Der Artikel ist sehr emotional geworden. Solche Artikel lese ich gerne. Ich sehe gern, wie du deiner Mutter zur Seite stehst.

    Nun zu deiner Frage: In der derzeitigen Lage würde ich die Immobilie eher verkaufen als vermieten.

    Die Immobilienpreise sind gerade sehr hoch. Wann du nicht jetzt verkaufst. Wann dann?

    Außerdem entsteht durch die Vermietung ein enormer Aufwand. Das hast du ja selbst gesagt.

    Ich weiß, ich weiß. Ich bin erst 19. Aber meine Mutter vermietet ein Haus. Jetzt bekomme ich einiges mit.

    Wie gesagt, ich würde dir empfehlen zu verkaufen.

    MFG Philipp

    • Fräulein Zaster sagt:

      Leider sind die Immobilienpreise auf dem Land nicht so gestiegen, dass sich ein „Wenn nicht jetzt, wann dann“-Gefühl einstellt. Aber was sagt denn deine Mama zum Thema vermieten? Hat sie da Vorkenntnisse, oder hat sie das einfach privat selbst in die Hand genommen?

  3. Hallo Alex,
    zuerst mal finde ich es mutig aber auch gut, dass du so persönlich wirst und uns in deine privatesten Dinge einweihst. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, gerade in solchen Momenten, den meisten positiven Zuspruch zu erhalten.
    Zur Thematik möchte ich dir keinen Tipp im eigentlichen Sinne geben. Dafür ist das Thema zu speziell und ich kenne ja nur die Details aus dem Artikel.
    Vielmehr möchte ich dir meine Sichtweise auf dieses Thema zeigen, die sicherlich nur eine von vielen ist. Sie bietet dir aber maximale Flexibilität und Sicherheit. Anhand dem, was du bzgl. deiner Mutter beschrieben hast, wirst du dies in Zukunft sicherlich brauchen.
    Betreuung und Pflege kosten nicht nur Geld, sondern auch Kraft, Energie und Zeit. Stell dir vor, du würdest in den nächsten Jahren in diesen Punkten besonders gefordert sein.
    Wie viel kannst du dir von den Punkten noch aufbürden, um sie für eine weit entfernte Immobilie aufzuwenden, wenn du eigentlich schon am Limit bist?
    Klar, eine fertig abbezahlte Immobilie zu besitzen macht dem ein oder anderen sicherlich Spaß. Aber was bringt ein solches Investment mit sich? Sicherlich nicht den besten Mieter der nie etwas zu beanstanden hat. Er wird auch sicherlich nicht durchweg die nächsten 30 Jahre dort wohnen. Mieterwechsel gibt es immer. Mit welchen Kosten in Zukunft zu rechnen ist, mit allen Unwägbarkeiten die auftreten können, wirst du selbst am besten wissen.
    Sich dies zusätzlich ans Bein zu binden finde ich mutig. Ich wäre nicht bereits dieses Risiko in Form der genannten Punkte auf mich zu nehmen.
    Befinden wir uns denn nicht bereits in einer absoluten Immobilienblase? Die niedrigsten Zinsen ever. Die höchsten Marktpreise ever. Das Haus wie du schreibst ist offenbar ein liebevoll erstelltes und hochwertiges Filetstück.
    Daher würde ich die sich mir bietende Chance zum Verkauf nutzen. Ein persönliches und langes Kapitel wird damit abgeschlossen. Neue Probleme, Aufgaben, Kosten und gesundheitliche Auswirkungen entstehen zudem gar nicht erst.
    Wenn dir der Punkt Immobilie dennoch wichtig ist, könntest du das Kapital in viele gute Immobilienunternehmen investieren. Du bist sogar in der Lage nur Teile des Kapitals einzusetzen und Schrittweise zu investieren. Dies ist ein Vorteil dem gegenüber steht, das gesamte Kapital in nur einer Immobilie zu halten, die gleichzeitig Kosten verursacht, welche dann aus anderen Einnahmen gedeckt werden müssen.
    Es gibt unzählige solide Immobilienfirmen die zudem noch attraktiven Dividendenrenditen bieten. Unterm Strich, behaupte ich jetzt mal einfach pauschal, würdest du nach Abzug aller Kosten im Vergleich zu einer alten Bestandsimmobilie, eine doppelt so hohe Nettorendite erzielen. Wie gesagt nach Abzug und Kosten.
    Das Kapital bleibt somit im gleichen Asset-Bereich investiert, bietet dir aber deutlich mehr Flexibilität und Ertrag. Zudem könntest du dich jederzeit und je nach Veränderung deiner privaten Situation dein Kapital umschichten.
    Für mich würde das bedeuten, dass ich mein Kapital weiterhin gut anlege und mir gleichzeitig dadurch keine Belastungen (in welcher Form auch immer) entstehen. Somit kann ich mich auf das konzentrieren, was mir aktuell am wichtigsten ist. In deinem Fall wäre es sicherlich die Betreuung deiner Mutter, mit allem was dazu gehört – Zeit und Geld.

    Und eins möchte ich noch sagen. Ich erlebe es täglich in meinem Umfeld hier auf dem Land. Es gibt sehr viele ältere Menschen die in ihren eigenen Häusern seit Jahrzehnten leben. Aber eins, was sie heute wirklich brauchen, haben die wenigsten. Ausreichend Kapital um sich jede benötigte oder auch gewünschte Hilfe leisten zu können.
    In diesem Sinne, alles Gute für deine Mutter und dass du die richtige Entscheidung für euch triffst.
    Gruß
    Alex

    • Fräulein Zaster sagt:

      Lieben Dank für deine Worte. Ich gebe dir überall recht (außer, was die Immobilien-Blase betrifft 😉 ). All die Punkte und Gefahren und Vorteile/Nachteile haben wir im Hinterkopf. Würde es sich um mein Haus und meine Rendite handeln, würde ich das Haus verkaufen und das Geld anlegen. Weil das ein guter Plan ist, ist das unser Plan B. Plan A ist vermieten – weil es der Wunsch meiner Mutter ist und ich der Erfüllung des Wunsches eine Chance geben möchte. Wenn es nicht klappt, habe ich es versucht, wahrscheinlich trotzdem was dabei gelernt und kann das Haus immer noch verkaufen.

  4. mafis sagt:

    Erstmal Respekt vor dem was du dort tust. Kann aber wohl jeder hier auch gut verstehen.

    Hoffe das klappt gut. Könnte ein paar Kontakte mal wegen Immobilien in Berlin anhauen, wenn du Lust hast?

    Zum Thema Immobilien wird das glaube viele hier irgendwann betreffen. Opa & Oma haben ja auch oft ein Haus, welches sie hinterlassen. Also das Thema kommt wohl auf einige in den nächsten Zeitraum irgendwann mal auf.

  5. bibiana sagt:

    liebe Alex,
    aus unserer Erfahrung mit Hausübergabe und auch mit vermietetem Eigentum kann ich dir
    erzählen, dass eine vermietete Immobilie mit viel Aufwand verbunden ist, besonders wenn man selbst nicht in der Nähe wohnt ( Immobile in Düsseldorf, ich in Hamburg).
    Auch die Erhaltungskosten sind immer wage und können auch gern mal ein riesiges Loch ins Budget reissen.
    in Sachen Haus haben unsere Eltern das Haus zu Lebzeiten schon überschrieben. Das hat den Vorteil, daß
    viele notwenigen Dokumentationen ( Gericht, Grundbuch, Notar, Steuer…) direkt durch dich erledigt werden können.
    Wir haben in Hamburg Makler, die an unserem Haus bzw mehr an dem Grundstück interessiert sind und für solvente
    Käufer Grund suchen. Jeden Monat bieten diese auch Schätzungen unverbindlich und kostenfrei an. Ich würde Makler danach fragen.
    Meine Meinung: in jedem Fall verkaufen, auch wenn es vielleicht schmerzt, aber Immobilien werden derzeit gut gehandelt.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Haus überschreiben ist natürlich interessant. Aber ich habe auch noch eine kleine Schwester und die soll sich nicht übergangen fühlen.

      Vermietest du die Immobilie in Düsseldorf immer noch oder hast du sie selbst mittlerweile verkauft?

  6. DERKRIGR sagt:

    Zu der Thematik auch mein Senf:

    Verkaufen! Unbedingt…!

    Ginge es um ein Mehrfamilenhaus mit 12 Mietparteien sähe das anders aus, aber ein simples Eigenheim ist in meinen Augen nicht wirklich vermietbar – schon gar nicht wenn zwischen Immobilie und Besitzer über 50km liegen.
    Einziger Wermutstropfen wäre die emotionale Bindung an das Objekt.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ein großer Wermutstropfen und der Grund, warum wir Vermieten werden. Das Ziel wird „wirtschaftliches Halten“ sein. Meine Mutter kann so ihr Haus behalten und ich lerne das Vermieter-Handwerk. Humankapital und so. 😀

  7. Hallo Alexandra,
    nach ziemlich langer Zeit will ich hier auch noch mal etwas schreiben. Vielleicht kann Dir meine Erfahrung ja ein wenig helfen?
    Zunächst einmal ist es sicher ein guter Entschluss, das Haus Deiner Mutter aufzugeben. Es wird Deiner Mutter sicher sehr schwer fallen. In dem Haus steckt viel mehr als „nur“ Geld! Es stecken vor allen Dingen Träume, Ideale, Energie, Kraft, Arbeit und Lebenszeit darin. Geborgenheit, Heimat und Selbständigkeit. Freunde und Bekannte. Das alles gibt Deine Mutter auf. Vielleicht ist es schon aus diesem Grund einfacher, einen klaren Schnitt zu machen und das Haus endgültig mit einer positiven Erinnerung zu verkaufen und nicht als Vermieter ständig daran erinnert zu werden (und dies wohlmöglich in Form von Ärger und Problemen).

    Allerdings teile ich die Einschätzung der bisherigen Kommentare nicht. Es mag zwar eine Immobilienblase geben, aber eher nicht in Ostwestfalen auf dem Dorf. Da wollen alle nur weg! So bitter das für Euch sein mag, aber ich würde mich schon einmal auf einen nicht allzu hohen Preis einstellen. Auch die ganze Arbeit, Mühe und sorgfältige Ausstattung mit edlen Materialien, die Deine Mutter in das Haus gesteckt hat, wird bestenfalls nicht honoriert.

    Den „richtigen“ Preis zu finden, dürfte schwierig werden. Es gilt, den Markt kennenzulernen. Und zwar den Markt in genau dieser Gegend und für Häuser in dieser Lage, Alter und Größe. Online-Immobilen-Portale bieten da sicher schon einmal einen ersten Anhaltswert. Dort gibt es auch (recht grobe) Preiseinschätzungen für die eigene Immobilie.

    Bei der Frage, ob mit oder ohne Makler verkaufen, würde ich aus Gründen der Entfernung eher für den Makler tendieren. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass er die Sache (für beide Seiten) verteuert und er natürlich auch seine eigenen Interessen vertritt. Und die lauten „Verkaufen!!“. Und das geht am besten, wenn der Preis niedrig ist… Ich habe in meinem Leben bereits drei Häuser (zur eigenen Nutzung) gekauft und zwei verkauft. Mit und ohne Makler. Die Makler-Provision ist und bleibt ein großes Ärgernis, weil man immer das Gefühl hat, hier wird mit recht wenig Aufwand eine Menge Geld verdient. Und im Grunde ist es überflüssig. Ohne Makler bleibt aber alles an einem selber hängen und das kann seeehr anstrengend sein. Und bei der Entfernung eigentlich nicht machbar.

    Als noch ärgerlicher als den Makler habe ich immer den Notar empfunden! Da wird von den Vorzimmer-Mädels aus fertigen Textbausteinen ein Vertrag zusammengeschustert (10 Min. Arbeit), die Daten von Käufer und Verkäufer und der Preis eingesetzt (5 Min. Arbeit). Die meiste Zeit verbringt der hochbezahlte Notar damit, erwachsenen Menschen beim eigentlichen Termin einen seitenlangen Vertrag Wort für Wort vorzulesen! Und dann dafür eine Summe zu kassieren, die schon unanständig ist. Naja – und den formalen Kram mit dem Grundbuchamt etc. machen dann wieder die Angestellten (kostet natürlich extra…).

    Mir fallen gerade noch -zig weitere Dinge ein (z.B. was man selber vorher machen kann: Grundbuchauszug, evtl. alte Belastungen prüfen und löschen, Bau-Pläne, Grundrisse und Lagepläne besorgen, Energieausweis), aber mein Kommentar soll ja nicht länger als Dein Beitrag werden.

    Ein Makler hat übrigens noch den Vorteil, wenn man so etwas zum ersten Mal macht, dass er einen ein wenig „an die Hand“ nimmt (nehmen sollte) und beide Parteien durch das Prozedere hindurchführt. Wenn man erst einmal einen wirklich interessierten Käufer hat, ergibt sich der Rest aber auch irgendwie von alleine.

    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles Gute!

    Gruß, Der Privatier

  8. Johannes sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,
    ein sehr mutiger Artikel, Hut ab. Ich hätte nicht die „Eier“ gehabt das zu veröffentlichen, da bin ich ganz ehrlich.

    Zur Thematik: Ich würde zu 99% (1% emotionale Bindung zum Haus, falls vorhanden) VERKAUFEN

    Warum?: Das ist eine ganz rationale (finanzielle) Entscheidung im Sinne eines antizyklischen Ansatzes. Wenn alle Menschen gerade Immobilien kaufen (wollen), dann würde ich verkaufen!

    Anmerkung: Wenn man verkauft, sollte man sich auf jeden Fall vorher überlegen, was man mit dem Geld machen möchte. Das klingt ziemlich banal, aber wenn man keine (gute) Möglichkeit sieht es zu investieren, dann sollte man NICHT verkaufen. Im Sinne eines antizyklischen Ansatzes sollte man es (z.B.) eher NICHT in Immobilienunternehmen (etc.) und vielleicht auch nicht in Aktien investieren. Vielleicht 20-30% in Edelmetalle und/bzw Minen-ETFs, die kann ich empfehlen 😉 Was man aber mit den anderen 70% macht, da bin ich jetzt (ganz spontan) auch überfragt.

    Viel Erfolg für dieses schwierige Projekt.
    Mit besten Grüßen
    Johannes

  9. Kann ich gut nachempfinden, vor allem das mit dem „kleinen Zeh am Türrahmen zu stoßen“, das ist mir nämlich vor einer Woche tatsächlich passiert und tut immer noch höllisch weh…

    Ich finde es auf jeden Fall spannend, die weitere Entwicklung zu verfolgen, weil vielen von uns irgendwann vermutlich mal ein ähnliches Problem ins sprichwörtliche Haus steht. Bei mir steht das Haus sogar gar nicht so weit weg von Ostwestfalen, dafür hat das Thema aber hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit, solange meine Eltern gesund sind.

    Viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

  10. Dummerchen sagt:

    Puh, Alexandra! Ich würde Dir gerne mit einem guten Rat zur Seite stehen, aber Immos sind nicht mein Metier. Mir graust es schon davor, wenn in hoffentlich ferner Zukunft bei mir ein ähnliches Problem auflaufen wird.

    Mein Bauchgefühl würde in eine ähnliche Richtung gehen, wie sie schon geäußert wurde: Realistischen Preis ermitteln lassen und das Haus mit einem lachenden und einem weinenden Auge verkaufen. So ist ein echter (vor allem auch emotionaler) Neuanfang möglich, da ein klarer Schlußstrich unter dieses „Lebenswerk“ gesetzt wurde. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es Deiner Mutter fallen muss, diesen Schritt zu gehen – die meisten Häuslebauer wollen ja nie wieder ausziehen. Wie schwierig muss der Schritt dann sein, wenn man sich selbst total in dem Haus verwirklicht hat. Mit einem Verkauf ist der Schnitt aber klar und Du/Sie/Ihr werdet nicht ständig immer wieder (als Vermieter) daran erinnert.

    Ich hoffe, dass es noch den einen oder anderen guten Ratschlag geben wird, wie der Ablauf konkret gestaltet werden sollte. Du wirst mit Deinem Blog sicherlich jeden Support erfahren, den Dir Deine Leser geben können. Daher finde ich Deinen Schritt damit an die Öffentlichkeit zwar auch mutig, in erster Linie aber total klug. Dir wird geholfen werden.

    Das Thema „Neuanlage“ sehe ich übrigens davon unabhängig. Ohne die konkrete Situation in finanzieller (regelmäßige Einkünfte, Kosten -> Bedarfslücke) und persönlicher Richtung zu kennen, kann alles von langfristigem Aktien-ETFs, Festgeldleitern oder eher einer „passenden“ Mischung sinnvoll sein. Das sehe ich aber eher als zweiten Schritt.

    Ich drücke Dir und Deiner Mutter die Daumen, dass alles gut laufen wird.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

  11. Kendels sagt:

    Hey! Ich finde es sehr gut, dass du das hier mit uns teilst. Warum? Weil es eben ganz deutlich macht, wie unwichtig Finanzen eigentlich sind. Sie können nur das Tüpfelchen auf dem I sein, wenn sonst alles stimmt. Von daher kann man gar nicht in Worte fassen, wie unfassbar richtig du gerade handelst. Ich würde genauso handeln. Insbesondere scheint mir in diversen Finanz-Blogs und Gruppen das menschliche zu sehr in den Hintergrund zu treten. Will meinen: Auch andere Blogger könnten sich hieran mal ein Beispiel nehmen.

    Mach einfach weiter so. Das passt :). Daher wünsche ich dir viel Kraft und Momentum für das Jahr 2016 und euch allen viel Gesundheit und Erfolg sowie auch eine akzeptable Rendite.

  12. Philipp sagt:

    Hi Alex,

    die größte Rendite für deine Mutti bist sicherlich du, da du dich schließlich sehr um sie sorgst, dafür Respekt!

    Zur Immobilie, diese Situation ist sicherlich enorm schwer für euch, ich denke ihr solltet euch zusammen setzen und gemeinsam eine lange Diskussion führen mit allen Pro und Contras die es zu dem Thema gibt.

    Was ich als größtes Problem bei der Vermietung sehe ist die Distanz zum Objekt, auch in Bezug darauf, dass du beruflich auch mal auf Achse bist.

    Was gegen den Verkauf spricht (zumindest vom lesen ) , das Objekt scheint das Lebenswerk deiner Mutti zu sein, auch wenn sie es jetzt nicht sehen kann, vllt würde sie später dem Haus hinter her trauern.

    Aber wie gesagt das könnt einzig und allein ihr klären, denn eine eigengenutzte Immobilie ist immer mit Emotionen verknüpft.

    Gruß
    Philipp

    PS: Ich hoffe dass du bald eine Wohnung für deine Mutti findest und sie dann die medizinische Betreuung erhält, welche sie benötigt.

  13. Fit und Gesund sagt:

    Ich schreibe hier zum ersten Mal, aber das Thema ist hier nun brandaktuell, am nächsten Montag muss ich meine Mutter, die an Alzheimer Demenz leidet nun leider in ein Pflegeheim geben, ihre Wohnung werde ich wohl oder übel verkaufen müssen, mich schmerzt das Alles sehr, ich hätte die Wohnung gerne behalten und vermietet bis ich selber in 7 Jahren in Rente gehe, aber ich traue mir die Vermietung nicht zu, ich habe Angst vor Mietnomaden oder Mietern die sonst Ärger machen und die ich vielleicht nicht mehr loswerde.
    Dennoch, wenn die Wohnung weg ist, ist sie weg, ich kann das Geld meiner Mama nicht in Aktien anlegen und Tagesgeldkonten bringen einfach nix und in absehbarer Zeit wird sich das nicht ändern. Das Leben ist manchmal etwas ungerecht, meine Mama hat ihr Leben lang gespart und sich wenig gegönnt, die Wohnung war ihr Ein und Alles, andere Senioren in dem Alter sind manchmal noch sooo fit, warum hat sie sich nicht mehr gegönnt als sie es noch hätte geniessen können?
    Wünsche Dir und Deiner Mama Alles Gute
    Annabella

  14. Stefan sagt:

    Ich (Immobilienlaie) würde mir wohl zunächst ein Angebot einer Hausverwaltung einholen, um zu entscheiden ob sich Vermietung + Verwaltung finanziell lohnt. Vorteil wäre: du bleibst flexibel und die Hauptarbeit bleibt nicht an dir hängen.

  15. plutusandme sagt:

    Wir können uns den Vorrednern nur anschließen. Viel Gesundheit für Deine Mutter und auch für Dich.
    Wie Du es beschreibst kommt in Zukunft viel Arbeit auf Euch zu und wir schließen uns der Meinung vom Alex an. Meine Frau hat auch noch folgenden Punkt aus persönlicher Erfahrung. Solltet Ihr spätere provessionelle Hilfe brauchen, erfolgt eine Unterstützung nur bis zu einem bestimmten Punkt. Für seine Angehörigen möchte man aber immer das Beste, sodaß das Vermögen der betreuten Person aufgebraucht bzw. angegriffen wird. Sollten die Barvermögen aufgebraucht sein greift Vater Staat auch bei Immobilien zu und ab diesen Zeitpunkt bestimmen Dritte den Wert der Immobilie mit, also lieber vorher klären und vielleicht auch vermarkten. Das daraus resultiere Vermögen ist flexibler einsetztbar, auch im Interesse der betreuten Person.

    Wir wünschen Euch viel Kraft bei Eurer Entscheidung und wie Kilian schon schreibt: Nehmt Euch die nötige Zeit.

  16. chaostrader sagt:

    Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ein tolles Haus mit 2 großen Wohnungen (und einem Kellerloch, steht leer)… in der ostdeutschen Provinz, weit genug von Berlin weg, dass sich da keiner mehr so gerne ansiedelt. Wenn die Bude hier bei mir im tiefen Süden Deutschlands stehen würde, (nicht mal in Stuttgart oder München, in einer Kleinstadt würde schon reichen) dann wäre ich jetzt fertig mit der Financial Independence/Early Retirement-Sache, dann könnte ich die Hütte verkloppen und aufhören zu arbeiten.
    Die Bude war in der Vergangenheit gut und relativ arbeitsarm vermietet, das Geld kam immer pünktlich, Leerstand einer Wohnung gab es nie länger als einen Monat. Ich behalte das Haus, da kommt jeden Monat ein vierstelliger Betrag rein, den ich komplett investiere. Warum verkaufen, wenn man nicht muss? Schon möglich, daß ein Verkauf und sofortiges Investieren langfristig mehr Geld bringen würde. Aber so hab ich monatliche Einnahmen, egal was die Finanzmärkte machen. Ich seh das als Diversifikation.

  17. Tommy sagt:

    Hallo Alexandra,

    zunächst mal ein großes Lob von einem stillen Mitleser der ersten Stunde, dein Blog ist wirklich große Klasse und ich freue mich regelmäßig auf neue Beiträge von dir.

    Auch wenn ich zum eigentlichen Thema nicht viel beitragen kann (ich bin in Sachen Immobilien nicht wirklich bewandert) freut es mich immer wieder, auch mal solche persönlichen Beiträge in der Finanz-Blog-Szene zu lesen. Denn gerade die sind es, die zeigen, dass Geld im Leben eigentlich nur ein Scheiß ist.

    Ich wurde gestern jäh aus meinen Träumereien der finanziellen Freiheit gerissen, als mich die Nachricht erreichte, dass mein erster Fußballtrainer mit gerade mal 57 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist. Nicht nur das, er hinterlässt auch einen Sohn in meinem Alter (27), der vor 4 Jahren bereits seine Mutter durch einen Suizid verloren hat. Der arme Kerl tut mir so unfassbar Leid und ich hab letzte Nacht kaum ein Auge zu gemacht, weil mir meine Probleme im Vergleich dazu so unendlich klein vorkamen… Ich bin demnächst 2-facher Vater, meine Freundin und ich sind als Beamte abgesichert und sämtliche Familienmitglieder erfreuen sich bester Gesundheit.

    Ob ich nun 5 Jahre früher oder später im Job kürzer trete, ist doch eigentlich völlig egal, solange die wirklich wichtigen Säulen im Leben vorhanden sind. Und wenn ich statt 40 Prozent mal nur 20 Prozent meines Einkommens spare, dann ist es halt so.

    In Zukunft werde ich das Leben noch stärker genießen als ich es bisher schon getan habe, da mir zum ersten Mal wirklich bewusst geworden ist, wie gut es mir bzw. uns eigentlich geht.

    Viele Grüße
    Tommy

  18. Sergeant sagt:

    Disclaimer: besitze selbst meine ersten Immobilien und plane auch, noch weitere zu erwerben, habe somit ggf. eine Brille „pro Immobilie“ auf 😉

    Ums kurz zu machen – so simpel, wie das Thema Immobilie hier dargestellt wird (sehr stark Richtung „Verkauf“), ist es dann doch nicht. Außer DEINE Meinung ist hier aus welchen Gründen schon gefestigt – dann verkaufe via Makler (beim KAUF zahlt noch immer der Käufer, nicht der Verkäufer, anders bei Vermietung, hier gilt das Bestellerprinzip mittlerweile) oder vermiete via Makler und such Dir eine seriöse Hausverwaltung. Dann hast Du Deinen Aufwand schon mal minimiert, kost´ alles nicht die Welt.

    Die Frage ist, wie groß ist der Markt am Standort der Immobilie (Stichwort „enger Markt“, schamlos geklaut von Alex Fischer). Lässt sich die Immobilie dort gut vermieten, kommt nach Abzug der Verwaltungskosten wie Instandhaltungsrücklagen (dafür gibt es Formeln) noch etwas bei rum? Selbige Frage gilt für den Verkauf – lässt sich WIRKLICH ein guter Preis erzielen, oder wäre es nur für den Käufer ein guter Deal?

    Die Aussagen, dass gerade JETZT ein super Zeitpunkt zum Verkaufen ist, würde ich ohne Analyse der konkreten Lage nicht unterschreiben. Immobilien sind nach wie vor grundsätzlich nicht überteuert in D, von einigen Hotspots in Ballungsgebieten mal abgesehen, sondern eher spottbillig (im Verhältnis zum Einkommen). Langfristig sollten die Preise eher steigen (wahrscheinlich (!) oberhalb der Inflationsrate, wie es derzeit aussieht), das ist aber u.a. vor allem auch Standort-abhängig.

    Wenn Du (bzw. Muttern) das Geld aus einem Verkauf nicht unbedingt braucht oder am Hungertuch nagt, würde ich über eine Vermietung mittels Makler und Hausverwaltung nachdenken. Ist am Ende passives Einkommen ;), verkaufen kann man immer noch wenn mal nötig. Solange ordentlich verwaltet und instandgehalten wird (Wert-erhaltend oder gar -steigernd, wobei letzteres denke ich hier nicht nötig sein wird).

    Mein Tip – kontaktiere doch mal die bekannten online-aversen Immobilien-Profis, wie Alex „Düsseldorf“ Fischer aka Immobilienpapst, oder Thomas Knedel von Erfolg mit Wohnimmobilien, oder Jörg Winterlich von Immobilien4invest (Andreas Sell fällt mir noch ein, aber keine Ahnung, ob er einen Kanal, Podcast oder Blog macht). Lasst uns alle was Neues lernen und macht einen Podcast, Video oder auch Blog-Artikel aus Deinem Anliegen. Eine „Beispiel“-Immobilie zu der Analyse ob Verkauf oder Vermietung unter gegebenen Gesichtspunkten (keine Finanzierung mehr nötig, Standort ist klar, Austattung etc auch) habt ihr ja schon ;). Könnte interessant werden!

    VG
    S.

    • Peter sagt:

      Wie kommst du darauf, dass die Preise langfristig steigen werden? Und dann auch noch schneller als die Inflationsrate. Alle Statistiken, die ich zur Bevölkerungsentwicklung in Ostwestfalen kenne, sagen da was ganz anderes.

      Ich würde bei einer vermieteten Immobilie nie von passivem Einkommen reden. Ja, man kann das ganze an eine Hausverwaltung abgeben, aber irgendwas ist immer. Und letztendlich hat man sich dann auch nur einen Immobilienfonds mit nur einer Immobilie gebastelt. Nicht gerade ideal, was das Thema Diversifikation angeht.

  19. Sergeant sagt:

    PS: In der Eile vergessen – kenne 2 Immobilien-Besitzer, welche die letzten Jahr in Berlin gut eingekauft haben. Falls Interesse besteht, sende gerne mal Deine Anforderungen per Mail durch und ich maile sie meinem Bekannten weiter. Evtl. wird ja demnächst bei denen was frei und das Ganze passt, plus Makler gespart ;).

  20. Christina sagt:

    Liebe Alexandra,

    es tut mir sehr leid, das zu lesen. Die Situation ist ganz sicher nicht einfach für Euch alle und neben all den finanziellen Aspekten auch emotional herausfordernd. Wenn ein Elternteil krank wird und Hilfe braucht, dann verändert das so viel, auf so vielen Ebenen. Die Rollen verschieben sich oder sie beginnen sich zu verschieben. Da muss man auch erst mal reinwachsen, sich einfinden. Du als Tochter und auch Deine Mutter.

    Ich hatte zwar nicht den Eindruck, dass Du explizit nach Entscheidungshilfen für oder gegen Verkauf gefragt hattest, würde aber gerne die Kommentare nun ergänzen – aus meiner Sicht, die ich nicht nur mit Vermögensaufbau sondern auch mit Fragen der Absicherung von Existenz, Vermögenswerten und Risiken beschäftigt bin. Die Entscheidung für Verkauf oder Vermietung ist keine Entscheidung, die in dieser SItuation allein aus Renditegesichtspunkten heraus getroffen werden sollte. Das Thema ist schon komplex(er). Grundsätzlich gesprochen, da ich Eure individuelle Situation viel zu wenig kenne, kann man sagen: Zu berücksichtigen ist sicher neben der derzeitigen wirtschaftlichen Lage (ist der Begriff Berufsunfähigkeit von Dir nicht zufällig gewählt, dann gehe ich davon aus, wir sprechen nicht über den Bezug einer vollen/halben Erwerbsminderungsrente?), der Krankenversicherungsstatus Deiner Mutter, und last not least die zukünftige Situation. Ist die Altersvorsorge sichergestellt? Wie? Wie weit entfernt ist diese noch? Geht es auch noch darum, dahingehend noch zu retten, was zu retten ist? Wie wird sich die Lage darstellen, bei potentieller Pflegebedürftigkeit? Hier auch zu bedenken, die finanzielle Haftung der Kinder für ihre Eltern und die verdeckte Schwiegerkindhaftung. Unterschiedliche Szenarien, unterschiedliche Konsequenzen, unterschiedliche Gewichtung in der Entscheidungsfindung. Neben Verkauf oder Vermieten spielt da auch noch ein weiterer Gedankengang rein: Überschreiben/vorgezogenes Erbe…..kann sehr sinnvoll sein oder aber überhaupt nicht. Je nach dem.
    Ich stelle Dir die Fragen nicht, damit Du sie mir beantwortest, ist klar, oder? Nur für Dich zum Nachdenken.

    Nehmt Euch Zeit und holt ausreichend Informationen ein.
    Der bürokratische Kram beim Verkauf ist dagegen kein Hexenwerk. Ächt nicht :) Das wuppst Du locker! Da bin ich mir sicher.

    Alles Liebe für Euch und nur das Allerbeste für Deine Mama,
    Christina

  21. Regina sagt:

    Ich lese Deinen Blog als „stille Leserin“, aber hier kann ich mitreden: meine Mutter ist seit Jahren Pflegefall, ich habe sie in der Nähe… es ist so wie z.B. Alexander von „Reich mit Plan“ schreibt: das kostet Zeit, auch Geld, Kraft, Nerven, sehr viel Energie, Organisation…. egal ob Du sie liebst oder nicht, es ist „Dein Part“ und wird es bleiben! Ich würde mir alles „vom Hals“ schaffen, was nebenbei Arbeit macht. Falls Du jemanden findest, der es für Dich seriös verwaltet, so daß Du nur wenig selber machen musst, okay… ansonsten: weg mit dem Haus. Stell Dir die Situation in 10 Jahren vor… der Gesundheitszustand kann schlechter werden, Du arbeitest parallel. Nimm das, wo Du und sie am meisten von profitierst ohne von jemand Drittem (!) abhängig zu sein. Alles Gute Dir und Deiner Mama.

  22. Struppi85 sagt:

    Viel Experten und Blogger berichten immer davon, wie wichtig es ist „passives Einkommen“ zu generieren. Beim Lesen der Kommentare ist mir dagegen aufgefallen, dass dir trotzdem viele (mit guten Begründungen) dazu raten zu verkaufen. Der große Vorteil beim Verkauf wäre wohl, dass du mit einem Schlag einen Klotz am Bein los wärst. Als nachteilig sehe ich hier aber, dass eine Immobilienblase in Deutschland aktuell nur in Ballungszentren bzw. deren Speckgürtel festzustellen ist. Ergo ist es fraglich ob man im schönen Ostwestfalen (in the the middle of nowhere) einen angemessenen Preis für euer schönes Haus erzielen kann (ich glaube das nicht). Weiterhin stellt sich die Frage was du mit dem plötzlich frei werdenden Kapitalklumpen machst? Da es sich sozusagen um das „Geld deiner Mum“ handelt stellt sich hier die Frage ob man bereit ist das Geld aus Beton-Gold in risikobehaftete Anlagen (Börse/Etf’s) zu stecken oder ob man sagt….1,5 Prozent Festgeld weil ich sonst bei Verlusten ein schlechtes Gewissen hätte. Daher finde ich eine Vermietung mit Hilfe eines Maklers gar nicht schlecht. Auf diese Weise kannst du mit den Einnahmen zumindest das Haus erhalten und zu einem späteren Zeitpunkt immernoch verkaufen. Der Vorschlag wäre hier eine entsprechende Miete zu je 1/3 passives Einkommen für dich, 1/3 Rücklage fürs Haus (Renovierung, Hausmeister), 1/3 Finanzamt aufzuteilen. Ich wünsche dir viel Erfolg und deiner Mum alles Gute.

    • Peter sagt:

      Was ist denn ein angemessener Preis? Richtig, der Preis den der „Markt“ bereit ist für solch ein Haus zu bezahlen. So leid es mir tut, aber Immobilienmarkt in Ostwestfalen wird sich in den nächsten Jahrzehnten nicht zum Positiven entwickeln. Studien sagen Landflucht und eine negative demographische Entwicklung vorher. Jetzt zu vermieten, weil man hofft in der Zukunft einen höheren Preis erzielen zu können, ist töricht. Häuser werden primär über Lage, Größe und Alter verkauft. Ausstattung, insbesondere Luxusausstattung spielen eine eher untergeordnete Rolle. Den vollen Preis für Granit und Marmor wird vermutlich niemand zahlen. Weder jetzt noch in ein paar Jahren.

      • Struppi85 sagt:

        Eigentlich ist es ja auch so, dass Häuser nach einem gewissen Alter „abgeschrieben“ sind und sich der Preis der Immobilie zum größten Teil nur noch nach dem Wert des Grundstücks richtet auf dem das Haus steht. Dass es aktuell nicht heiß hergeht auf dem ostwestfälischen Immobilienmarkt leuchtet auch ein…es ist cool in der Stadt zu wohnen. Aber wie lange noch? Wenn man sich den Kampf um die Wohnungen betrachtet, die hohen Mieten und die aktuellen Entwicklungen in puncto Sicherheit in Großstädten, kann man sich durchaus vorstellen, dass es irgendwann mal wieder cool sein wird auf dem Land zu wohnen. Damit meine ich aber nicht, dass man abwarten oder hoffen sollte, dass deshalb die Immobilie mehr wert wird. Aber was verliert man denn wenn man 10 Jahre lang die Miete kassiert (passives Einkommen), um das Haus dann für den gleichen Preis zu verkaufen? Ja, man hat die Inflation und das Risiko von Renovierungen (die man steuerlich absetzen kann)….man weiß aber auch, dass das Haus aller Voraussicht nach in 10 Jahren noch vorhanden sein wird.

        • Dirk sagt:

          Ich wäre mir da nicht so sicher, ob sich die Immobilie später noch so gut verkaufen lässt. Ist die Immobilie erstmal vermietet, wird sie eher als Kapitalanalage gesehen und der Preis dürfte niedriger sein als wenn das Haus frei ist. Also wäre ein günstiger Verkaufszeitpunkt an den Umzugstermin irgendwelcher anderen Leute gekoppelt und die Flexibilität ist dahin.

  23. Bea sagt:

    Hallo Alexandra,
    wir standen vor einiger Zeit vor einer ähnlichen Frage. Wir sind aus einem finanziell unbelasteten Reihenendhaus in unser ebenfalls aus Eigenkapital finanziertes Eigenheim gezogen und haben uns dann doch für den Verkauf des alten Hauses entschieden. Obwohl die beiden Häuser sehr nah zueinander liegen, war uns doch der Aufwand und die Risiken der Vermietung zu hoch. Ich habe nicht die Nerven, bei Schäden im Mietobjekt mich als Hausmeister zu betätigen oder abends nach der Arbeit noch vorbei zu fahren und einen Handwerker zu organisieren. Und auch auf Mieterstreitigkeiten und evtl. Räumungsklagen etc. hatten wir keine Lust. Meine Freizeit ist mir dann doch mehr wert.
    Wir wollten nicht um jeden Preis verkaufen und es hat auch eine ganze Weile gedauert, aber mit den dann gefundenen Käufern waren wir sehr glücklich und bereuen die Entscheidung (trotz der derzeitigen Berliner Wohnungsmarktlage) nicht.

    Da wir noch eine vermietete Eigentumswohnung ebenfalls hier in Berlin besitzen, wissen wir, dass wir trotz Berliner Wohnungsnot nicht wirklich reich durch Vermietung werden, auch wenn bei Einfamilienhäusern die Mietpreisbremse mangels Mietspiegels nicht greift.
    Und ich glaube auch nicht, dass die Erlöse (egal ob Miete oder Verkaufspreis) in OWF so überwältigend sind.

    Dazu kommt noch ein emotionaler Fakt, der bisher nicht erwähnt wurde: gerade an einem Haus, in dem man selbst gewohnt hat und das man selbst gestaltet hat, hängt man sehr. Und wenn dann Mieter evtl. sehr rücksichtslos mit der Mietsache umgehen (die Echtglasdusche nie reinigen, erbarmungslos unzählige Löcher in die Fliesen bohren, das Parkett ruinieren etc.), ist es schwer, da Distanz zu wahren.
    Ich habe es schon schwer ertragen, wenn Kaufinteressenten am Stil und Geschmack unseres Hauses herummäkelten (hauptsächlich auch um den Preis zu drücken). Und bei einer doch geschmacklich sehr ausgefallenen Immobilie, wie Du sie beschreibst, muss man den Interessenten finden, dessen Geschmack dann zum Haus passt und das kann nicht immer ganz einfach sein.

    Ich hoffe, dass Ihr zu einer guten Entscheidung für Euch kommt (die nicht unbedingt unserer ähneln muss) und sich die Familienzusammenführung gut gestaltet.

    LG
    Bea aus Li-We

  24. Hey Alex,
    ich finde das ist ein schönes Ziel. Ich denke es gibt nicht viel das einen glücklicher macht als den Eltern, die so viel Herzblut bei unserer Erziehung vergossen haben, etwas zurück geben zu können. Vor allem wenn es etwas wie in Deinem Fall ist, das sicherlich am Wohlbefinden nagt. Leider bin auch ich nicht der richtige Ansprechpartner und Tippgeber. Ich beschäftige mich bisher nur in der Theorie mit Immobilien. Aber ich bin mir sicher, dass du unter deinen Lesern genug tolle Hilfe bekommen wirst. Ich wünsche Dir und Deiner Mutter viel Erfolg bei dem Vorhaben und vor allem, dass es sich nicht so aufwändig und kostenintensiv gestaltet wie Du es Dir momentan noch vorstellst.

  25. Max sagt:

    Hallo Alexandra,

    eigentlich wurde schon alles geschrieben, was ich mir dazu gedacht habe. Dennoch:

    Ich kenne einige Vermieter und die meisten sind damit nicht so glücklich (viel Aufwand und viel Ärger).

    Aufgrund der Entfernung deines Wohnorts zur Immobilie würde ich auf jeden Fall verkaufen.

    Max

  26. Marax sagt:

    Guten Tag Fräulein Zaster,

    erstmal DANKE für deine Offenheit.
    Auf http://alex-fischer-düsseldorf.de/ erhälst du richtige gute Tipps.

  27. Alexander sagt:

    Hallo Alexandra,

    meine Meinung und meine Erfahrung zu dem Thema. Als Sachverständiger für die Wertermittlung von Immobilien und selber Eigentümer mehrerer Immobilien (die ich alle wieder verkaufe 😉 ), gestehe ich mir doch eine gewisse Kompetenz zu.
    Vorab, Profis können mit Immobilien durchaus Geld verdienen. Bist du Profi?
    Die Statistiken zeigen, dass über 50 % der Immobilienbesitzer drauf zahlen.
    Gerade mit der Vermietung von Einfamilienhäusern, ist das Risiko extrem, unter dem Strich eine negative Rendite einzufahren.
    Das komplette Kapital ist in einem Objekt gebunden und größere Reparaturen oder schlimmer, schlechte Mieter, können die Mieteinnahmen von 2-3 Jahren oder mehr kosten. Würdest du nur eine Aktie in dein Depot legen? Eine einzige Immobilie ist nichts anderes.
    Natürlich kann es gut gehen, aber was, wenn nicht?

    Nehme dir einen Sachverständigen vor Ort oder lass vom Gutachterausschuss (jede Stadt und jeder Landkreis hat einen) ein Wertgutachten erstellen. Dann hast du eine gute Schätzung und eine Verkaufsgrundlage. Sollen es unbedingt Immobilien sein, dann kaufe 2 oder 3 Wohnungen in Berlin, da bist du vor Ort und kannst dich kümmern. Warum nicht eine Wohnung kaufen, in der deine Mutter einzieht? Keine Miete und es bleibt bestimmt etwas vom Verkauf über. Da muss man sich gesondert Gedanken machen, wie man es anlegt.

    Letztendlich ist ein Verkauf nicht schwer, ein Mathematikstudium haut da mehr rein. Überlege in Ruhe, sammle die Vor- und Nachteile. Am Besten auf einen Zettel schreiben und gegenüber stellen. Mach dazu Sterne oder Punkte, wie du die einzelnen Argumente gewichtest. Das kannst du als Mathegenie besser als alle anderen.

    Wenn du Fragen hast, schick mir eine Mail, wir können auch gerne telefonieren.

    Entscheiden musst aber letztendlich du und deine Mutter.

  28. maultasch sagt:

    Hallo,

    es wurde schon so viel geschrieben und ich gestehe, dass ich nicht jeden Beitrag im Detail gelesen habe. Ich habe des Buch „Kaufen oder mieten“ von Gerd Krommer gelesen (nachdem wir unsere Eigentumswohnung verkauft hatten). Krommer beleuchtet das Thema ziemlich umfangreich. Mit seinen Aussagen kann dann jeder entscheiden, welchen Weg er gehen will.
    Wenn ich richtig gelesen habe, liegt das Objekt 450 km weg (die 900km sind Hin- und Rückweg)?!?! Das wäre für mich schon ein Grund, das Haus zu verkaufen, außer ich hätte einen „Hausmeister“ vor Ort.

    Ansonsten wünsche ich euch alles erdenklich Gute!!

  29. Ex-Studentin sagt:

    Ach liebe Alex.. Ich hoffe, dir und einer Mama geht es den Umständen entsprechend gut. Finde es gut, dass du sie zu dir holst, würde ich genau so machen. Das Haus würde ich verkaufen, weil es aus der Ferne kaum Sinn macht, diese zu vermieten. Wenn es um die Gesundheit geht, möchte ich mich nicht mit Mietminderungen, Wasserschäden, Mietnomaden und Nebenkostenabrechnungen rumschlagen. Ein Hausverkauf kann leider ziemlich lange dauern, auch mal mehrere Monate oder gar Jahre je nach Gegend. Meine Eltern wohnen leider in so einem aussterbenden Ort. Du hast Glück im Unglück, dass das Haus nicht noch verschuldet ist. Gutachter kommen lassen, am Anfang mal in die Zeitung stellen und an einem Wochenende einige Besichtigungen veranstalten und mal schauen, wie das Interesse ist. Im besten Fall hast du noch nette Nachbarn, die ab und zu mal nach dem Rechten schauen. Wenn sich abzeichnet, dass es sich nicht gut vermitteln lässt, erscheint es mir sinnvoll, einen Makler einzuschalten. Du bist berufstätig, hast eine angeschlagene Mama, einen Freund.. Da ist Zeit eindeutig kostbarer als Geld. Alles Gute!!

  30. Marion sagt:

    Liebes Fräulein Zaster,
    danke für diesen mutigen und offenen Beitrag. Zunächst einmal wünsche ich Dir und deiner Mutter alles Gute und viel Kraft, die es sicherlich braucht, um den Umzug zu bewältigen und die anstehende Entscheidung zu treffen. Ganz ehrlich, ich habe zu deiner Fragestellung erstmal keine Meinung oder Tendenz, denn Immobilienentscheidungen zählen schon unter rein sachlich-rationalen Aspekten zu den komplexesten Entscheidungen in unserem (Finanz)leben. Und dann spielen immer noch die emotionalen Aspekte mit rein, gerade in Kombination mit familiären Verbindungen, wo man dann wirklich auf der Kopf- UND Bauchebene für sich abwägen oder in sich hineinhören muss, wie sich die möglichen Optionen sowohl faktisch darstellen als auch für einen selbst anfühlen. Da erscheint es schwierig, die „richtige“ Entscheidung zu treffen. Klar, du musst eine Entscheidung treffen und handeln. Aber vielleicht hilft es dir ein bisschen, dich von dem Druck freizumachen, dass es in diesem Szenario nur „die eine RICHTIGE Entscheidung“ geben kann, zumal ja ohnehin niemand in die Zukunft sehen kann. Es ist gut, sich bestmöglich auf eine Entscheidung vorzubereiten – durch das Sammeln, Bewerten und auch Gewichten von Fakten und Erfahrungen, durch Austausch mit und Ratschläge von Experten und wohlmeinenden Mitmenschen, so wie du es ja bereits tust – und dann im Vertrauen auf dich selbst und diese gründliche Vorarbeit zu handeln – und diese Entscheidung wird für dich bzw. euch beide die richtige sein.
    Und übrigens: durch den Austausch und die Ideen aus deiner Leserschaft erweitern sich deine Optionen und somit deine Handlungsalternativen. Das kann auch helfen: die Zahl der Handlungsoptionen vergrößern, so dass ggf. aus einem „entweder-oder“ ein „sowohl-als-auch“ werden kann, wo es sinnvoll und gewünscht ist.
    Ich wünsche euch alles Gute und eine Entscheidung, die sich für euch richtig anfühlt!

  31. Rainer sagt:

    Verkaufen, nicht vermieten.

    Erstens ist das Haus 900 km entfernt, zweitens steigen die Kaufpreise stärker als die Mieterlöse, drittens ist ein Mieter immer ein Problem.

    Zur Ermittlung des Kaufpreises empfehle ich 3 Makler einzuladen, einen kleinen, einen mittelfrossen und einen internationalen. Auf den höchsten Schätzpreis noch 10-15% draufpacken, dann haben Sie einen realistisch erzielbaren Marktpreis.

    Warum? Alle, alle Makler sind Faul und ziehen ein schnelles einem besseren Geschäft vor.

    Die Besichtigungstermibe sind als Gruppentermine zu veranstalten, zB Samstag nachmittag, und natürlich müssen alle Innenwände und Decken weiss (!) ausgemalt sein, und es dürfen keine (!) Möbel drin stehen. Das kostet Geld und Mühen, bringt aber noch mehr Geld und am Ende einen schnelleren Abschluss.

  32. Lothar sagt:

    Hallo Alexandra,
    meinen Respekt vor der Aufgabe und der Tatsache, dass du das hier veröffentlichst.
    Du erhälst viele Anregungen. Ob es dich wirklich weiter bringt, musst du entscheiden. Erfahrungsgemäß wird das bei vielen z.T. gegensätzlichen Ratschlägen nicht einfacher.

    Deinem Artikel entnehme ich, das dir deine Beziehung zu deiner Mama sehr wichtig ist. Wenn dem so ist, solltest du bei all den technischen Aspekten (Recht, Finanzen, Steuern) das nicht aus dem Auge verlieren. Wer sich von einer Idee, einem Haus, einem Ort verabschiedet, der tut gut daran, das ganz bewusst zu tun. Was war gut an dem Haus? Was kannst du, was deine Mama mitnehmen? – leider nicht die Immobilie, aber Fotos, Erinnerungen, Kraftquellen… hier ist Phantasie gefragt. Was könnt Ihr aus dem Projekt Traumhaus lernen?

    Auf eine Tatsache musst du dich gefasst machen. Preis und Wert fallen bei Immobilien auseinander. Vermutlich ist keinem Dritten (potentiellen Käufer) das Haus soviel wert wie euch. Neben dem Objekt spielt die Lage eine große Rolle. Im Gegensatz zu Berlin, strömen die Menschen nicht gerade nach Ostwestfahlen.

    Abschließend noch einige technische Hinweise:
    – Prüfe, ob deine Mutter alleinige Eigentümerin ist (Grundbuch).
    – Schalte ortskundige Makler ein (die Wahrscheinlichkeit ist am höchsten, das jemand vor Ort Interresse hat) und probiere es ggf. parallel im Internet. Fotos sind wichtig und gute Präsentation der Immobilie (es gibt homestager, die so etwas machen).
    – Der Verkauf muss über einen Notar gehen, gesetzlich vorgeschrieben.
    – Prüfe vorab mit dem Steuerberater, ob Steuern anfallen (insbesondere, wenn noch keine 10 Jahre alt).
    – Gibt es Kredite? Wie lange laufen die? Falls ja, vorher mit der Bank sprechen.
    Für rechtliche, steuerliche Fragen, würde ich mich nicht auf das Internet oder Tipps von Freunden und Lesern verlassen. Die mögen wohl gemeint sein. Aber keiner haftet für seinen Rat.

    Ich wünsche euch viel Erfolg. Und nicht vergessen: Die Beziehung zu deiner Mama nicht aus dem Auge verlieren vor lauter Kümmern um die Immobilie bzw. den Verkauf!

    Herzliche Grüße
    Lothar

  33. Matthias sagt:

    Hallo Alexandra,

    ich finde es wunderbar, dass Du Dich um Deine Mutter so kümmerst. Viele würden sich eine so gute Beziehung zu ihren Eltern wünschen, wie Du sie beschrieben hast.

    Nun ist schon fast alles gesagt, nur noch nicht von jedem:-) Aber vielleicht nutzt Du die „Schwarmintelligenz“, um zu guten Entscheidungen zu kommen. Deshalb auch von mir noch ein paar kurze Hinweise.

    Ich würde die Immobilie verkaufen, weil …

    … wir es derzeit mit einem „Verkäufermarkt“ zu tun haben. Natürlich sind vom Immobilienboom vor allem die Metropolen betroffen. Angesichts des vielfachen Drangs in Sachwerte haben die Immobilienpreise jedoch auch im ländlichen Raum angezogen. Eben auf einem geringerem Niveau. Die niedrigen Zinsen geben zusätzlich Rückenwind.

    … weil sich wirklich lukrative Renditen mit Immobilen nur mit viel und relativ einfach ausgestattetem Wohnraum erzielen lassen. Mit Menge erreicht man die gewünschten Skaleneffekte. Zum Beispiel sind die Kosten einer Heizungsanlage je Wohneinheit bei einem Einfamilienhaus wesentlich höher, als bei einem Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen. Das betrifft nahezu alle Kostenarten.

    … weil das beschriebene Haus „zu gut“ ausgestattet ist. Die von Dir beschriebene hochwertige Bauausstattung lässt sich kaum durch Mietrendite reinholen. Zudem werden mit einem solchen Haus eher gut situierte Mieter angesprochen, die mittel- und langfristig eigentlich eine eigene Immobilie haben wollen. Insofern dürften häufige Mieterwechsel wahrscheinlich sein.

    Und nun noch noch ein Tipp an alle jungen und gesunden Leser: Kümmert Euch VOR dem Kapitalaufbau um eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsversicherung! Nehmt Eure Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung (bei Freiberuflern kommt diese jährliche Information vom Versorgungswerk) und schaut, wie hoch die Lücke zwischen den Ansprüchen auf Erwerbsminderungsrente und eurem Nettoeinkommen ist. Diese Lücke muss durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung geschlossen werden. Finanztest veröffentlicht jährlich Tests zu diesem Thema.

  34. Markus sagt:

    das Haus an einem Mieter zu vermieten bedeutet, alles auf eine Aktie zu setzen, nämlich dass der/die Mieter langfristig die Raten bezahlt. Wer sollte sich das antun? Jemand, der auf die Raten nicht unbedingt angewiesen ist.
    Daher geht der Hausverkauf vor, es sein denn, man ist ein Zocker und möchte die Mieter mit überzogende Mieten „abzocken“ und jeden Stress auf sich nehmen.

  35. Peter sagt:

    Ich kann nur davor warnen, den Wert des Hauses unrealistisch hoch anzusetzten. Dieser wird letztendlich durch den Markt bestimmt, und ob dieser eine Luxusausstattung wie Marmor und Granit entsprechend bezahlt, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Solche Häuser sind halt oft mehr Konsum als Investment. Ich kann nur davor warnen, das Haus zu vermieten anstatt zu verkaufen, nur weil der Kaufpreis zu niedrig erscheint.

  36. FinanzOpa sagt:

    Erst einmal alle Achtung was du/ihr da für eure Mutter macht. Das ist in der heutigen Zeit leider selten geworden und meist werden Eltern einfach nur in Pflege- und Altersheime abgeschoben und man vergisst dabei oft was sie eigentlich für uns getan haben. Ich selber habe auch meine Schwiegermutter bei uns im Haus, da sie alleine einfach nicht mehr klar kommt und wir derzeit darum kämpfen, dass sie endlich in Frührente gehen kann. Ob vermieten oder verkaufen kann ich nicht viel dazu sagen, dass muss man meist persönlich mit der Familie ausmachen. Ich kann mir vorstellen, dass z.b. ein Elternhaus nicht leicht zu verkaufen ist, da dort soviele Kindheitserinnerungen stecken oder man nicht einfach das Lebenswerk der Eltern, wofür sie Jahrzehnte gekämpft haben, einfach so schnell in die Hände anderer geben möchten. Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute ich bin mir sicher ihr werdet die richtigen Entscheidungen treffen.

  37. FourtyTwoSeeksFourtyOne sagt:

    Hallo Fräulein Zaster, ich wünsche Ihnen viel Kraft für die anstehenden Entscheidungen. Aus meiner Erfahrung würde ich (!) so vorgehen: Kraft und Zeit werden Sie für Ihre Mutter und vielleicht bald Ihre eigene Familie benötigen. Konzentrieren Sie sich auf das Wichtigste. Dazu gehört NICHT das Haus Ihrer Mutter. Dazu gehört nicht sie alle Optionen offen zu halten. Es gilt Entscheidungen zu treffen. Seien Sie schlauer als die meisten in Ihrer Peer-group. In Ostwestfalen ticken die Uhren anders als in der Stadt. Die Liebe und Arbeit die Ihre Mutter in das Haus gesteckt hat werden Sie nicht bezahlt bekommen. Der Preis der Immobilie wird verhältnismäßig nicht besonders hoch sein. Das ist aber egal, lieber ein Schreck als Schrecken ohne Ende. Mit anderen Worten: Verkaufen statt vermieten. Am besten ohne Zeitdruck aber sofort. Eine Immobilie auf dem Land steigt nicht mehr im Wert und in über 400km Entfernung vom Wohnort vermietet man nicht. Punkt. Das bringt null Geld und im allerbesten Fall nur Arbeit. Verkaufen Sie das Haus über einen großen Makler der regional ansehen hat. Laden sie 2 oder 3 Makler zu einer Begehung ein und wählen sie den passenden. Der Verkaufspreis darf nicht zu hoch sein. Wenn eine Immo dort auf dem Lande nicht innerhalb von ca. 2-6 Monaten verkauft ist, dann ist sie verbrannt und muss erstmal vom Markt für ein paar Monate. Sie werden dann keinen angemessenen Preis mehr erhalten weil alle Käufer dort das Objekt kennen und runter handeln wollen. Ein Leerstand macht die Immo und einen erneuten Verkaufsversuch nicht besser.
    Über die Geldanlage nach dem Verkauf würde ich mir jetzt noch keine Gedanken machen. Wenn das Geld zum leben benötigt wird, dann kommt eine renditereiche Anlageform ja sowieso eher nicht in Betracht. Also eher Tages-, Festgelder, Auszahlungsplan o.ä. Alles Gute bei Ihren Entscheidungen.

  38. Pinguin sagt:

    Liebes Fräulein Zaster,

    Erst einmal meine Genesungswünsche und hochachtungsvollen Grüsse an Ihre Frau Mutter. Fleiss und Hingabe für Beruf und Berufung finde ich jedes mal bewundernswert. Aus eigener Überzeugung widerstrebt es mir Grund und Haus aus Familienbesitz zu verkaufen. So haben Adel und Kirche es in Generationen zu Wohlstand oder Reichtum gebracht; trotz Währungsreformen, Enteignungen und Kriesen. Nichtsdestotrotz sollte die Betrachtung rein wirtschatlich sein, die Vermietung abzgl. der Kosten in ein Verhältnis mit dem potentiellen Verkaufspreis gesetzt werden. Dieser Mitzins ist vergleichbar mit Alternativen. Emotionale Bindungen zu dem eigenen Haus sind jedoch nachvollziebar, sollten aber der rationalen Betrachtung wichen. Persönlich würde ich Land nur gegen Land tauschen – z.B. in Ihrem Fall einen Verkaufserlös für eine Immobilieninvestition in Berlin nutzen. Mit ein wenig Geschick und Glück bleibt noch etwas Kapital aus dem Verkauf als Überschuss übrig. Im übrigen ist dieses Modell um Steuersparmodelle erweiterbar, die so Ihnen und Ihrer Mutter helfen.

    Eine entfernt ähnliche Erfahrung erlebe ich in der eigenen Familie. Der Stolz meiner Grosseltern, ihr Haus, soll veräussert werden, da meine Grossmutter ins Seniorenheim umzog – mit Demenz . Eine Vermietung wird ausgeschlossen, da die Entfernung zu Kindern und Enkeln zu gross ist und sich keiner darum kümmern mag. Ausserdem ist der Mietzins nicht gerade hoch und risikoadäquat. Daher wird das Haus wahrscheinlich verkauft, das Geld kommt erst mal der Pflege meiner Grossmutter zu Gute. Trotzdem tut es mir leid, da ich wunderschöne Momente mit dem Haus verbinde und beim Verkauf das Land gegen buntes bedrucktes Papier getauscht wird. Ich hoffe jedenfalls, dass meine Grossmutter dies in Ihrer Vergesslichkeit verdrägt, und ich sie im Ihrem neuen Zuhause öfter besuchen kann.

    Viel Erfolg bei Euren Entscheidungen.

  39. Dirk sagt:

    Hallo Alexandra,

    In den vorangegangenen Kommentaren wurden ja schon viele kluge Dinge gesagt. Ein paar Punkte aus meiner eigenen Erfahrung möchte ich noch ergänzen.

    Der Verkauf unserer früheren Wohnung war emotional sehr viel aufreibender als ich (als nüchtern-rationaler Mensch) erwartet hatte. Wildfremde Menschen stöbern in meinem Zuhause, stecken überall ihre Nase rein und nörgeln an vielem rum (manchmal zu Recht, manchmal zu Unrecht). Und es geht um SEHR viel Geld – nehme ich ein schnelles, niedriges Angebot an oder warte ich, um vielleicht Tausende oder Zehntausende Euro mehr zu bekommen? … und das alles bei einer Immobilie, die sich letztlich doch leicht und schnell und gut verkaufen ließ. Möchte mir garnicht vorstellen, wenn sich wochenlang niemand für das Angebot interessiert.

    Ein ordentliches „Staging“ des Hauses lohnt sich. Alles soll großzügig wirken (d.h. leer) und der Interessent soll sich selbst in dem Haus sehen können (d.h. keine persönlichen Sachen). Wir haben fast die Hälfte unserer Möbel und unseres Hausrats für die Zeit eingelagert und erst dann inseriert. Die Mühe und die Zeit waren gut investiert.

    Ein realistischer Verkaufspreis ist natürlich auch ganz wichtig. Immobilien, die monatelang angeboten werden und keinen Käufer finden, sind irgendwann suspekt. Und eine Preissenkung lädt zu schamlos niedrigeren Angeboten ein. Wenn der lokale Markt dünn ist, würde ich einen Gutachter beauftragen. Das sollte auch für den Käufer eine seriöse Orientierungsgröße sein.

    Alles Gute bei Euren Entscheidungen.

  40. Johannes sagt:

    Ich finde interessant, dass sehr viele direkt zum Verkauf raten. Das sehe ich sehr oft in der Finanzblog-Szene – mir fällt es auf, weil ich es selbst differenzierter sehe. Ich stehe voll hinter dem Aktienmarkt, insbesondere ETFs, weil man damit innerhalb dieser Asset-Klasse sehr günstig und mit wenig Aufwand diversifizieren kann.
    Aber eben nur in der Asset-Klasse. Am Ende setzt man doch „alles auf eine Karte“. Ich halte eine Diversifikation über Asset-Klassen hinweg sehr wichtig. Edelmetall kann man ein bisschen haben – aber nicht mehr als 10%, da kaum Rendite. Was bleibt also? Ich sehe da nur Immobilien, zumal man dort mit großen Hebeln arbeiten kann. Auch dort diversifizieren, 5 Einheiten sollten es schon sein. Mietnomade kann passieren, wie ein Crash an der Börse. Ärgerlich, aber geht vorbei. Betriebskostenabrechnungen mache ich einmal im Jahr an einem Abend; 4 Einheiten, insgesamt ca. 3h, dafür berechne ich 80€ (keine eigenen Objekte, sondern in der Familie).

    Im konkreten Fall würde ich wohl auch verkaufen, weil es so klingt als ob das Haus nicht zur Vermietung geeignet ist: nur eine Wohneinheit, räumlich weit weg, gehobene Ausstattung, womöglich mehr als ein Handtuch als Garten. Aber du schaffst damit auch neue Probleme- hast du Geschwister? Selbst das beste Verhältnis kann nachher am Geld zerbrechen, das würde ich unter allen Umständen vermeiden. Letztlich arbeitest du mit fremden Geld, bei mündelsicherer Anlage ist die Rendite derzeit nach Inflation immer negativ.

    Du wirst die Situation sicher meistern, viel wichtiger ist die Gesundheit und dein Verhältnis zur Mutter – dafür wünsche ich Dir alles Gute! Mir ist nur wichtig, dieses Vorurteil, dass Vermieten etwas „teuflisches“ ist, aus der Diskussion herauszuholen.

  41. Dorotee sagt:

    Hallo Alexandra, ich habe das Problem des Verkaufs erst einmal verschoben und unser Haus vermietet. Ich stellte es bei Immobilienscout hinein. Dort habe ich auch einen Standartmietvertrag bekommen und Tipps für Vermieter, an die ich mich gehalten habe. Ich musste mehrmals den Preis der Nachfrage anpassen. Da muss man die Nerven behalten und nicht gleich jedem Interessenten nachgeben. Den passenden Mieter finden war nicht einfach. Eine Frechheit, was man da so erlebt. In den Standartmietvertrag habe ich noch individuelle Konditionen aufgenommen. Den Mieter habe ich nach Vorgaben aus dem Internet und Bauchgefühl ausgesucht. Nun haben wir ersteinmal Mieteinnahmen und über den Verkauf mache ich mir später Gedanken. Bei Immobilienscout bekommt man 14-tägig eine Rechnung von ca 40 €. So lange die Anzeige läuft. Ich habe es auch unter verschiedenen Überschriften versucht und so auch verschiedene Interessenten bekommen. Die echte Vermietung war aufregend, weil neu. Das Programm gibt aber auch viele Tipps. Im Moment bin ich mit der Entscheidung zufrieden. Mir fällt auch gerade nicht ein, wo ich das Papiergeld anlegen sollte. Nun kucke ich mich in Ruhe nach einer passenden Anlage um. Vielleicht eine Wohnung, ein neues Haus? Mal sehen. Ich arbeite in der Immobilienbranche und rate beim Verkauf zu einem Makler. Früher als suchender Käufer war ich strickt dagegen aber heute weiß ich, was so ein guter Makler an enormen Wissen bietet, was er für einen hohen zeitlichen Aufwand hat und welche Fallgruben beim Verkauf entstehen können. Auch sein Wissen und Erfahrungen in Bezug auf den Verkaufspreis kann man nutzen. Ich meine aber einen guten Makler, ich kenne auch echt miese Typen. Rückblickend ist das Vermieten nicht so schwer. Nun überlege ich, ob ich noch eine Versicherung gegen Mietnomaden abschließe. Lade ich damit das Unglück ein oder ist es vernünftig? Rein von der Rendite ist die Vermietung eine gute Sache, in unserem Fall. Du wirst dich richtig entscheiden. Alles Gute

  42. Fabian sagt:

    Hallo Alexandra

    Schöne Webseite, interessante Themen, und ein interessanter Beitrag hier.

    Ich bin mir nicht sicher, ob mein Tipp an dieser Stelle das ist, was Du Dir für das Haus vorstellen könntest (falls Du nicht eh schon eine Lösung gefunden hast), weil das Haus vermutlich dafür einen zu großen emotionalen Wert hat.

    Aber trotzdem mal kurz mein Vorschlag, wenn nicht für diesen Zweck dann zumindest generell:

    Seit letztem Jahr vermiete ich Häuser erfolgreich an den Staat, zur Unterkunft von… Flüchtlingen. Yep, in der Tat.

    Damit trage ich zum einen aktiv zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bei. Damit kann man zum anderen aber nicht nur dem Staat in seiner misslichen Lage helfen, sondern ganz pragmatisch gesehen auch mehr Mieteinnahmen erzielen – über Jahre hinweg und per Vertrag mit dem Staat. Nachdem es alles in allem sehr gut läuft, habe ich letztes Jahr dann speziell dafür ein 2. Haus extra gekauft und von der Bank wegen dem Vertrag mit dem Staat problemlos den entsprechenden Kredit erhalten. Der Erwerb eines 3. Hauses ist in Arbeit. Gerade bin ich 3 Wochen in Brasilien, raus aus dem ‚Hamsterrad‘ also :)

    Ich denke, Du verstehst worauf ich als potentielle Möglichkeit für Dein Haus hinaus will.

    Als generelles Thema, um mit Immobilien Geld zu verdienen:
    Ich habe keine Zweifel, dass dieses Thema für mehr und mehr Leute interessant wird, die sich fragen, wie sie mehr aus ihrer Immobilie heraus holen, oder wie sie mit möglichst wenig Eigenkapital eine erste/weitere Immobilie finanzieren können. Ich sehe das in meinem Umfeld, wo ich immer mehr Leuten von meinen Erfahrungen erzähle.

    Dazu habe ich ürbigens neulich auch einen kostenlosen Erfahrungsbericht geschrieben – zum einen um die Geschichte nicht immer wieder erzählen zu müssen :) Gleichzeitig will ich aber, dass das Thema publik wird, weil es sicher auch für andere Leute interessant ist.

    Der interessierte Leser findet weitere Infos bzw. eine Intro hier auf meiner zugegeben recht einfachen Webseite: http://immobilievermieten.info

    Gerne stehe ich auf Deiner Webseite auch für einen Blogbeitrag oder ein Interview bereit, wenn das interessant sein sollte :)

    Schöne Grüße!

    Fabian

  1. 2. Februar 2016

    […] für 2016 kein Sparziel sondern den Plan, ein Haus zu vermieten oder zu verkaufen. Und erzählt die sehr persönliche Geschichte die mit dem Haus […]

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