Anpassung des Notgroschens 

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96 Responses

  1. Alex sagt:

    2000 * 250 % = 10.000.000
    2000 + 250 % = 7.000

    Gute Besserung.
    VG

    • Fräulein Zaster sagt:

      Es folgt eine kleine Nachhilfestunde :-)

      Es gilt:
      2000 * 100% = 2000 * 1 = 2000
      2000 * 250% = 2000 * 2,5 = 5000

      Zu deiner ersten Formel: 2000 * 250 % = 10.000.000
      Ich gebe mittlerweile über ein Jahrzehnt Nachhilfe und kenne die üblichen Fehler, aber ich habe keine Ahnung, wie du darauf kommst.

      Zu deiner zweiten Formel: 2000 + 250 % = 7.000
      Witzigerweise ist das das, was auch Google behauptet. Tatsächliche gilt:
      2000 + 250 % = 2002,5
      Hat Google also einen Fehler gemacht, wenn er als Ergebnis von „2000 + 250%“ die Zahl 7000 ausspuckt?
      Nicht so wirklich, denn Google interpretiert. Google geht davon aus, dass wenn jemand „2000 + 250%“ sucht, er genau genommen wissen möchte, was 2000 plus 250% von 2000 ist. Die Antwort DARAUF ist 7000.
      Man schreibt also in die Google-Suche „2000+ 250%“ und Google interpretiert das als „2000+250%*2000“.
      Wenn man hinter diese von Google (fehl)interpretierte Formel „2000+250%“ noch ein *1 schreibt, kommt auf einmal das richtige Ergebnis raus, weil Google dann mit Sicherheit weiß, dass nicht „2000+250%*2000“ gemeint ist, sondern *wirklich* „2000+250%*1“. Dann ist das Ergebnis plötzlich tatsächlich 2002,5.

    • Dummerchen sagt:

      Möchtest Du einer Mathematikerin die Prozentrechnung erklären? Mutig!

      2000€ *250% = 2000€ * 2,5 = 5000€ (Wir erinnern uns: Pro Cent: Von Hundert -> 250/100 = 2,5)

      Demnach wäre übrigens Deine zweite Rechnung:
      2000 + 2,5 = 2002,5 (das aber nur am Rande)

  2. mafis sagt:

    Oha. Das mit dem Krank sein klingt nicht so toll. Vielleicht fehlt doch etwas die Balance :) aber von daher erstmal gute Besserung. Und schön das dich wohl die Kommentare ein wenig wach gerüttelt haben bei dem Thema.

    Aktuell sitze ich ja noch am Kredit abbezahlen, aber meine Pläne für den Notfallgroschen sind ähnlich 5000€ sollte reichen. Damit kann ich ein halbes Jahr gut überbrücken. Und mehr brauche ich nicht für mein Sicherheitsbedürfnis, weil ich einfach meine Branche kenne und auch meinen Marktwert. Denke ich könnte innerhalb von 3 Monaten mit Sicherheit einen neuen Job haben. Aber eigentlich habe ich ganz andere Pläne, aber dazu demnächst mehr :)

    Kurz gefasst finde auch das so 6 Monate Puffer reichen sollten.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Oh, andere Pläne. Nun bin ich aber gespannt. :-)

      • mafis sagt:

        😉 Samstag gibt es mehr dazu

        Aber nochmal zum Notgroschen. Hatte ja schon grob diese Summe angespart gehabt. Dann kam der neue Job, wo ich dann Mietkaution, Umzug, eigenes Notebook, Leasingfahrrad ab bezahlen,… auf kamen und naja die 5000€ habe dort mir genug Puffer gegeben. Von daher habe ich mein Notgroschen so zu sagen auch schon einem Stresstest unterzogen. Und einige Dinge davon, werden wohl zukünftig erstmal nicht so aktuell sein, von daher bin ich wohl auch so zuversichtlich.

  3. Tino sagt:

    Alexandra, ich wünsche dir gute Besserung.
    LG Tino

  4. Dummerchen sagt:

    Hallo Alexandra,

    ich kenne das Gefühl auch noch aus meiner Anfangsphase, hier und jetzt und sofort loslegen zu wollen und nicht mit lästiger Liquiditätsreserven anfangen zu wollen. Ich fürchte, das ist ganz normal.
    Du wirst in Deinem Leben noch oftmals merken, wie entspannend sich dieser Notgroschen nun auf Dich auswirken wird. Mein Notgroschen ist übrigens nochmal deutlich größer als Deiner und reicht für den Kauf eines Neuwagens (natürlich nur eines Klein- bis Mittelklassewagens ;-)!) aus. Ich nutze diese Reserve dann aber auch, um bei Kurseinbrüchen direkt nachkaufen zu können und fülle es dann gleich wieder auf. Daher ist der Begriff Notgroschen (mit der Betonung auf Not!) eher falsch.
    Die Größe meines Notgroschens hat aber auch dazu geführt, dass ich eine halbwegs mutige Berufsentscheidung treffen konnte, ohne das Gefühl haben zu müssen, dass ich mit dem Rücken zur Wand stehe, wenn etwas nicht so läuft wie erhofft. Ich wäre mit dem Geld ja locker ein Jahr über die Runden gekommen und habe ein ähnliches Netzwerk wie Du im Rücken, das ein zusätzliches Rettungsnetz darstellt.
    Ich freue mich über die (in meinen Augen) weisen Entscheidungen, die Du in den letzten Monaten triffst: ETFs zur Entspannung, Liquiditätsreserve zur Entspannung – was kommt als nächstes ;-)?

    Liebe Grüße
    Dummerchen

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich werde den Notgroschen ebenfalls weiter ausbauen. Wie gesagt will ich ja das Weltportfolio umsetzen und der risikolose Teil soll einfach ebenfalls auf meinem Tagesgeldkonto verbleiben. 15-20% meiner monatlichen Ersparnisse werden also da rein laufen, auch in der Hoffnung irgendwann ebenfalls ein so komfortables Polster zu haben vielleicht auch das ein oder andere berufliche Risiko eingehen zu können.

      Was als nächstes kommt? Keine Ahnung. Vielleicht die BU? Irgendwie weiß ich aber nicht, ob die sich bei meinem Lebensplan lohnt.

      Liebe Grüße
      Alexandra

      • Dummerchen sagt:

        Ob sich eine BU „lohnt“, weiß man erst hinterher. Was passiert, wenn ein Arzt morgen bei Dir eine Krankheit feststellt, die dazu führen wird, dass Du in 5-10 Jahren nicht mehr arbeiten gehen kannst? (Ich spinne mir (leider) da gerade nichts zusammen, sondern kenne es aus unmittelbarer Nähe.)
        Ich weiß natürlich nicht, wie Dein Lebensplan genau aussieht, aber falls Du eh vorhast, frühzeitiger aus dem Arbeitsleben auszusteigen, schadet es trotzdem nicht, eine BU abzuschließen und diese dann eben früher als zum offiziellen Rentenbeginn zu kündigen.
        Ich würde eine BU insbesondere in jungen Jahren als sehr wichtig einstufen, auch wenn dann die Risiken vielleicht noch gering sind. Wenn der schwarze Schwan hier zuschlägt, stehst Du nicht im Regen.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

        • Fräulein Zaster sagt:

          Hm..
          Und eigentlich ist so eine BU gar nicht so teuer. Mit meinen Daten komme ich auf etwas mehr als 200€ im Jahr. Das ist monatlich etwas weniger, als ich für mein Fitness-Studio zahle. Nächstes Jahr läuft außerdem mein brachliegender Handyvertrag für 30€ im Monat aus. Vielleicht mache ich das wirklich. Vielleicht nehme ich das ernsthaft in Angriff. Du merkst, ich überzeuge mich gerade selbst davon 😀

          • Dummerchen sagt:

            Sicher?? Jährlich 200€? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Entweder Deine BU-Rente wäre extrem klein, die Vertragsbedingungen sind extrem schlecht (oder beides) oder aber Du bist von der „Jährlich“-Spalte in die „Monatlich“-Spalte verrutscht.

            Christoph aus der Finanzküche hat einen Super-Einstiegsartikel zu dem Thema verfasst: http://www.finanzkueche.de/berufsunfaehigkeit/
            Den würde ich mir auf jeden Fall erstmal anschauen, bevor Du aktiv wirst.

            Lieben Gruß
            Dummerchen

            PS: Und nicht aufgeben, wenn das Thema plötzlich an Komplexität gewinnt. Tschacka! Du schaffst das! :-)

          • Fräulein Zaster sagt:

            Danke für den Link zur Finanzküche. Den schau ich mir auf jeden Fall mal an.

            Was mein Ergebnis betrifft: Nein, nix verrutscht.
            Ein  Screenshot

          • Dummerchen sagt:

            Ah, ok, ich hatte die dritte Möglichkeit vergessen – Du versicherst Dich nur für wenige Jahre. Darf ich fragen, wie Du gedenkst, die Jahre vom 55. bis 67. Lebensjahr im Leistungsfall zu überbrücken?

            (Ob dieses Vergleichsportal jetzt wirklich so ideal für einen ausführlichen BU-Vergleich ist, wage ich mal zu bezweifeln – es werden überhaupt keine Aspekte wie „Verzicht auf abstrakte Verweisung“ usw. angesprochen. Aber klar, als erste Hausnummer mag das erstmal dienen.)

          • Fräulein Zaster sagt:

            Das war auch nur als erste grobe Suche gedacht.

            Ich hatte einen Denkfehler in meiner Suche. Ich bin davon ausgegangen, dass ich mit 55 finanziell frei bin und habe deswegen den Leistungszeitraum beschränkt, was totaler Quatsch ist. Ich widme dem Thema mal noch etwas mehr Zeit und dann wäge ich ab.

            Danke für deine Ratschläge!

          • Oliver sagt:

            Warum ist das totaler Quatsch? Wenn du finanziell frei bist, brauchst su doch keine BU, da du dann quasi deine eigene Versicherung bist. Und wenn du ohnehin nicht mehr arbeitest, brauchst du auch keinen Arbeitsausfall versichern. Oder habe ich etwas übersehen?

          • Fräulein Zaster sagt:

            Naja, sagen wir ich würde MORGEN berufsunfähig werden. Dann bringt es mir gar nichts, dass ich theoretisch mit 56 finanziell frei gewesen wäre. Dieses Ziel werde ich nicht erreichen, weil ich meinen finanzielle Freiheit Zeitpunkt anhand meines Gehalts berechnet habe. Das ist jetzt jedoch nicht mehr da. Also auch keine finanzielle Freiheit mit 56.

        • Oliver sagt:

          Logo! 😀 Da hatte ich wohl tatsächlich eine Kleinigkeit übersehen.

      • Die gute alte BU. Schweineteuer, unklar ob ausgezahlt wird im Ernstfall und trotzdem notwendig. Zumindest solange Du eine ordentliches Portfolio aufgebaut hast. Dann kannst Du überlegen ob es noch nötig ist.

        Meine erste BU ist meine Frau! Wenn ich nach dem dritten Burnout nicht mehr schaffen gehen kann, muss halt Frau Finanzglück das Ruder übernehmen und die Stunden hochfahren. Allerdings habe ich einen Grundsockel an Einkommen durch eine BU abgesichert. Die ist bei weitem nicht so hoch wie das Einkommen, sollte aber reichen um uns vor dem Verhungern zu retten.

        Leider passt das Preis-Leistungsverhältnis nicht bei diesem Produkt.

  5. Julia sagt:

    Mein Notgroschen ist etwas mehr als 3000 Euro. Das entspricht weniger als drei Nettogehältern oder Monatsbedarfen. Warum? Ich habe keine Kinder, einen sicheren Job und Autos, Waschmaschinen und ähnliches teile ich mit meinen vielen Mitbewohnern (wir sind über 15 Leute). Also wenn da was kaputt geht dann stemmen wir das finanziell gemeinsam und das ist dann für den einzelnen finanziell sehr überschaubar.

    Mein finanzielles worst-case-Szenario wäre, dass ich aus irgendeinem Grund Hals über Kopf aus dieser WG ausziehen muss und auch so schnell keine neue finde. Dann müsste ich den Umzug und eine Mietkaution zahlen und mir Geschirr und andere Haushaltsgegenstände besorgen. In so einem Fall hätte ich aber auch keine Hemmungen, meine Familie oder Freunde um einen kleinen Privatkredit zu fragen falls der Notgroschen hier nicht reicht.

    Trotzdem denke ich darüber nach, den Notgroschen doch noch etwas aufzustocken. Man weiß ja nie… Es wäre dann sowas wie ein Wohlfühl-Extra, nicht nötig aber nett um sich gut zu fühlen und unabhängiger zu sein. Ich möchte Kinder und in der Elternzeit-Phase hat man ja doch ein deutlich kleineres Einkommen. Da wäre es sicher gut, etwas mehr Geld in der Hinterhand zu haben.

    Leute sparen für ihre Hochzeit oder ihr eigenes Haus – ich habe noch nie irgendwo gelesen dass jemand Geld zur Seite legt weil er oder sie Kinder haben möchte. Aber das ist ein anderes Thema…

    • Fräulein Zaster sagt:

      Legst du den Rest denn an oder wird der ausgegeben? Auch angelegtes Geld wäre im Notfall verfügbar. Wenn dein gesamtes Eigenkapital jedoch aus diesen 3000€ besteht, wäre ein weiteres Aufstocken vielleicht wirklich eine Überlegung wert.

      Was das Sparen für’s Kind angeht, finde ich den Gedanken nicht ungewöhnlich und auf jeden Fall nachzuvollziehen. Nicht mal, weil ich denke, dass ein Kind so teuer ist, sondern eher, weil einem das Sicherheit gibt, die an anderer Stelle mit Sicherheit fehlen wird. Es gibt so viele Fragen und Probleme, mit denen sich neue Eltern konfrontiert sehen, allem voran „Schaffe ich für mein Kind eine Umgebung zu schaffen, in der es behütet gedeihen kann?“ Und dann noch Faktoren, die sich nicht kontrollieren lassen, wie beispielsweise das Temperament des Babys und direkt daraus folgend die Menge an Schlaf, die einem noch verbleibt. Da kann ich es nur verstehen, wenn man versucht das zu kontrollieren, was kontrolliert werden kann, und zumindest finanziellen Sorgen vorbeugen möchte – es kommt ja so schon genug unkontrollierbares auf einen zu.

      • Julia sagt:

        Nein, der Rest wird nicht komplett ausgegeben. Ich stecke monatlich 300 Euro in ETFs – da könnte ich im absoluten Notfall auch Teile meines Depots verkaufen (besser: erst mal den ETF-Sparplan pausieren oder stoppen). Und ich habe noch ein Konto auf das ich Geld packe für andere Investments (Crowdfunding etc.). Dann gibt es auch noch meine „Reisekasse“ die ich notfalls plündern könnte. All das würde ich aber nur machen wenn echte Notfälle eintreten würden, längere Arbeitslosigkeit oder eine teure aber nötige medizinische Ausgabe zum Beispiel.

        Zustimmung zu deinem zweiten Absatz zum Thema Kinder.

  6. Michael sagt:

    Nabend,

    meine Reserve liegt immer genau bei 500€. Alles andere wird investiert und oder für Leben und Spaß verballert :D. Damit passe ich wohl eher nicht in die Dividendencommunity auch wenn ich entsprechend investiere, aber was solls für mich ist das der Gesunde Mittelweg mit dem gewissen Extra. Meine wilde Phase beim investieren werde ich wohl zu Lebzeiten nicht mehr los. Bisher kann ich mich nicht beklagen, darf gerne alles so weiter laufen. Bei meinen Finanzen gibt es nur eine Regel, nie nie niemals etwas auf Kredit kaufen und entsprechend keine Schulden. Einzige Ausnahme wären Gesundheitskosten, alles andere würde mir meine Lebensqualität mindern.

    Grüße Michael

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Michael,
      wie erfrischend ungewöhnlich 😀
      Falls du mir die Fragen beantworten magst: Wie alt bist du? Studierst du noch? Hast du Familie?
      Ich verspreche auch, dass ich keine altklugen Kommentare von mir geben werde, wenn du mir sagen solltest, dass du noch Student bist und keine Familie hast 😉

      • Michael sagt:

        Hehe,
        so eine Nachfrage habe ich mir schon fast gedacht.

        – Studium hab ich schon ne Weile hinter mir
        – Beziehung ohne Kinder
        – über 30

        Bezüglich meines obigen Statements (19:25) werde ich gerne von Konservativen verbal gesteinigt. Aber Leben und Leben lassen. Das konservative war nicht unbedingt auf dich bezogen. Lustig empfinde ich dann immer den nicht vorhandenen Bildungsgrad zum Thema Finanzen jedenfalls in meinem privaten teils konservatien Umfeld. Gegen Hilfreiche Kommentare habe ich nichts, nur was ich draus mache ist eine andere Frage :).

        grüße Michael

        • Fräulein Zaster sagt:

          Richtige Einstellung 😉

          Hauptsache Eigenkapital. In deinem Depot wirst du mit Sicherheit was drin haben, sonst würdest du dich nicht in der Dividendencommunity rumtreiben. Wirklich schwierig finde ich es nur, wenn Leute so überhaupt nicht zurücklegen und sich keine Gedanken machen. Alles andere ist wie du schon sagst „Leben und leben lassen“.

  7. Tuba sagt:

    Das „Problem“ mit der Notreserve kenne ich auch ganz gut, man weiß das es sehr vernüftig wäre das Geld zurückzuhalten, aber plötzlich sieht man über all Möglichkeiten es zu investieren.
    Mir geht es grade ähnlich ich bezahle grade noch einen Kredit ab und muss mich jeden Monat „zwingen“ eine Sondertilgung zu leisten damit ich schon im April fertig bin, und das Geld noch nicht für zum Beispiel Sparpläne zu benutzen.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Durchhalten! Bald ist der Kredit abbezahlt und du kannst mit deinen Sparplänen loslegen! Aber auch ein bisschen was in den Notgroschen-Strumpf stopfen! 😉

  8. Pippo sagt:

    @Dummerchen vielen Dank für den BU Link. Ich bin zurzeit in der Phase der Einarbeitung in dieses Thema. Falls jemand noch mehr hilfreiche Links davon hat, ich klicke dankend drauf :-)

    Zum Thema Notgroschen, ich halte derzeit 1 Nettogehalt, will im nächsten Jahr dann langsam aufstocken. Aber heh, ich bin 25 und sportlich fit und noch gesund, erstmal möchte ich ein wenig erleben und Reisen.

    Artikel ist wieder mal sehr schön persönlich geschrieben.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Wenn du bewusst ein Nettogehalt für Notfälle beiseite legst, dann tust du schon wesentlich mehr als die meisten anderen 25-jährigen. Je nach Gehalt ist es teilweise auch wirklich schwierig überhaupt etwas zu sparen. Deswegen bin ich sowieso der Meinung, dass man sich mit pauschalen Belehrungen sehr zurückhalten sollte.

      Lieben Dank :-)

      Alexandra

  9. Wolke sagt:

    Hat zwar nichts mit dem Thema so richtig zu tun :), aber lass mal dein Eisen- und Ferritin-Werte bestimmen. Gerade bei Frauen mit geringen Fleischkonsum kann der schnell niedrig sein und zu Haarausfall führen.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Aktuell esse ich eigentlich relativ viel Fleisch, aber trotzdem danke für den Tipp. Ich hab immer etwas Angst vor Bluttests. Also nicht vor den Spritzen, sondern vor den Tests an sich. Keine Ahnung warum. Ich werd‘ das aber mal machen.

  10. Ex-Studentin sagt:

    @Julia: Gezielt für die Familiengründung lege ich mein Geld nicht zurück, ist aber einer von vielen Gründen wieso ich derzeit viel Geld auf dem Tages- und Festgeldkonto habe.
    @Alexandra: Ich habe aktuell einen sehr hohen Notgroschen und könnte davon rund 2 Jahre leben. Habe ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis und bin gerne für jegliche Eventualitäten gerüstet: Notfälle bei meiner Familie, vielleicht einen Vollzeit-Master, eine ungeplante Schwangerschaft, Eigenkapital für eine tolle Eigentumswohnung die mich anlacht etc. Wobei ich noch nicht sicher bin, wo ich die Grenze bei meinem wachsenden Notgroschen ziehen soll.

    • Fräulein Zaster sagt:

      😀 Sehr gut! Du könntest dir aber mal überlegen, ob du nicht vielleicht einen Teil davon lieber in deine auserwählten ETFs investieren möchtest. Das Geld hält auf dem Tagesgeldkonto nicht einmal der Inflation stand. Investiert ist es schließlich nicht weg, wenn dich also eine tolle Eigentumswohnung anlacht oder ein anderer wirklich kostspieliger Notfall ansteht, kannst du es wieder aus dem ETFs rausziehen. Würde ich an deiner Stelle echt mal drüber nachdenken bei solchen Summen :)

  11. Oliver sagt:

    Ich halte 6 monatliche Ausgaben als Barreserve vor (das müssten momentan etwa 4000-5000 € sein, genaures ist momentan nicht ganz klar, weil sich meine Lebenssituation gerade noch ändert) Habe keine Kredite, keine Kinder, kein Auto und wohne zur Miete vollmöbliert. Die Möglichkeiten, unerwartete Ausgaben zu generieren, sind also scheinbar begrenzt. Unverhofft kommt allerdings oft – neulich musste ich erst unerwartet 1800 € eines Stipendiums zurückzahlen. Mit einem soliden aber nicht übertriebenen riesigem Notgroschen fühle ich mich daher wohler.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Autsch. Spontan 1800€ hinlegen zu müssen ist ja nicht so schön. Aber für sowas ist der Notgroschen ja da. Ich bin mittlerweile auch echt froh aufgestockt zu haben :-)

  12. Raphael sagt:

    Tja, die liebe BU. Schwieriges Thema.

    Aus Erfahrung als ehemaliger Personaler kann ich Dir sagen, achte bei der Gesellschaft auch auf die Klagequote. Was nützt eine BU, bei der Dir im Fall der Fälle die Versicherungsgesellschaft diese aus *setzte irrelevanten Grund hier* kündigt?

    Und aus persönlicher Erfahrung empfehle ich eine reine BU. Bloß kein Kombiprodukt. Mein Versicherungsmensch wollte mir doch tatsächlich eine tolle „BU Invest inkl. Pflege“ andrehen (mit tollen teuren aktiv gemanagten Fonds) NACHDEM ich gerade meine Basiskombirente mit BU Beitragsfrei gestellt habe. *facepalm*

    Ich selber bin dazu übergegangen nur noch das zu Kaufen, was ich auch wirklich verstehe. Daher bin ich auch mit 2 DIN A4 Seiten Fragen zu meinem Versicherungsvertreter, nachdem ich das BU Angebot hatte. Irgendwann sagte er, immerhin ehrlich, „Du, ich versteh
    noch nicht mal Deine Frage. Keine Ahnung“ Gott, er muss mich innerlich gehasst haben, hat aber professionell gute Miene gezeigt.

    Sicherlich mag der eine oder andere meine Einstellung für übertrieben halten und meine investierte Freizeit zum lesen und verstehen einer BU als verschwendet ansehen. Wenn ich jedoch Bedenke, dass ich die BU mind. 2 Jahrzehnte bezahle, dann sind die zwei, drei Abende gut investierte Zeit um auch das richtige Produkt für mich zu finden. Ich werde die BU wohl so lange laufen lassen, bis ich meinen geschätzten Zeitpunkt der finanziellen Freiheit erreicht habe (+5 Jahre Puffer).

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung und viel Erfolg bei der Suche nach der richtigen BU.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Lieben Dank!

      Übrigens steht genau das, worauf du hinweist, auch in dem von Dummerchen empfohlenen Artikel auf Finanzküche. Ich werde mich also echt daran halten und mich ein paar Abende konzentriert hinsetzen. Im schlimmsten Fall schreibe ich einen verzweifelten Beitrag zu meinem Unterfangen 😀

  13. Nireves sagt:

    Hallo,

    ich glaube ich bin hier der Konservativste von allen. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich erst in das Thema Geldanlage einsteige.
    Vor 1 Jahr habe ich einen größeren Geldbetrag geerbt. Nun liegt dieser komplett auf meinem Tagesgeldkonto. Ich weiß, Geldvernichtung :(
    Naja, nun bin ich ja zum Glück auf diesen Blog gestoßen und will mir demnächst ein Weltportfolio aufbauen.
    Eine Frage hätte ich jedoch noch, die mich brennend interessieren würde:
    Wie handhabt ihr das? Komplettes Vermögen aufteilen in sicher = Tagesgeld und langfristige Anlage = Aktienmarkt oder gibt es hier auch einen Teil der für die Variante ist zusätzlich einen Teil des Geldes in einer Festgeldleiter anzulegen.

    Viele Grüße

    • Tuba sagt:

      Also da gibt es sehr viele Möglichkeiten aber an deiner Stelle köntest du ja einen Teil erstmal im Festgeld anlegen um dir in der Zeit genug wissen anzueignen wie du dein aufteilst. Das Problem ist finde ich das man sehr viele Möglichkeiten hat (Aktien, P2P Kredite, Sparkonten, Crowndinvest…) Und das ist mal mehr oder weniger für einen geeignet. Da muss man ein wenig rumprobieren und sich einfach mal belesen!

    • Fräulein Zaster sagt:

      Klar geht das. Du brauchst auch keine neue Kategorie oder so dafür. Was du in deiner Festgeldleiter anlegst zählt ebenfalls zum risikolosen Teil dazu – vorausgesetzt natürlich, dass auch hier (wie beim Tagesgeldkonto) das deutsche Einlagensicherungsgesetz erfüllt ist.

      Und was die „Geldvernichtung“ angeht, würde ich mir gar nicht so den Kopf machen. Du machst absolut alles richtig: Weder gibst du dich einfach mit dem Tagesgeldkonto zufrieden, noch stürzt du dich unbedacht in irgendwelche Investmentvarianten, die du nicht verstehst.

      Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Mach dich schlau. Investiere erstmal in deine FinanzBILDUNG und irgendwann weißt du genau, wie du dein Geld anlegen willst. Nicht, weil dir das irgendein Finanzberater aufgeschwatzt hat, sondern weil du selbst das Steuer in die Hand genommen hast. Das wird ein sehr cooles Gefühl sein :-)

      • Dummerchen sagt:

        Volle Zustimmung. Vor allem auch zum letzten Punkt.

        @Nireves: Es ist tausendmal besser, Du lässt das Geld erstmal auf dem TG-Konto und machst Dich schlau als „irgendwas“ zu machen und hinterher zu merken, das das totaler Murks war.
        Festgeld handhabe ich wie Fräulein Zaster es beschreibt: Mein „risikoarmer“ Anteil besteht nur aus TG und FG und letzteres spannt eine Leiter über einige Jahre. Ob es allerdings die deutsche Einlagensicherung sein muss, weiß ich nicht. Teile meiner Gelder liegen auch auf niederländischen und österreichischen Bankkonten. Jeder hat da andere Sicherheitsbedürfnisse.

  14. Graccem sagt:

    Hallo,

    mein Notgroschen liegt derzeit bei 3k€. In 5 Jahren wird es dann bei rund 10k€ liegen. Mehr wollte ich dann auch nicht für den Notgroschen beiseite legen. Ich befülle aber meinen Notgroschen nur mit 33% meines Geldes am Monatsende. Der Rest fließt bei mir weiterhin ins Investieren. Und damit kann ich ganz gut schlafen.

    P.S. Die Serverzeit von deinem Blog steh noch auf der Sommerzeit.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Stimmt. Danke für den Hinweis :-)

      Ich werde ebenfalls weiterhin aufs Tagesgeldkonto einzahlen, weil ja mein risikoloser Teil des Weltportfolios dort ebenfalls liegen wird. Im Notfall wird auch dieser Betrag zum Notgroschen degradiert. Aber im echten Notfall würde man ja sogar sein Depot verflüssigen, falls es nötig sein sollte.

  15. Fiete sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,

    mich erinnert dein Beitrag an meine Anfänge. 1999 damals 29 Jahre alt Habe ich komplett auf einen Notgroschen verzichtet, der Neue Markt war wie Geld drucken und warum Notgroschen, wenn an der Börse jeden TAG! 10% Rendite drin waren. Wir haben uns im Jahr 2000 dann für unser ersten Hauskauf entschieden und mein zweiter Sohn war im Anmarsch….Dann das Jahr 2001 Depot komplette gecrasht, Fau mit dem Neugeboren zu Hause ohne Einkommen und die Raten fürs Haus waren so Hoch wie mein damaliges Einkommen. Ich kann Dir sagen damals hätten keine 1,2,3 oder gar 6 Monatsgehälter gereicht, wir aber hatten gar nichts. Videotheken, Kellnern, Sonnenstudios jeder Job wurde angenommen, der Nachts oder am Wochenende war und zusätzliches Geld brachte! Wer diesen Weg einmal gegangen ist, der wird NIE wieder ohne Notgroschen leben wollen!
    aus der Erfahrungen, haben wir es dann letztendlich so gehandhabt wie Du und wir machen es heute noch so! Unsere Fixkosten x 12 Monate dann sind wir mindestens mal 1,5 Jahr safe. Kinder sind nicht mehr geplant und wenn man doch nochmal den Job wechselt, gibt es ja auch noch ein bisschen vom Amt. Da wir mittlerweile 4 Häuser (3 zur Vermietung und eins in dem wir leben) haben, haben wir immer mind. 75k EUR als Reserve. Wer glaubt mit dem Erziehungsurlaub, sei die „Sauregurkenzeit“ vorbei, der hat noch keine Kinder durch ein privat Studium gebracht 😉 Unser großer ist gerade in einem solchen auf dem Weg zum Master und hier muss man leider locker weitere 100k einplanen!
    Zur Anlage des Notgroschen, hier gibt es unterschiedliche Auffassung, ich lege es meist in „gut“ verzinste Anleihen. Tagesgeldkonton sind mir dann doch eine Stück zu konservativ.

    Vielen Dank für die vielen tollen Berichte und beste Grüße aus Hamburg
    Fiete

    • Fräulein Zaster sagt:

      75k hat sich auf den ersten Blick nach ganz schön viel angehört, aber wenn man 4 Häuser(!) hat, ist das wahrscheinlich notwendig 😀

      Was sind denn deine „gut“ verzinsten Anleihen? Heißt das, du hast keinen Betrag, den du direkt verfügbar parat hättest?

  16. Fiete sagt:

    von jetzt auf gleich, habe ich nur meine Konten. Dank Dispo sind hier immerhin 30k sofort verfügbar.
    Anleihen kann man über die Börse handeln und das Geld ist dann innerhalb einer Woche verfügbar.

    Weil Du gerade da warst, sowas zum Beispiel

    A1G66E Südafrika ZAR-Anleihe – Achtung Währungs und Kursrisko bleibt natürlich bestehen!!!
    Fällig aber erst 2049 – ich bin dann 79 also für mich eine Art Renten“versicherung“

    Allein für die Darlehn benötige ich monatlich ca. 4500 EUR! Klar ein Großteil wird durch Mieter gezahlt, aber auch Mietausfälle müssten über den „Notgrosche“ aufgefangen werden. Was ich deutlich machen möchte die Ansprüche steigen mit der Entwicklung und wenn man nicht stehen bleibt und Chancen erkennt, dann sind diese die absoluten Zahlen ständig im Wachstum!

    • Fräulein Zaster sagt:

      A1G66E Südafrika ZAR-Anleihe? Woah! Woah! DA hast du deinen Notgroschen drin?? O.o
      Das wär mir viel zu krass. DAS WÄHRUNGSRISIKO! Wenn ich mir überlege, dass der ZAR gegenüber dem EUR dieses Jahr innerhalb von nicht mal 6 Monaten mal eben so um 20% gesunken ist *Hände über dem Kopf zusammenschlag*
      Wenn ich mein frisch aufgestelltes Weltportfolio betrachte, würde diese Anleihe schon allein wegen knapp 10% Rendite aber mal sowas von total zum risikobehafteten Teil gehören.

      …. …. …. okay …. ich hab mich wieder beruhigt 😉
      Mal andersrum gefragt: Was gehört denn für dich nicht zu deinem Notgroschen?

      • Fiete sagt:

        :-) haha gute Frage! Hast natürlich recht, Risiko behaftet bleibt es trotzdem. Vielleicht sollte ich meine Depots anders definieren. Ich habe das gemanagte Depot, mit Aktien zwar Buy &Hold, aber unter ständiger Beobachtung und zukäufen – kein Notgroschen 😉
        Das Anleihendepot wurde einmal gefüllt und entsprechende diversifiziert. Keine weiterer handel geplant bis 2025. Da wird die 1. Anleihe fällig. Oder bei nicht geplanten oder vorhersehbaren Ausgaben. -Notgroschen-
        Immobilien Investment wird ständig modifiziert und angepasst. Chancen werden sowohl auf der Käufer, als auch auf der Verkäuferseite genutzt. Also aktives Management und somit kein Notgroschen
        Fazit mein Notgroschen ist der absolut nicht gemanagte Vermögensanteil. Alle aktive verwalteten Vermögen sind somit KEIN Notgroschen.

        Bis 2049 wird der ZAR auch wieder in die andere Richtung laufen, die Zinsen sind aber fix und aktuell sogar mit kleinem Bonus vorallem wenn man in der Erwartung ist, 2049 noch zu erleben :-)
        …some time you win, sometime you loose

  17. Oliver sagt:

    Ich habe immer nur einen kleinen Notgroschen, der sich so auf 1 – 2.000 € beläuft. Ich bin inzwischen der Ansicht, dass das Thema am eher Anfang wichtig ist, wenn man noch kein sehr großes Depot besitzt. Dazu kommt natürlich noch, was man meint, pro Monat benötigen zu müssen. Wären meine Fixkosten hoch, dann hätte ich wahrscheinlich auch einen höheren Notgroschen.

    Dazu habe ich mir ausgerechnet, dass ich im Schnitt etwa 5% Ertag / Jahr bekomme (so plus – minus und etwas konservativer gerechnet, da ich sehr viel in Aktien investiert habe). Wenn ich also 10.000 € zurücklege und die mit Tagesgeldkonto von sagen wir mal 0,5% verzinsen lasse, ist das Delta bei 4,5%. Das wären also 450 €, die weniger Ertrag wären. Gut, davon würde die Welt nicht untergehen, wenn ich das nicht erwirtschafte. Aber eigentlich ist es sinnlos, darauf zu verzichten. Ich bin z.B. bei der Consorsbank und habe dort die Möglichkeit, bei Bedarf die Aktien zu beleihen, wenn alle Stricke reissen. Das sind so 6% Zinsen, also eine Einbuße von 1% zu den durchschnittlichen Dividenden. Das wäre also eine super Absicherung ohne Notgroschen und solange man die nicht in Anspruch nimmt, kostet es nichts. Ich war noch nicht in der Situation und hab das noch nicht mal beantragt.

    Ich habe festgestellt, dass die monatlichen passiven Einnahmen immer weiter ansteigen und ich durch diese einen gewissen steigenden Prozentsatz meiner monatlichen Kosten abdecken kann, auch wenn ich nichts mache. Ich müßte also nur das Delta zwischen passiven Einkommen und Ausgaben irgendwie bestreiten. Von daher ist der Notgroschen für mich persönlich nur von untergeordneter Bedeutung. Die 1-2000 € sind für mich also nur Gewissensberuhigung.

    Man sieht an den Antworten, dass jeder unterschiedlich eingestellt ist. Manche brauchen richtig viel, um sich wohl zu fühlen und andere haben das eher nicht so auf dem Radar. Man sollte das machen, womit man sich wohlfühlt. Ich persönlich beschäftige mich mit der Frage schon länger nicht mehr, da es ausreichend Optionen gibt, um so etwas zu umschiffen.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Wie du schon sagst, hauptsache man findet eine Lösung, mit der man sich wohl fühlt. Mein Gewissen braucht halt einfach etwas mehr als 1-2000€ :-)

  18. Kilian sagt:

    Hallo Alexandra,
    Ich sehe das mit den Notgroschen gaanz anders!!
    Ich würd diesen nämlich sogar eventuell verringern….
    Ich sag dir auch warum: wie der Name es schon sagt, ist dieses Geld für Notsituationen gedacht. Diese treten glücklicherweise nur sehr sehr selten im Leben auf. Dadurch, dass der Notgroschen aber rund um die Uhr noch auf einem Tagesgeldkonto liegt, entgeht dir langfristig eine ordentliche Summe an Renditeeinnahmen!!

    Wenn du eines Tages doch noch einmal Geld benötigen solltestm verkaufst du einfach einen Teil deiner Aktien. Das Geld liegt dann einen Tag später auf deinem Depotkonto!!

    Na – was denkst du dazu??

    • mafis sagt:

      Naja, 2008 z.B. wäre es nicht wirklich toll gewesen. Dann würde man ja den Buchverlust auch verwirklicht. Und den Renditeverlust kriegt man dann auch mit der besten Strategie erstmal nicht rein.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Nicht besonders viel, ehrlich gesagt. Einfach weil in so einem Fall eben ein Aspekt nicht berücksichtigt wird: Was ist, wenn die Kurse radikal einbrechen?

      Ich zeige dir, was ich meine, anhand eines stark vereinfachten Rechenbeispiels:
      Sagen wir, ich habe 100.000€ in mein Depot investiert, die Kurse brechen um 50% ein, ich habe also noch genau 50.000€. Davon hebe ich 5.000€ ab, weil ich in eine Notlage geraten bin. Macht ja nichts, sind ja immer noch 45.000€ da, denke ich mir. Blöderweise hat sich jedoch der Einstandswert meines Depots von 100.000€ auf 90.000€ verringert. Ich habe also 5.000€ abgehoben und 5000€ Verlust realisiert. Blöd. Sogar noch blöder, wenn man bedenkt, dass einem der Börsencrash an sich schon genug Sorgen bereiten würde. Ich verweise an dieser Stelle auch auf den heutigen Kommentar von Fiete (9:02).

      Der Notgroschen ist meiner Meinung nach für Notfälle gedacht und nicht, um ihn unter Renditeaspekten zu betrachten. Ich bestelle mir auch kein Vanilleeis und beschwere mich dann, dass es nicht nach Schokolade schmeckt. 😉

      • Kilian sagt:

        Mhmm…. Ich versteh eure Einwände schon.. Schließlich machen sie ja Sinn 😉
        Aber es muss ja nicht immer der worst case auftreten, dass man genau dann das Geld braucht, wenn die Kurse maximal gefallen sind….

        Nun ist es aber so, dass solche Crashes so alle 7-8 Jahre ungefähr vorkommen. Also die meiste Zeit wäre mein Weg kein Problem…

        Es ist eben auch mal wieder eine Betrachtungssache..
        Aber deiner Eismetapher trifft es sehr gut :). In meiner Vaiante Geld aus Aktein abzuziehen, mische ich zwei unterschiedliche Geldfunktionen (Renditestreben und Sicherheit) miteinander….

        • Fräulein Zaster sagt:

          Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wo der Aspekt der Sicherheit bei dir zu finden ist, wenn du zu 100% auf Aktien setzt. Das Renditestreben sehe ich jedoch ganz deutlich 😉

          • Kilian sagt:

            Gut beobachtet – Sherlock 😉
            Ich hab auch so gut wie keinen Sicherheitsaspekt bei mir. Das hat zwei Gründe: es gibt aktuell keine großen Ereignisse, weshalb ich plötzlich viel Geld brächte.
            Zweitens: wenn ich doch plötzlich mehr Geld benötige, decke ich den Betrag einfach über meine monatliche Sparsumme ab (die dann in dem Monat eben nur gering ausfällt)….
            Aber es hängt ja immer von der jeweiligen Lebenssituation ab….
            Das andere Beispiel sieht man ja von Fiete…

        • Dummerchen sagt:

          Kilian, lass mich raten: Du bist noch relativ jung und beginnst gerade damit Vermögen aufzubauen, oder?

          Gerade in jungen Jahren herrscht oftmals das Gefühl der Unsterblichkeit, der unbändigen Kraft und der unzähligen Möglichkeiten vor. Da will man am liebsten alles und zwar sofort. Und somit bei der Geldanlage alles auf Turbo und der Überholspur investieren. Also bloß keine Sicherheitspolster, da sie ja nur Rendite und somit Geld kosten.

          Lass es Dir gesagt sein, Sicherheitspolster kosten manchmal kein Geld, sie können sogar dafür sorgen, dass Du mehr Geld hast. Du kannst Krisen in einer Firma deutlich entspannter „aussitzen“, wenn Du ein paar Monatsgehälter auf der hohen Kante hast. Was passiert im schlimmsten Fall, wenn Du doch entlassen wirst? Du nimmst das Geld des Notgroschens und hast Zeit, Dir etwas passendes mit interessanter Arbeit und guter Bezahlung zu suchen. Hast Du keinen Notgroschen, verscherbelst Du ggf. bei gefallenen Kursen eine Menge (siehe Fräulein Zasters Kommentar) oder aber Du musst schnellstmöglichst schauen, dass Du überhaupt wieder eine Anstellung findest. Zeit für Gehaltspoker, Geld für Umzüge – beides hast Du dann nicht.
          Und denke bitte nicht, dass irgendjemand für eine Firma unersätzlich wäre. Egal wie gut qualifiziert er ist, wenn die Excel-Tabelle die Schließung Deiner Abteilung vorsieht, dann hat die Excel-Tabelle recht. Zumindest in den Augen der Controller. Ich habe die Situation in mehreren Firmen erlebt. Beim ersten Mal noch als Berufseinstieger und Frischling und ein zweites und drittes Mal in einer anderen Firma als „älterer Hase“ mit Geld im Rücken. Mit einem ordentlichen Puffer ist man deutlich entspannter und schläft trotzdem noch ruhig.

          • Kilian sagt:

            Ja – prinzipiell hast du Recht…
            Ich bin wirklich noch recht jung – 22…
            Mit dem Job bin ich aber wirklich „unkündbar“, ich kann nichtmal selbst kündigen 😉
            Bin bei der BW und hab noch mind. 13 Jahre vor mir….
            Ansonsten im Leben bin ich jedoch ein sehr sicherheitsorientierter Mensch, aber bei Investitionen mag ich wirklich gern das Risiko… :)
            Als Fazit würd ich einfach festhalten, dass jede Person andere möglichen Risiken zu stemmen hat, daher muss sich auch jeder für einen für sich abgestimmten Notgroschen entscheiden

      • Oliver sagt:

        Das ist ein bisschen verkürzt und auch panisch gedacht. Wäre ich z.B. in der Situation von 2008, hatte ein Depot vor dem Crash mit 100.000 € und das ist zum Zeitpunkt meines Geldbedarfes wegen dem Crash nur noch 50.000 € wert, dann würde ich über den Lombardkredit die 5.000 € aufnehmen, ohne was zu verkaufen. Die Sache kostet mich dann natürlich Zinsen, bis das ich das Geld zurück gezahlt habe. Dagegen stehen immer noch Dividenden. Jetzt muß man dazu sagen, dass 2008/2009 eine Extremsituation war, aber die meisten Unternehmen weierhin Dividenden gezahlt haben, auch wenn einige diese gekürzt oder eingestellt haben.

        Wenn ich also ein Depot dieser Größenordnung habe, ist der Notgroschen über 5.000/10.000 € nicht mehr wirklich nötig, da ich aufgrund der vorhandenen Werte flexibler bin. Das ist ähnlich wie bei Immobilien: Kann ich zur Not beleihen, wenn es nicht anders geht. Ein Notgroschen dient in erster Linie dazu, Geld schnell zur Verfügung zu haben und die Summe sollte nicht exorbitant hoch sein. Bei meinem Beispiel habe ich jetzt zweimal Minus genommen: Krise 2008 mit stark fallenden Kursen und rückläufigen Dividenden. Die meiste Zeit hat man aber nicht diese Extreme und könnte, wenn man das mit dem Lombardkredit nicht so mag, tatsächlich Aktien verkaufen. Würde ich persönlich eher vermeiden und lieber den Kredit aufnehmen.

        Notgroschen wird wichtiger, je höher z.B. die monatlichen fixen Ausgaben durch Immobilie/Miete, Auto, Familie ist. Bei niedrigen monatlichen Fixkosten wie bei der Blogschreiberin hier würde ich mir nicht so große Barreserven beiseite legen. Das ist totes Kapital. Ein bisschen was zum flexibel bleiben ist aber OK, mach ich auch nicht anders mit meinen 1 – 2.000 €. Aber meine Fixkosten sind wesentlich höher als bei Fräulein Zaster. Die Angst ist genauso hinderlich wie die Gier. Und großer Notgroschen ist für mich immer viel Angst.

  19. Marion sagt:

    Interessanter Beitrag und tolle lebhafte Diskussion hier :-). Ich persönlich habe gerne ein ordentliches Liquiditätspolster (ist leider in diesen Zeiten ein Super Renditekiller), aber ich fühle mich wohler mit dem Gefühl, erweiterten Handlungsspielraum zu haben. Vor allem nicht ausschließlich für „die Not“, sondern auch für gewisse Freiheiten und die persönliche Weiterentwicklung (Auszeit? Noch eine Weiterbildung? Heliskiing oder sonstige Dinge von der „Bucket List“? Jetzt gleich?). Getreu dem (verkürzt wiedergegebenem) Motto: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden irgendwann zu Worten und deine Worte werden irgendwann zu Taten“ lege ich das Geld gedanklich für „finanziellen Spielraum“ zur Seite. Nicht dass zuviel Nachdenken über Not am Ende noch zur Not führt, unser Gehirn ist beim Verarbeiten von verbalem Input manchmal so erschreckend konsequent konstruiert (self-fulfilling prophecy und so ;-))
    In diesem Sinne: Werd schnell wieder gesund, Fräulein Zaster!

    • Fräulein Zaster sagt:

      Lieben Dank!

      Ich nutze den Notgroschen ebenfalls für spontane und größere Ausgaben, beispielsweise wenn der Flug, den ich schon eine Weile im Auge habe, plötzlich günstiger wird. In solchen Fällen entnehme ich das Geld und fülle den Notgroschen einfach im nächsten Monat wieder auf. Die meisten Ausgaben kann ich von meinem monatlichen Cashflow stemmen, aber wenn mal was Größeres ansteht habe ich ebenfalls gerne ein Liquiditätspolster. Mit wilder Kontenwirtschaft (eigenes Urlaubskonto, eigenes Konsumkonto usw.) schlage ich mich nicht rum. 😉

  20. Tuba sagt:

    Die Notserve ist doch eher ein Renditebringer sie sorgt dafür das ich die anderen Anlagen laufen lassen kann und nicht zwischendurch stoppen muss!

  21. Reinsch sagt:

    Ich halte auch nichts davon, den Notgroschen fix an Nettogehältern festzumachen. Letzendlich ist es eine Art Feuerlöscher. Die Frage ist daher: Welches Feuer muss er im schlimmsten (abgesehen von ganz abstrusen Extremsituationen) löschen können?

    Meine Parameter sind ähnlich wie bei dir: Mietwohnung, keine Kinder, kein Auto, Angestellter, Sparquote >50%. Daher habe ich den Notgroschen auch auf 5.000€ beschränkt, und schon das hielt ich für recht üppig. Denn letztendlich sind das 5.000€, die zu Minizinsen auf dem Tagesgeldkonto rumdümpeln.

    Erst als sich jetzt mein Plan verfestigte, nächstes Jahr einen open End Backpackingtrip zu starten habe ich den Puffer deutlich ausgebaut…

  22. Stephan sagt:

    Bei Haarausfall und schwachem Immunsystem mal an Schilddrüse, Vitamin D3 Spiegel und generell das endokrinologische System denken. Wenns die Kasse nicht zahlt, dann sind die paar 100 Euro auf Rechnung bei einem anerkannten Endokrinologen, bevorzugt in einer größeren Stadt, wegen der wiedererlangten Lebensqualität wahrlich ein gutes Investment. Auch in Lebenszeit und Lebensqualität muss man erst investieren lernen. Leider hinken Landärzte dem Stand der Forschung öfter hinterher als Stadtärzte, so meine Erfahrung. Jameda kennt gute Adressen. Werden so 15-20 Röhrchen Blut werden, aber dann weiss man, was vielleicht an einer Ecke los ist. Gute Besserung. 😉

    Da ich als GS/GF in einer kleinen Firma arbeite, die bei rauher Konjunktur auch mal ein paar Monate wenig zu tun hat, halte ich gern zweimal meine Gesamtjahreskosten vor. Darin enthalten sind wirklich alle Kosten, sprich Miete inkl. erwarteter Nachzahlungen, Strom, Kommunikation, Essen, Versicherungen, Auto, Kostenanteile an Firmen (der Jahresabschluss will bezahlt sein), wirklich der ganze Strauß. Dürften so ca. 50.000 Euro sein.

    Mental dort mit eingeschlossen ist der Posten Fuck-You-Money, der mich in die Lage versetzt, auch mal was anderes zu machen, statt jeden Tag zu malochen. Ohne, daß nach 8 Wochen die finanzielle Panik ausbricht. Mit Geld kann man sich diese Freiheit kaufen.

    Auch erwähnen möchte ich meine ganz persönliche Festgeldanlage mit 8% Verzinsung p.a.: Meine PKV! Sie ist sicher aufgestellt (ich überfliege jedes Jahr die Geschäftsberichte, um mich der Solidität erneut zu versichern), sie gibt mir 4% Nachlass bei Jahresvorauszahlung auf meine PKV-Beiträge, und weil ich durch 3,5fache Vorauszahlung in den Jahren n+,1 n+2 sowie teilweise n+3 meine BU, Haftpflichten usw. noch in meine 2800 Euro Vorsorgepauschale steuerlich hineinbringe, spare ich dadurch recht ordentlich Steuern. Liquidität, die in und über dem Notgroschen liegt, nutze ich für so eine „Festgeld-Anlage“.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Das mit der PKV ist interessant. Damit habe ich mich noch niemals beschäftigt. Aktuell ist mein Gehalt auch einfach noch zu gering, dass sich eine PKV lohnen würde.

      Den Notgroschen als „Fuck-you-Money“ zu bezeichnen, finde ich vortrefflich. Man kommt seltener in eine echte Notlage, als dass man das Bedürfnis hat jemandem mal gepflegt den Stinkefinger zu zeigen und in den Sonnenuntergang zu reiten. 😉

    • Reinsch sagt:

      Ob nun PKV oder GKV, das ist eine Diskussion für sich.

      Grundsätzlich würde ich aber sagen: Eine Versicherung ist keine Kapitalanlage. Auch wenn findige Verkäufer gern mal was anderes behaupten und supi Produkte aus dem Hut ziehen wollen…

  23. Ralph sagt:

    Ich finde deine Ansatz sehr gut, dass du den Notgroschen nicht am Nettogehalt festmachst, sondern an den zu überbrückenden Monaten. Sechs Monate sollten es aufjedenfall sein, damit man nicht jeden „scheiss“ sofort annehmen muss, sondern in Ruhe nach einen guten Job suchen kann.

    Gruß Ralph

    • Fräulein Zaster sagt:

      Da hast du recht. Selbst mit guter Ausbildung bekommt man viel Rotz-Jobs angeboten. Unter Zwang zu stehen einen davon anzunehmen, stelle ich mir gar nicht gut vor.

      „Zusätzlich fällt es mir bei meinen Spekulationen auf, dass ich teilweise Dummheiten begehe, die ich sicherlich in der Öffentlichkeit nicht machen würde.“
      😀 Fand ich sehr gut auf deiner Über mich Seite. Funktioniert für mich übrigens kein bisschen. Ich mach gutgläubig meine Fehler und hol mir hier im Nachhinein die Rüge ab. 😀

      • Ralph sagt:

        Ich bin echt froh gewesen, dass ich ein duales Studium beim großen Konzern gemacht habe, wenn ich zur Zeit mit ehemaligen Kommilitonen unterhalte gibt es bei gleichen Abschlüssen schon enorme Unterschiede in den Arbeitsbedingungen. Da ist es dann schön, wenn man sich Zeit lassen kann bei der Suche.

        Aber durch die Öffentlichkeit lernst du ja wieder dazu und wirst den Fehler bestimmt nicht zweimal machen bzw. wirst auf Fehler hingewiesen, die dir sonst nicht aufgefallen wären.

        Ja so sein Blog hat schon einige Vorteile :)
        Gruß Ralph

        • Fräulein Zaster sagt:

          Stimmt, aber ich kann mich im Gegensatz zu anderen Finanzbloggern, die ihre Fehler nicht in Echtzeit preisgeben, auch nicht als große Finanzexpertin positionieren. Manchmal finde ich das schade, meistens ist es mir egal 😉

          Liebe Grüße
          Alexandra

  24. Alexander sagt:

    Ziemlich viel zu lesen :)

    Wir haben 30k als Notgroschen. Damit decken wir mögliche Hausreparaturen, techn. Geräte (Fernseher, Gefriertruhe, Kühlschrank etc.), Auto etc. ab. Wenn wir in den Urlaub fahren, greifen wir das Polster an und füllen es dann wieder auf 30k auf. Einen Kredit zur Überbrückung will ich nicht aufnehmen, ist vielleicht psychologisch bedingt, aber ich fühle mich wohl.
    Man sollte immer die Situation des Einzelnen berücksichtigen und den Notgroschen im Verhältnis zum Gesamtvermögen sehen. Bei 20k Vermögen sind 10K immerhin 50% bei 1 Mio Vermögen sind 10K nur noch 1%. Mit wachsenden Vermögen relativieren sich die Größen.
    Und die German-Angst tut ihr übriges.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Das ist ein interessanter Gedanke. Aktuell ist das Vermögen, dass ich auf meinem Tagesgelkonto habe, im Verhältnis zu meinem Gesamtvermögen sehr groß. Vielleicht sagen auch deswegen viele der Kommentare, dass mein Notgroschen nicht so groß sein muss. Aber fast alles, was ich in Zukunft zur Seite lege, wird in mein Depot fließen. Mein Tagesgeldanteil wird also immer weiter schrumpfen…

      Vielleicht mach ich da ein Beitrag draus 😀

      German-Angst. Ein Begriff, der in letzter Zeit immer häufiger aufkommt. Interessant.

  25. JoeFox sagt:

    Meine Notgroschen:

    1. Gehaltskonto: neue Waschmaschine, Fernseher oder ähnliches ist damit stets abgedeckt. Meine sonst übliche Sparquote von mehreren hundert Euro im Monat wird dann mal nicht investieren

    2. Dispokredit (den habe ich noch nie in Anspruch genommen, aber wenn es mal sein muss, hab ich sofort 10.000 Euro: eigener Dispo + der meiner Frau. Klar, die Zinsen sind hoch, aber dafür lass ich mein Geld arbeiten, statt es vielleicht jahrzehntelang ungenutzt auf dem Tagesgeldkonto versauern zu lassen.

    3. Vierteljährliche Fonds-Ausschüttungen von mehreren tausend Euro, die dann nicht reinvestiert werden, sondern als Notgroschen zur Verfügung stehen.

    4. Wenn alle Stricke reißen, besteht auch noch die Möglichkeit das Depot zu beleihen oder Teile zu verkaufen. Ich kann mir aber keinen Fall vorstellen, wo ich kurzfristig derartig hohe Summen brauchen würde. Größter Kosten-Posten könnte ein Auto-Totalschaden sein, aber da bei uns 2 Autos vorhanden sind, wäre eines davon für ein paar Monate verzichtbar. Oder Ratenzahlung/Autokredit. Nicht mein Traum, aber eine Lösung bei Bedarf.

    Mein Tagesgeldkonto ist daher fast immer leer und ich bin zu 100% investiert. Meine oben genannten kurzfristig verfügbaren Geldquellen lassen mich auch ohne Notgroschen ruhig schlafen (43, verheiratet, 1 Kind, Mietwohnung, 2 Autos, derzeit Alleinverdiener, aber wegen der „Sozialauswahl“ quasi unkündbar, Depot 330k ).

    Von BU-Versicherungen halte ich gar nichts. Sucht mal bei Google nach „BU zahlt nicht“.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Was die BU betrifft würde ich es als Anspruch an mich selbst betrachten mich so weit zu informieren, dass ich mir sicher sein kann, dass meine BU zahlt. Bevor ich mir da nicht sicher bin, schließe ich lieber keine ab.

  26. Hallo Alexandra,

    ich halte meinen Notgroschen eher klein. Es sind normalerweise so um die zwei Monatsausgaben. Damit kann ich aber trotzdem gut schlafen. Warum? Wenn es denn dann doch mal zum Fall der Fälle kommen sollte und ich dringend einen größeren Geldbetrag brauche, dann verkaufe ich halt ein paar ETF-Anteile. Das ist nicht das Ende der Welt. Es kommt ja schließlich selten, bzw. so gut wie nie, vor.

    Wenn es zu größeren Verwerfungen kommt (Jobverlust, Krankheit, Scheidung, …), dann muss ich eh schauen wie es weitergeht. Dann brauche ich keine schnelle Lösung, sondern eine dauerhafte. Da hilft mir der Notgroschen nur bedingt. In diesen Fällen würde ich wohl sofort den Lebensstil runterfahren (Urlaub streichen etc.), eventuell das Haus vermieten und in eine günstigere Wohnung zur Miete ziehen und die Tilgungen an den Immobilien runterfahren um somit den monatlichen Abtrag zu reduzieren. Da wird es schon Lösungen geben.

    VG, Nico

    • Fräulein Zaster sagt:

      Diesen Ansatz einfach ein bisschen was vom Depot verkaufen zu wollen, falls es hart auf hart kommt, haben hier viele Kommentierer.
      Ich sehe das prinzipiell genauso, allerdings eher für die von dir erwähnten „größeren Verwerfungen“. Der Notgroschen finanziert mir auch schon mal meinen Urlaub, wenn ich Lust habe spontan 1000€ für einen Flug ausgeben zu wollen. Das wird dann im nächsten Monat entsprechend wieder aufgefüllt.

  27. Rene sagt:

    Hi Alexandra,

    ich finde Deine Entscheidung Deinen Notgroschen zu erhöhen sehr weise. Und wie Du ja selbst schon bemerkt hast, lässt es sich etwas ruhiger schlafen. Vor kurzem habe ich auch nochmal öffentlich darüber nachgedacht, wie man seine Finanzen strukturiert bzw. wie ich das Thema angegangen bin. http://dividendenhamster.de/reich-werden-bringe-struktur-in-deine-finanzen/ Wichtig auf alle Fälle ist, dass man sich wohl fühlt. Ich bevorzuge 6-12 Monatsausgaben als „Risiko-Puffer“.

    Neben der Tatsache des „Risiko“ puffern hat man damit immer einmal die Möglichkeit sich eine längere Auszeit zu nehmen ohne unter Geld-Druck zu geraten. Neben dem Investieren ist auch der „Investitionsgrad“ an der Börse eine Rolle, was ja irgendwie auch „ein wenig“ mit Risikostreuung zu tun hat. Auf alle Fälle Hamsterpfote hoch für Deinen tollen Blog!

    Gruß René

    • Ulrich sagt:

      Ok, wenn sogar schon „immer mal eine längere Auszeit“ vom Notgroschen bezahlt werden soll, dann sind wir von der offiziellen Definition Notgroschen aber sehr weit entfernt. Dann kann ich auch dafür plädieren, immer genug Geld für Lebensmittel bereit zu halten, weil man ja vielleicht mal ein schönes Sofa sieht.

      • Rene sagt:

        Normalerweise quillt ein Top bei mir auch mal über – sprich Notgroschen – mir reichen 12 Monatsausgaben und wenn die überlaufen wird halt umgelagert. Wichtig ist jedenfalls, dass der Notgroschen nicht unterschritten wird. Vielleicht passt es ja jetzt für Dich Ulrich. Ansonsten kann man auch auf dem Sofa ne Auszeit nehmen ;o)

        • Ulrich sagt:

          Naja … ich wüsste jetzt nicht, wozu ich Unmengen von Geld (z.B. 6-12 Monatsausgaben)für irgendwelche „Notfälle“ bunkern sollte.

          Falls im Job was schief läuft (eher unwahrscheinlich), zahlt erst mal 1 Jahr die Arbeitslosenversicherung. Und kleinere Ausgaben (Waschmaschine oder so) zahl ich vom Girokonto, wo auch am Monatsende meist noch um die 1.000 für laufende Ausgaben verfügbar sind.

          Ich weiß nicht, mit welchen apokalyptischen Notsituationen machen hier rechnen, dass sie zehntausende Euro ständig kurzfristig schlecht verzinst bereit halten.

          • Rene sagt:

            Darum ist Geldanlage auch immer auf die Persönlichkeit abgestimmt, auf die Lebenssituation und die Umstände…jeder aus seinem Mind…und genau darum ist ja auch der Notgroschen bei mir größer und beinhaltet halt ein halbes Jahr Auszeit….will ja keinen missionieren, jeder muss es für sich reflektieren und hier geht es halt um Gedankenaustausch. Und ob ich dann 6 Monate von 12 für ne, Auszeit nehme, die wieder im Markt investiere, konsumiere, kommt auf die Börsenzeit, den Investitionsgrad meines Geldes an der Börse an…Nenn es einfach Notgroschen ersten und zweiten Grades…Und ich bin raus! Jeder wie er es braucht und sich wohl fühlt…

  28. Erbsenzähler sagt:

    Faustregeln sind gut, treffen sie doch im Mittel meist zu 😉
    Für eine individuelle Entscheidung sind sie aber zumindest fragwürdig.

    Der gut verdienende Angestellte mit festen Job hoher Sparrate hat andere Risiken als der Selbständige.
    Der Mieter oeiner Wohnung in der Stadt ohne Auto muss kaum mit teure Reperaturen oder Ersatzkauf rechnen, wer ein etwas älteres Haus auf dem Land hat und sein Auto für die Pendelei zum Job dringend braucht, sollte dagegen schon eine Reperaturrücklage haben.

    Ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto ist für jemand der eigentlich investieren will immer mit entgangenen Gewinnen verbunden.
    Aus Angst vielleicht alle 5 Jahre mal kreditkarte die Kreditkarte überziehen oder den Dispo zu nutzen, sich Jahrzehntelang hohe Beträge aufs Tagesgeldkonto zu packen, ist nicht unbedingt wirtschaftlich. 3-4 Monate Konto überziehen kostet vielleicht 3-4%, Das kann man durchaus auch mit vorsichtigen Anlagen erzielen. Aber natürlich alles eine Frage der Relationen, 30K bei Über 300k Kapital was anderes als 30k bei 50k€.

    Dazu natürlich auch eine Frage der Definition – wenn hier einige vom „notgroschen“ den Urlaub bezahlen oder sich ein Schnäppchen sichern, dann scheint es da durchaus unterschiedliche ansichten zu geben 😉

    Ich (Mietwohnung, keine Kinder, kind Auto) habe ein Monatsgehalt derzeit als Puffer. Komme aber auch mit ALG halbwegs über die Runden, wenn das mal wieder passiert.

    Zur BU – ich als Schreibtischtäter müsste eigentlich schon sehr große Probleme haben um nicht mehr arbeiten zu können. Daher für MICH derzeit nichts. Dann lieber in die finanzielle Unabhängigkeit investieren. Das kann natürlich bei anderen Jobs und/oder familärer Situation anders sein, das muss jeder selbst wissen :)

  29. Gurki sagt:

    Sehr gute Entscheidung einen Notgroschen aufzubauen! Auch ich habe einen großen Notgroschen und war in der Versuchung das zu investieren. Aber ich belasse es bei dem Notgroschen, sicher ist sicher. Alles andere was man spart wird dann halt investiert.

  30. Hallo Alex!
    Ich bin der Meinung, dass der sog. Notgroschen auch für das Investieren besonders wichtig ist. Wir wollen ja nicht unser Depot unerwartet vetkaufen müssen.

    Ich halte immer das 3-fache meiner Fixkosten als Cash-Anteil.

    MFG Philipp

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