Sparquote Dezember – 70%

You may also like...

76 Responses

  1. mafis sagt:

    Wenig Geschenke und Weihnachten sind in meiner Familie ja ein Fremdwort. Aber so jedem das seine 😀

    Warum eigentlich kein Sparplan für den ETF ? Dann würde das nicht untergehen oder hatte ich da was verpasst.

    Ansonsten bin ich ja gespannt wegen den Sparzielen fürs nächste Jahr. Ich denke immer dran ein Jahresziel sollte so gewählt sein, das es machbar klingt. Aber doch ein gewisse Disziplin dazu gehört. Aber glaube auch ein etwas zu hohes Ziel nicht zu erreichen ist auch besser, als ein zu niedriges Ziel und das zu leicht, wie du selbst schon sagt. Und nun ja äußere Dinge sollte man eh nicht vom Ziel abhängig machen.

    Nächstes Jahr muss das Bafög zurück gezahlt werden oder?

    • Fräulein Zaster sagt:

      Sparpläne haben bei ING-Diba 1,75%(?) Gebühren – ETF-Einzelkäufe ab 500€ haben keine Gebühren. Außerdem mache ich beim Nachkauf direkt auch mein Rebalancing gleich mit. Ich investiere also nicht immer gleich viel. Somit sind Sparpläne für mich persönlich eher nachteilig.

      Gut, dass du es sagst. Ich muss dem Bafög-Amt noch Bescheid sagen, dass ich seit meiner Studienzeit umgezogen bin. Sonst berechnen die einem 25€ oder sowas für die Adress-Bestimmung.
      Aber ja, Bafög-Rückzahlungen beginnen in 2016. Ich werde aber ganz brav die Minimum-Tilgung im Monat zahlen und nicht auf einen Schlag. Ich hätte durch eine Einmalzahlung keine Rabatte oder sonstige Vorteile, weil der Betrag, den ich bekommen habe, dafür einfach zu hoch war.

      • mafis sagt:

        Ahh ok. Dann macht das natürlich Sinn. Bei mir ist es ja andersrum Sparplan kostenlos und der Rest kostet halt.

        Und das mit den Bafög stimmt hatte irgendwo mal gestanden. 😀 Na dann den Staat Geld schenken muss man ja wirklich nicht und wenn es so geht warum nicht.

  2. Liebe Alexandra,

    Das ist ja auch mal schön zu hören, dass man ohne Geschenke Weihnachten feiert…. Das find ich sehr spannend….
    Willst du darüber nicht mal einen kleinen Blogbeitrag verfassen??? 😉

    Ansonsten finde ich, dass du sehr stolz auf dein ersten Jahr auf deiner Finanzreise sein kannst…!
    Nicht vielen gelingt es, 15.000€ (ich hoffe ich hab die Grafik richtig interpretiert) in einem Jahr zur Seite zu legen! Hut ab!!!
    Ich habe selbst auch nicht ganz, mein Finanzziel für dieses Jahr erreicht. Erst war ich kurz etwas unzufrieden, aber dann dachte ich: „Ist doch egal, dann sind es diesmal 1.500€ als ich vorgenommen habe – die Hauptsache ist, dass man überhaupt jeden Monat hinbekommt eine vierstellige Summe zur Seite zu legen“. – Aber du bist ja schon mit deinem Ergebnis zufrieden! 😉

    Ich bin mal gespannt, was für Finanzziele, du für nächstes Jahr vornimmt…

    • Fräulein Zaster sagt:

      Dazu mach ich nächstes Jahr vielleicht ein Beitrag. Dieses Weihnachten ist ja nun schon vorbei. 😉

      Finanzziele sind ein schönes Beitragsthema. Ich werde meinen Anfang nächsten Jahres veröffentlichen – wenn ich fertig gerechnet habe^^ Kannst du ja auch machen, Kilian. Fände ich interessant :-)

      • Auf alle Fälle ist das ein schönes Thema – jeder will ja tiefere Einblicke in das Leben eines anderen bekommen 😉
        Ich werde es aber net öffentlich machen… das ist mir zu öffentlich. Bin ja schon froh, dass ich ein Foto von mir in meinem Blog reingesetzt habe… :)

        Aber du wirst trotzdem nicht leer ausgehen – ich schreib dir die Tage mal und teil dir dann meine Finanzziele für´s nächste Jahr mit..

  3. Gratulation, das ist wirklich eine fantastische Sparquote für Dezember. Ich hab diesen Monat leider 100 Euro mehr ausgegeben als ich vor hatte. Hatte allerdings auch nicht mit Geschenken zu tun aber dafür haben mich die ganzen Weihnachtsleckereien verdammt schwach gemacht. Außerdem war ich ganze 3 mal außerhalb essen :-/. Normalerweise kommt das 1 mal im Monat bis 1 mal alle zwei Monate vor.

    • Fräulein Zaster sagt:

      So was braucht dich nicht unzufrieden machen. Dann hast du halt drei mal auswärts gegessen. Hauptsache, du hattest auch Freude dabei! :-) Der Wunsch nach finanzieller Freiheit hat ganz viel mit dem Wunsch nach Glück, Erfüllung und Zufriedenheit zu tun. Wenn dein Weg dahin jedoch mit Stress oder vielleicht sogar Verbissenheit verbunden ist, könnte es schwer werden das Ziel überhaupt zu erreichen. Wobei ein gewisses Maß an Ehrgeiz nie falsch sein kann… 😉

  4. Jan sagt:

    Wowereit, beeindruckende Zahlen. Wie schaffst du es, deinen Fixkostenblock so gering zu halten?
    Für mich sah der Dezember zum Glück auch recht positiv aus. Hier haben allerdings einige kleine Geldgeschenke noch mitgemischt. Darüber hinaus ist der Dezember ein guter Dividenden Monat für mich.
    VG Jan

    • Fräulein Zaster sagt:

      Wowereit? 😀

      Meine Fixkosten sind so günstig, weil meine Miete günstig ist. Wir leben zu zweit in einer Mietwohnung ein bisschen abseits der coolen, hippen Gegenden Berlins. Entsprechend ist die Miete dort auch um einiges günstiger. Alles kein Hexenwerk – der größte Fixkosten-Posten ist eigentlich immer die Miete. Wenn man die günstig hält, ist der Drops gelutscht.

  5. Chris sagt:

    Hallo Alexandra,

    erst mal Gratulation für dein erfolgreiches Jahr 2015, weiter so! Deine Ergebnisse erinnern mich an meine 😉 Ich habe mir dieses Jahr 50% als Ziel für die Sparquote gesetzt und 52% geschafft. :) Zum Vergleich, letztes Jahr war ich bei 48%. Was ich an deinen Ausgaben nicht so ganz verstehe, wieso du Apotheke oder Haushaltwaren unter Spaßausgaben steckst. Bargeld ist an sich ja keine auch Ausgabe. Hast du einen Beitrag zu deinem Kontensystem?

    Ich habe seit etwa zwei Jahren ein Konten-Model für mich angepasst, das ich bei T. Harv Eker das erste mal gesehen habe. Die Ausgaben-Konten sehen bei mir wie folgt aus:
    – Aus- und Weiterbildung, Projekte
    – Notwendige Ausgaben
    – Freizeit und Erholung
    – Spenden und Geschenke

    Das einfache Modell funktioniert für mich sehr gut. Manchmal sind die Ausgaben nicht ganz klar abzugrenzen, aber das regt auch zum Nachdenken an. Beispielsweise kommt bei mir das Essen in der Kantine Mittags auf das Konto ‚feste Ausgaben‘, wenn ich Abends aber noch in ein Restaurant essen gehe, ist das bei mir ‚Freizeit und Erholung‘. Miete, Apotheke, Dinge für den Haushalt, Lebensmittel vom Supermarkt, … sind bei mir notwendige Ausgaben (nicht zu verwechseln mit fixen Ausgaben). Zusätzlich habe ich dann noch Kategorien eingeführt, die unabhängig von den Konten sind. Aber das ist wohl eher für Listen und Analysefreaks.

    Das original Modell erklärt André recht schön hier:
    http://changenow.de/mehr-geld-finanzen-griff-6-konten-harv-eker/

    • Fräulein Zaster sagt:

      Bei mir sind salopp einfach alles Spaßausgaben, was keine Fixkosten sind. Die Bezeichnung ist da wahrscheinlich etwas irreführend, aber für gewöhnlich sind die meisten Ausgaben meiner Spaßausgaben welche, die ich eigentlich nicht brauchen würde (Apotheke vielleicht ausgenommen). Bargeld ist bei mir insofern eine Ausgabe, weil sich dahinter einfach die Ausgaben verstecke, die ich mit Bargeld getätigt habe und bei denen ich vergessen habe mir einen Bon mitzunehmen. Ich habe das Geld also ausgegeben, weiß aber nicht mehr wofür. Mea Culpa. 😉

      Das mit dem Kontenmodell habe ich nie so ganz verstanden. Sind das tatsächliche einzelne Bankkonten, auf die man Geld einzahlt für die entsprechenden Themengebiete? Oder sind das nur imaginäre Konten und man schreibt sich lediglich ins Haushaltsbuch was wofür draufgeht? Mit echten Bankkonten zu arbeiten fände ich etwas aufwändig.

      Nein einen Beitrag zu meinem Kontenmodell habe ich bislang nicht. Werde ich bei Gelegenheit aber nachholen, danke für den Tipp. :-)

      Und herzlichen Glückwunsch zu der 52% Sparquote! :-)

      • Chris sagt:

        Die Konten sind als imaginäre Konten zu sehen. Der Vorteil dabei ist, dass man so ein sehr einfaches Budgeting erstellen kann. Ich überlege mir so für die Jahresplanung für jedes Konto einen Zielwert in Prozent und kann das dann unter dem Jahr leicht überprüfen.

        Wie man aus den Namen der Konten erkennen kann, führt es dazu, dass man sich bereits vorher Gedanken über den Zweck der Ausgabe macht und sich seine persönlichen Ziele besser setzen kann. Leuten, die nicht gut Sparen können und viel ausgeben, kann es so helfen weniger für unnötige Dinge auszugeben. Anderen „Extremsparern“ (da würde ich mich und einige Besucher deines Blogs sehen) kann es helfen, das Leben auch zu genießen und nicht jeden Cent zurückzulegen. Dies wird dadurch erreicht, dass es für jedes Konto eine Höchstgrenze gibt, für das Spaßkonto jedoch einen festgelegten Wert (oder Prozentsatz), bei mir bspw. 10% meiner Einnahmen. Eker spricht da auch von Money Blueprint, also der unterbewussten Einstellung zu Geld, das dazu führt, dass manche eher Geld ausgeben und mache eher Geld sparen.

        Kombinieren lässt sich das Ganze dann natürlich noch mit echten Bankkonten. Leute, die nicht so gut sparen, könnten sich beispielsweise für das Spaßkonto (Freizeit und Erholung) ein eigenes Bankkonto anlegen, per Dauerauftrag eine feste Summe dahin überweisen und dann eben nur diese Summe im Monat ausgeben. Andere könnten das Konto für finanzielle Freiheit so gestallten, dass per Sparplan ein ETF eingekauft wird. Da gibt es ja dann viele Möglichkeiten.

        • mafis sagt:

          Ich mache das auch genau so. Habe die 6 Konten mehr oder weniger als echte Konten. Depot ist halt Finanzielle Freiheit. Aber ansonsten mit Dauerauftrag und all dem Kram läuft das dann auch alles von alleine.

          Ab und zu ist es schon von Vorteil, wenn man das Geld für eine bestimmte Dinge schon vorher eingeplant hat. Grade so Bildung gibt man dann auch mal mehr für ein Buch oder so aus.

  6. Karen sagt:

    Hallo Alexandra,

    herzlichen Glückwunsch, klingt ja super :-)

    Eine Frage hätte ich. Das Carsharing mit 6 Euro, wie machst Du das bzw. bei wem sharest Du? :-)
    liebe Grüsse und einen feinen ruhigen Jahresrest …
    Karen

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich bin bei Car2Go und Drive Now. Wobei ich da mittlerweile etwas genervt bin, was man auch an dem verhältnismäßig geringen Betrag sehen kann. Car2Go hat jetzt neue Autos, die man nur noch über die bekloppte, hakende App öffnen kann und Drive Now hat in letzter Zeit ständig Verbindungsprobleme gehabt, sodass man ewig gebraucht hat um den Wagen abzuschließen.

      • Karen sagt:

        ah danke :-)

        ich hab meine Miete ja noch weiter verringert und bin etwas nach draußen (ins Grüne) gezogen …
        und nun grübele ich, wie ich die abendliche Verkehrsanbindung zur grossen Stadt (Berlin) günstig optimiert bekomme :-)

  7. Das ist Wahnsinn. Nur gut 1000 € im Dezember. Ich komme auf 1500 € und fühle mich dabei mies. Ein paar Geschenke waren schon dabei, aber nicht teuer. Mir selbst habe ich eine SSD-Platte und neuen Arbeitsspeicher gegönnt (den alten dafür bei Ebay verkloppt). Der Grund für meine hohen Kosten: Ich war auf Dienstreise und habe viel auswärts essen müssen. Und dann habe ich noch selber in Deutschland ein bisschen auswärts gegessen und sogar ausgegeben. Eine Reparatur von über 130 € musste ich auch noch stemmen. Hoffentlich wird der Januar bei mir ruhiger.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Witzig, wenn ich auf Dienstreise bin komme ich immer gar nicht zum Essen gehen. Für gewöhnlich reich die Zeit für ein ordentliches Hotelfrühstück und ein Brötchen to go am Abend – und das ist über die Spesen abgedeckt.
      Manchmal kommen halt alle möglichen Ausgaben zusammen, die man so gar nicht unbedingt beeinflussen kann. Aber wie du schon gesagt hast, dafür werden die nächsten Monate dann auch wieder ruhiger :-)
      Schön, dass du mal wieder vorbei schaust. Ich hab dich schon vermisst 😉

      Lieben Gruß
      Alexandra

    • Ex-Studentin sagt:

      Glückwunsch zu den geringen Ausgaben und somit zur großen Sparrate! Miete ist wirklich der größte Posten auch bei meinen Ausgaben. Wenn man aber alles durch 2 teilen kann, macht das schon viel aus. Beim Carsharing frage ich mich, wie viele sowas nutzen. Da würde sich vielleicht auch mal ein Artikel drüber anbieten; würde mich interessieren, wie das abläuft. Bisher war ich wohl schlichtweg zu faul, mich danach zu erkundigen. Bzw. mit Fuß, Fahrrad und Bahn kam ich bisher immer überall hin.

      • Ex-Studentin sagt:

        Der Kommentar sollte eigentlich einzeln stehen. Aber wenn ich schon mal hier bin @Couponschneider Mach dir nicht so ’nen Kopp wegen sowas. Du bist mit deinem Depot ja bestens grade unterwegs. :) Bei sonst konstant niedrigen Ausgaben wird es immer mal ein paar Ausreißer für Einmalanschaffungen geben. Ich überlege auch schon seit längerem mir einen neuen Laptop zu kaufen. Selbst bei einem günstigen 600€ nagt das schon ziemlich an meiner sonst auch recht hohen Sparquote. Andererseits hält sowas dann ja auch wieder ein paar Jahre. Zum Thema Dienstreise: Bei meinen wenigen Dienstreisen hatte ich bisher das Glück, dass mehr übrig blieb als ich ausgegeben habe. Wenn man nicht grade 2x am Tag warm essen geht oder eine Kantine zur Verfügung hat, schaffe ich es eigentlich kaum die 24€ am Tag auszugeben. Kommt aber auch immer darauf an, wo man sich auf Dienstreise befindet und ob Gruppenzwang herrscht, irgendwo ausgiebig essen zu gehen.

        • Bei mir bleibt auch sehr viel vom Verpflegungsmehraufwand übrig: http://couponschneider.blogspot.de/2015/08/kann-die-mehrheit-denn-nicht-rechnen.html

          Bei mir handelte es sich um eine mehrwöchige Dienstreise im Ausland. Die Lebensmittel waren teurer als hier in Deutschland. Ich habe es aber auch schon in einer mehrwöchigen Dienstreise geschafft, weniger als in Deutschland auszugeben. Der Unterschied zu damals: Damals war ich alleine, alleine in einem Hotel und mit Kollegen abends essen gehen, war einfach nicht möglich. Also gab umso öfter Toast mit Käse, denn das Hotelzimmer war mit Toaster und Mikrowelle ausgestattet. Wenn ich ausgebe, verbuche ich das bei mir auch unter Lebensmittel. Ein Kollege hat die U-Bahn-Fahrten bezahlt, ich habe im Gegenzug bei Starbucks ausgeben.

          Bei der SSD-Platte habe ich lange überlegt. Sie ist ein echter Komfortgewinn. Die alte Festplatte habe nicht weggeworfen. Und ich habe bewusst zu einer kleineren SSD gegriffen, selbst wenn der Preis pro Gigabyte höher war. Betriebssystem liegt bei mir auf SSD, Anwendungsdaten, Dokumente etc. auf der alten Festplatte. Die Umstellung hat auch nicht viel Zeit gekostet.

          Bei mir halten die Dinge auch recht lange. Heute habe viel mit dem Taschenrechner gerechnet und diesen auch mal wieder geputzt und mir Gedanken gemacht: Denn seit 2001 habe ich diesen Taschenrechner und er ist ein einem sehr guten Zustand. Er leistete mir gute Dienste beim Abitur, während des Studiums und auch danach. Und viele Geräte in meiner Obhut (Monitore, Computer, Trackballs etc.) halten recht lange und das Wissen darum macht die höheren Ausgaben erträglicher.

        • mafis sagt:

          Also grade so ein PC sehe ich in gewisser Weise auch eher als Investition. Natürlich bringt es nicht direkt Geld. Aber indirekt hängt doch sehr viel an den Computer beim Thema Geld. Da finde ich grade so eine Ausgabe doch eher positiv. Natürlich nicht, wenn es jeden Monat ist.

          • Hungrig sagt:

            Ich promoviere und bin desöfteren auf Konferenzen. Den meisten Nutzen zieht man hier gewöhnlich abends in der Hotelbar. Hier finden bei mehreren alkoholischen Getränken das Networking, Austausch zu Projektvergabepraktiken, Ideen, Kooperationen usw. statt. Da kostet der Abend ja schon 24 Euro,- und dann noch nichts gegessen. 😉

            Manche Freunde in der freien Wirtschaft sind auch ‚allein‘ in einem Hotel untergebracht und Feierabend ist dann wirklich Feierabend. Wobei das von Veranstaltung unterschiedlich ist.

            Für meinen Teil finde ich es zu wenig Geld. Es ist aber ok und macht ja auch Spaß.

        • Oliver sagt:

          Hui, was hast du denn mit deinem Laptop vor, dass 600 € schon ein günstiger ist?

          • Ex-Studentin sagt:

            Es sollte zum gelegentlichen Zocken geeignet sein. Bei meinem jetzigen ist der Lüfter kaputt. Der wird so warm, dass er ab und zu den Geist aufgibt. Ein normaler Stand-Pc wäre da zwar günstiger, aber ich bin gerne mobil.

  8. Gerhard sagt:

    Hallo Alexandra,
    für mich als Lehrer an einer Berufsschule, der täglich Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat, ist Deine reflektierende Herangehensweise an Themen wie Konsum/Sparen bemerkenswert und hoffnungsvoll. An anderer Stelle schreibst Du ja, dass Dir diese Sicht auf die Dinge nicht unbedingt durch familiäre Sozialisation!/Erziehung vorgegeben wurden.
    Um so erstaunlicher finde ich Deinen Zugang. Selbstbewusst (nur wer in sich ruht, kann dem weihnachtlich inzenierten Konsumrummel widerstehen) und geradezu sportlich gehst Du hier das Thema „Sparquote“ an.

    Zweifellos ein guter Ansatz, mit dem Du monatlich Bilanz ziehst! Und dies immerhin schon über einen Zeitraum von einem ganzen Jahr!

    Und genau hier möchte ich ansetzen und um etwas mehr Gelassenheit werben. Sparquoten in diesen Größenordnungen würden meine Klientel nicht nur nicht erreichen können, vielmehr wäre es für sie die perfekte Ausrede gar nicht erst mit dem Sparen zu beginnen!

    Ich rate den jungen Menschen deshalb eher zu ETF-Sparplänen (ab 50 Euro monatlich oder aus Kostengründen 150 Euro im Vierteljahr) oder meinetwegen auf das Tagesgeldkonto. Wenn man dieses löbliche Tun aufwandsarm automatisiert ist der Sache mehr gedient, als in einen Wettbewerb höchster Sparquoten einzusteigen. Hier ist für die Mehrheit (und nicht nur der Jugendgeneration) die Gefahr des resignativen Ausstiegs durch Überforderung doch allzu groß.
    Warum fallen mir „Abnehmdiäten“ jetzt gerade ein?
    Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Für all die „Finanzaffinen“ auf diesem und ähnlich gelagerten Blogs ist das kein Grund etwas zu ändern. Aber für alle Andern möchte ich den Rat geben:
    Fangt erst einmal an!
    Beginnt möglichst sofort!
    Die Höhe der Sparquote ist zunächst einmal nicht so wichtig;
    viel wichtiger ist, dass Ihr durchhaltet!

    Liebe Grüße

    Gerhard

    • Die Jugendlichen sollen sich ein paar Quartalszahler ins Depot hohlen. Dividenden machen süchtig, man will mehr und denkt stärker über seine Konsumausgaben nach.

      • Dummerchen sagt:

        Die Jugendlichen sollten vielleicht erstmal ihre Ausbildung durchziehen und dabei eine kleine finanzielle Rücklage für ihre erste eigene Wohnung bilden. Die 16-jährigen Auszubildenden brauchen sicher in dieser Lebensphase keinen Dividendenaristokraten.

    • Dummerchen sagt:

      Hallo Gerhard,
      heute möchte ich mich Dir anschließen, wenn Du um etwas mehr Gelassenheit wirbst. Ich lese diese Sparquotenbeiträge auch immer mit gemischten Gefühlen. Bei Alexandra mache ich mir wenig Sorgen über ihr Leben, wenn ich Sätze wie die folgenden von ihr lese:

      „Der Wunsch nach finanzieller Freiheit hat ganz viel mit dem Wunsch nach Glück, Erfüllung und Zufriedenheit zu tun. Wenn dein Weg dahin jedoch mit Stress oder vielleicht sogar Verbissenheit verbunden ist, könnte es schwer werden das Ziel überhaupt zu erreichen.“

      Wenn aber mitunter hier darüber philosophiert wird, ob 2% Sparquote mehr oder weniger wichtig sind, zwei Abendessen die Sparquote versaut haben oder Weihnachtsgeschenke besser entfallen sollten, frage ich mich, ob hier ein Zahlenfetisch verehrt wird.
      Auch die Feststellung, dass das Ziel eines angestrebten Vermögensstands um knapp 300€ verfehlt wurde, verwundert mich doch arg. Ziele sind zwar wichtig, aber vor allem dann wenn sie von dem eigenen Handeln beeinflusst werden können. Sparraten lassen sich beeinflussen, aber Vermögensstände? Man ist hier den Finanzmärkten ausgesetzt und es wird immer bergauf und bergab gehen – wie soll da ein Ziel durch eigenes Handeln erreicht oder verfehlt werden. Aber gut, Alexandra geht ja zum Glück entspannt damit um.

      Wenn ich hier von vielen fleißigen Sparern lese, dass sie Sparquoten nördlich von 30% haben (ich bin da nicht anders), denke ich vielfach: „Entspannt Euch doch einfach mal und macht Euch doch nicht so einen Kopf! Freut Euch diese finanziellen Möglichkeiten zu haben und packt regelmäßig was zur Seite. Und wenn möglich auch gerne etwas mehr. Dieses strikte Budgetieren und penible Erfassen aller Kosten macht aber das Leben doch nicht lebenswerter. Ihr werdet auch ohne diesen Zahlenfetisch glücklich werden können. Wenn nicht sogar glücklicher weil entspannter.“

      Nachdenkliche Grüße
      Dummerchen

      • Chris sagt:

        Hallo Dummerchen,

        ich bin auch der Meinung, dass man es nicht übertreiben sollte mit dem Sparen. Letztlich hat das Sparen ja einen Zweck. In der Regel dann eben irgendwo glücklicher zu sein oder sich sicherer zu fühlen und wenn man sich so stark einschränkt, nur um eine Quote zu erfüllen geht man da schon einen kleinen Schritt in eine andere Richtung. Was das Erfassen der Einnahmen und Kosten angeht, ist es bei mir jedoch etwas anderes. Ich bin beispielsweise wesentlich entspannter, wenn ich weiß ich habe alles notiert und habe jederzeit die Möglichkeit nachzuschauen wo ich stehe und wie der Geldfluss aussieht. Das gibt mir das Gefühl die Kontrolle über mein Geld zu haben und macht mich dann glücklicher. Im Zweifel steht bei mir aber auch immer das Leben vor den Zahlen. Wie immer, muss jeder sein persönliches Gleichgewicht finden.

        Viele Grüße

    • Der Malachit sagt:

      Hallo Gerhard!
      Habe gerade deinen Kommentar gelesen. „Mit etwas anfangen“ in meinem Blog geht es dabei um das reich Werden. Und wie es der Zufall will, habe ich vor ein paar Tagen in meinem letzten Kalenderblatt 166 genau dazu etwas geschrieben. Was es manchmal für Zufälle gibt, ist wirklich kaum zu glauben.
      Der Malachit.

  9. Sunny sagt:

    Glückwunsch zu Deiner Sparquote und auch zu Eurem Umgang mit dem Konsum zu Weihnachten. Ganz ohne Geschenke klappt es bei uns leider nicht, aber wir verschenken immerhin nur Kleinigkeiten, so dass sich sowohl Stress als auch Ausgaben klein halten lassen.

    Deine Ziele für 2015 hast Du doch so gut wie erreicht, es ist nur keine Punktlandung, aber das muss auch nicht sein, finde ich. Super durchgezogen !

    Meine Sparquote liegt nur bei ungefähr 30 %, ich habe es allerdings nicht genau ausgerechnet. Es fließt aber einiges ins Baubudget, da ich ja noch dabei bin, mein Haus zu renovieren/sanieren. Inzwischen bin ich schon gut fortgeschritten, so dass ich gar nicht weiß, ob ich überhaupt alles aus dem Topf ausgeben werde. Kann also durchaus sein, dass das verspätet dann auch noch angelegt wird.

    Liebe Grüße
    Birgit

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Sunny!
      Da ich nicht selbst Hausbesitzerin bin, weiß ich nicht wirklich, wie das gehandhabt wird, aber wenn du Kapital in die Renovierung einer Immobilie steckst, zählt das dann nicht auch als Geldanlage?
      Liebe Grüße

      • Sunny sagt:

        Stimmt eigentlich. Ich rechne das Haus immer nicht zur Geldanlage hinzu, aber vermutlich sollte ich das tun. Ich stecke zwar zur Zeit einiges hinein, aber dafür wohne ich mietfrei und hab viel mehr Lebensqualität. Bin halt ein Landei :-).

        Liebe Grüße
        Birgit

        • Fräulein Zaster sagt:

          Kein Grund dich vor mir rechtzufertigen. :-) Die eigene Immobilie ist eine ganz persönliche Lebensentscheidung, die jeder für sich treffen muss und über die eigentlich niemand urteilen sollte. Aus deinem Blog fließt einem die Freude, die dein Haus und dein Garten in dir weckt, geradezu entgegen. Das ist wundervoll

          • Sunny sagt:

            Ja, das ist tatsächlich so :-). Und das, obwohl ich nie geplant hatte, mir eine Immobilie zuzulegen. Ich war viele Jahre mobil, bin für die Arbeit umgezogen, wollte immer frei sein. In den letzten Jahren hab ich gemerkt, dass es nun reicht mit dem tingeln. Bin auch nicht mehr die jüngste, in Kürze werde ich 45.

            Ich finde es toll, dass Du schon so früh die Kurve gekriegt hast, Dich um Deinen Finanzen zu kümmern und alles selbst in die Hand zu nehmen. Als Mathematikerin hast Du natürlich auch leichter den Durchblick, aber trotzdem. Ich hätte mir einiges ersparen können, wenn ich mal selber gerechnet und überlegt hätte. Allerdings gab es „damals“ als ich mit dem Studium fertig war auch noch nicht so tolle Informationsquellen wie Finanzblogs. Eigentlich erstaunlich, dass ich es trotz dummer Fehler (Kapitallebensversicherung, Geldvernichtung auf Girokonto etc.) geschafft habe, mir ein Haus zusammenzusparen :-). Ich darf gar nicht daran denken, wieviel es sein könnte, wenn ich es gleich richtig angelegt hätte…

          • Fräulein Zaster sagt:

            Da darfst du wirklich nicht dran denken. Das „hätte ich damals doch mal…“ hilft im Nachhinein auch nicht weiter, wobei ich mir heute auch hin und wieder mal sage „hätte ich damals doch das Auslandssemester gemacht“ 😉

            Aber interessant, dass du vorher gar nicht geplant hattest eine eigene Immobilie zu besitzen. Vielleicht wird es mir irgendwann auch so ergehen :-)

  10. Alexander sagt:

    Weihnachten schenken meine Frau und ich uns schon lange nichts mehr. Einfach weil wir alles haben, was wir brauchen. Irgendwas krampfhaft suchen und den anderen „überraschen“ geht oft nach hinten los. Weihnachtsausgaben liegen bei uns sehr niedrig und die Geschenke für die Eltern finanzieren sich durch deren Geldgeschenke an uns (sinnlos, aber so ist es halt). Da ich verschwenderisch lebe, habe ich nur eine Sparquote von vielleicht 30%, wobei von meinem Einkommen zwei Personen leben. Mein Ziel werde ich trotzdem erreichen.
    Allerdings muss ich vor Alexandra schon den Hut ziehen, 70 % sind krass.
    Ach ja, mein Taschenrechner ist über 30 Jahre alt (ein Sharp mit 8KB programmierbaren Speicher), ich liebe den einfach. (Ja, ich lese alles durch *lach)

    • Braithel sagt:

      Sparquote ist vor allem ein Indiz des Besserverdienenden. Bei 3000k netto hätte ich sogar ne Sparquote von 80%, nicht nur 70%. :)
      Trotzdem eine Leistung, alle Achtung.

      • Fräulein Zaster sagt:

        Kurz was anderes:
        „In dem Blog sehe ich folgende Kategorien/Themen vor, über die ich in Verbindung mit meinem Leben schreibe: Allgemeines, Arbeit/Job, Finanzen, Frauen, Filme und Studium.“
        Ich kenne tatsächlich keine Blogs von Männern, die dann auch mal über Frauen schreiben. Mein Interesse hast du jedenfalls geweckt 😀

    • Fräulein Zaster sagt:

      Mein Freund und ich sind ebenfalls irgendwie am Punkt angelangt, dass wir alles haben, was wir brauchen. Denn was man *wirklich* braucht, kauft man sich selbst direkt und was man nicht wirklich braucht, das… nunja… braucht man halt nicht wirklich. 😉

      Ich musste bei deinem Taschenrechner-Kommentar ganz schön lachen. Noch während des Lesens dacht ich mir „der hat sich ernsthaft alle Kommentare durchgelesen?!“ 😀

  11. Gurki sagt:

    Hallo Frau Zaster,
    ich verfolge deinen Blog nun seit längerem und muss sagen: Ich finde ihn klasse! Äußerst seriös und authentisch. Da haben andere Finanzblogs leider eher wenig von und wollen ihre Videos oder Ebooks an den Mann bringen. Ist zwar nicht verwerflich, aber wie gesagt leidet da irgendwie die Seriösität. Bleib mit deinem Blog wie Du bist, ich finde ihn klasse :)

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich glaube das ist das erste mal, dass mich im Rahmen dieses Blogs jemand als „seriös“ bezeichnet hat 😀

      Neulich bei einem Blogger-Treffen meinte einer „Ey! Bist du nicht die mit dem Pokemon rechts oben in der Ecke?“ – Das einzige was ich dachte war: „Yeah, da kennt einer meinen Blog!“ 😀

      Jedenfalls dankeschön :-)
      Ein Ebook wird es von mir voraussichtlich nicht geben. Und wenn, dann wird es ein kitschiger Frauen-Krimi mit einer starken weiblichen Protagonistin, die einem bitterbösen hochattraktivem Schurken erliegt. Oder so.

  12. Martin Link sagt:

    Hallo Frau Zaster,

    ich lese Ihren Blog schon einige Zeit. Er gefällt mir sehr gut, weil einfach anders als andere.
    Sparquote hin und her.
    Es gibt aus meiner persönlichen Erfahrung nur eine einzige gute Geldanlage.
    Und zwar in seine eigene Qualifikation.
    Nur damit lässt sich eine entsprechendes Gehalt erzielen, um sich keine Gedanken um seine finanzielle Zukunft machen zu müssen.
    Und immer daran denken.
    Mit Geld kann man sich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht kaufen: Gesundheit, Freunde, Glück, Liebe oder Zeit.

    Viele Grüße
    Martin

    • Fräulein Zaster sagt:

      Da haben Sie völlig recht. Ich hoffe, dass ich das (trotz meiner hohen Sparquote) auf diesem Blog auch ein wenig vermitteln kann.

  13. Gerhard sagt:

    @couponschneider
    Nur als ergänzende Information: Die Auszubildenden von denen ich hier spreche erhalten im ersten Ausbildungsjahr knapp 500 Euro und im vierten (und letzten) gerade mal 650 Euro! Da sind 50 Euro pro Monat schon eine beachtliche Quote. Und es ist schon eine große Leistung, wenn sie diese Summe nicht in
    Aktionen wie unsinnige Versicherungen, langlaufende Handyverträge u.ä stecken.

    „Dummerchen“ spricht mir hier aus dem Herzen „sie sollten erstmal ihre Ausbildung durchziehen“. Und – so möchte ich noch ergänzen- in ihre Weiterbilung (z.B. zum Meister) investieren. Für die jungen Auszubildende ist dies bereits eine anerkennenswerte Leistung und der erste Nachweis für Durchhaltevermögen.

    Ja, und wäre noch etwas: Die meisten Kommentare beziehen sich hier auf akademische Lebensentwürfe. So als gäbe es dazu keine sinnvolle Alternative. Dabei ist es gerade das Duale System der Berufsausbildung, welches maßgeblich den Wirtschaftsstandort Deutschland sichert und auszeichnet.

    Wir sollten uns deshalb um einen erweiterten Blickwinkel bemühen und nicht vorschnell Patentrezepte hinsichtlich bestmöglicher Anlagestrategien oder maximaler Sparquoten zu erteilen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Gerhard

    • Fräulein Zaster sagt:

      Lieber Gehard (&Couponschneider, Dummerchen und Chris),
      ich bin ein akademischer Lebensentwurf und mir ist bewusst, dass ich mich in einer privilegierten und nicht selbstverständlichen Situation befinde. Ich habe ein schönes Gehalt, das ich eigentlich nicht bräuchte, um glücklich zu sein.

      Ich mag einen guten Wettkampf und Gerhard trifft es gut, wenn er sagt, dass ich meine Sparquote manchmal auch recht sportlich angehe. Ja, ich veröffentliche Sparquoten-Beiträge mit gelegentlich auch recht hohen Werten, aber es ist mir ganz wichtig, dass man die zusammen mit den Beiträgen aus der Kategorie „Aus dem Leben“ liest. Ich richte mich mit dieser Kombination an jeden, den es interessiert (unabhängig vom Gehalt), denn was ich eigentlich sagen möchte ist, dass man ein schönes Leben führen kann, wenn man aufhört bei Konsumgütern mit anderen Leute mithalten zu wollen. Meine hohe Sparquote ist fast schon als Abfallprodukt meiner Einstellung zu betrachten.

      Was ich NICHT will ist jemanden mit meiner Sparquote zu frustrieren. Ich möchte inspirieren, aber mit Sicherheit nicht was die Quote betrifft.

      Nun aber zum eigentlichen Thema: Junge Auszubildende.
      Zum einen finde ich es absolut wundervoll, dass du dich überhaupt mit diesen über das Thema Finanzen unterhälst. Ich habe heute erst das Buch „Der reichste Mann von Babylon“ gelesen und mir gedacht, wie toll ich es gefunden hätte, wenn ich das in meiner Schulzeit gelesen hätte. Vielleicht hätte ich nicht von Anfang an alles verstanden und umsetzen können, aber ich hätte mich irgendwann wieder daran erinnert. Stattdessen habe ich in der 6. Klasse „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ gelesen. Kein Witz. Das Buch gibt es. Und ich habe es in der SCHULE gelesen. So ein Käse. Nungut.

      10% des Einkommens beiseite legen (was ja in etwas die 50€ bei deinen Auszubildenden sind), um sich einen finanziellen Grundstock aufzubauen, ist genau das, was auch der reichste Mann von Babylon empfielt 😉 Für den Fall, dass du das Buch noch nicht gelesen haben solltest, würde ich es dir sehr empfehlen.

      Ich bin keine Lehrerin und das ist auch kein Beruf, den ich jemals ergreifen wollte. Aber ich finde den Gedanken jungen Menschen etwas sinnvolles für den Weg mitgeben zu können absolut faszinierend und ein wenig beneide ich dich um diese Position.

  14. Claudius sagt:

    Für Weihnachtsgeschenke habe Ich dieses Jahr schon so 200-300€ ausgegeben. Wir haben halt eine große Familie und um das Schenken kommt man nicht herum. Zum Glück waren die anderen nicht immer so kreativ und Ich habe meine Ausgaben durch Geldgeschenke locker wieder reinbekommen. Damit wird jetzt investiert, damit auch 2016 wieder finanziell erfolgreich wird.
    Gruß,

    Claudius

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Claudius,
      das ist das typische Weihnachtsphänomen, dass auch Alexander vorhin erwähnt hat. Häufig kaufen die Kinder Geschenke und die Älteren geben Bares. Eigentlich seltsam, aber ich weiß wie das ist, wenn man noch Student ist und sich über jeden Zuschuss freut 😉
      Ich wünsche dir ein auf ganzer Linie erfolgreiches 2016 – nicht nur finanziell :-)

  15. Hallo Alexandra!

    Du kannst wirklich stolz auf dich sein! 20.000€ ist viel Geld.

    Da bin ich mit meinen 19 Jahren noch weit davon etfernt. 😀

    MFG Philipp

  16. Oliver sagt:

    Langsam macht sich das kontinuierliche Sparen bei dir in der Gesamtsumme bemerkbar. Ich würde sagen, der Grundstein ist gelegt und jetzt kanns nur noch aufwärts gehen. 70% Sparrate im Dezember ist schon fast zu gut, dass schaffe ich nicht. Obwohl wir das mit den Geschenken schon etwas eingeschränkt haben, gebe ich trotzdem einiges für das Drumherum aus und ich besuche auch ganz gerne Leute in dieser Zeit oder wir fahren für ein paar Tage in die Berge. Kostet natürlich Geld, sind aber schöne Erlebnisse, die ich nicht missen möchte.

    Ich finde, Dummerchen hat hier ein paar ganz wesentliche Gedanken geschrieben: Vor dem sparen sollte man das Leben geniessen. Ich habe festgestellt, dass mit der Zeit, wenn man regelmässig was weglegt, das angelegte Geld sowieso immer weiter nach oben steigt. Ab einem höheren Betrag macht sich die Sparrate in der Gesamtsumme immer weniger bemerkbar, man sollte aber schon weiter etwas weglegen, bis das man da ist, wo man sein möchte. Wenn man tatsächlich soweit ist, dass die passiven Beträge die Kosten übersteigen, ist das Ganze nicht mehr wichtig. Ab da bringt mehr Geld keinen wirklich großen persönlichen Mehrwert. Vor allem, weil die Dividenden sowieso die Tendenz haben, dass sie stetig weiter steigen, auch wenn man nichts mehr dazu legt. Die Macht des angelegten Kapitals wird später sehr viel ausmachen – bzw. die Macht ist mit dir :). Vielleicht sollte ich weniger Star Wars anschauen.

    Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Ich werde auch einen kleinen Urlaub machen, aber erst im Januar – im Dezember war das, wie erwähnt, beruflich leider nicht drin. (Zeit für) schöne Erlebnisse zu haben ist unbezahlbar.

      Ich bin mir nicht sicher, ob Dummerchen wirklich meinte, dass man vor dem Sparen sein Leben geniessen soll. Ich glaube, dass beides zusammen möglich ist. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass es einfacher ist das Leben zu genießen, wenn man nebenbei etwas beiseitelegt. Nicht wegen des Geldes an sich, sondern weil sich finanzielle Nöte sehr schnell auf sämtliche Bereiche des Lebens negativ auswirken können.

      Die Macht sei mir dir.

  17. Stefan sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,

    durch dein Interview beim Finanzrocker bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden. Seit gut zwei Jahren bin ich auch mit dem Studium fertig und habe durch dich den Entschluss gefasst meine Finanzen ebenfalls besser zu regeln. Nach deinem Vorbild.

    Für mich selbst weiß ich, dass ich am Anfang des Monats das Geld zur Seite schaffen muss. Ansonsten wird es ausgegeben. Daher habe ich bisher am Anfang eines Monats die verschiedene Töpfe bei meinem Tagesgeldkonto bespart. KFZ Reperatur, Auto, Anschaffungen, Rest. Die Notfallrücklagen sind nun befüllt. Eine Immobilie als Rentenanlage ist gekauft und trägt sich derzeit durch die Mieteinnahmen von selbst.

    Nun kam für mich die Frage nach ETFs und Aktien auf, sodass ich mich mit dem Thema Finanzen seit neustem näher beschäftige. Diverse Podcast höre und Blogs lese.

    Durch dich bin ich mir aber bewusst geworden, dass ich bevor ich weitere Schritte gehe, mir klarer über meine aktuelle Situation und meinen aktuellen Stand machen muss. Erste Erkenntnis: Mit fehlt eine Übersicht meiner Einnahmen und Ausgaben!

    Daher habe ich mir nun auch endlich eine Kostenaufstellung gemacht, wie viel Geld ich einnehme bzw. ausgebe. Nach meiner Rechnung müsste ich fast 900€ übrig haben, nach Abzug meiner „Fixkosten“. Letztlich kommen aber nur 500€ auf der Sparseite an. :( Somit habe ich mir die Frage gestellt, wo die anderen 400€ hinfließen? Irgendwie habe ich schon länger das gefühl, dass zuwenig Geld auf der Vermögensbildenden Seite ankommt. Wo die 400€ hinfließen? Darauf habe ich keine genaue Antwort gefunden und bin nun daher zu dem Entschluss gekommen, dass ich nach der einfachen Ausgabe/Einnahmenübersicht eine detailierte Buchführung anfangen sollte. Zur Selbstreflektion und auffinden des Lecks. 😉 Bin schon ziemlich neidig auf deine Sparquoten. 😛

    In deinem Blog berichtest du ja immer fleißig über diese. Aber leider berichtest du nur über das Ergebnis und die bereits gruppierten Posten. Kannst du nicht einen Beitrag zu deiner Buchführung an sich machen. Also, alles was vor den Summen kommt, würde mich näher interessieren.

    LG Stefan

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hey Stefan!

      Mit einem Haushaltsbuch wirst du schnell raus bekommen, wo die 400€ hin verschwinden. Das werden „Spaßausgaben“ jeder Art sein. Pass aber auf, dass deine Buchführung nicht zu detailliert ist, weil das nur zeitaufwändig ist und man eine zu kleinliche Notation nur eine kurze Zeit lang durchhalten wird.

      Und damit komme ich auch schon direkt zu deiner Anfrage:
      Ich kann dir im Nachhinein nicht mehr sagen, wie genau sich die Summen-Beträge meiner einzelnen Ausgaben-Kategorien zusammensetzen. Mein Haushaltsbuch habe ich in diesem Beitrag übrigens vor längerer Zeit schon mal beschrieben. Anhand dem Aufbau der Excel, die ich da geteilt habe, kannst du sehen, dass ich da auch für mich selbst nicht mehr ins Detail gehe. Wofür auch? Ich würde ja doch nie auswerten, dass ich im März 2015 einen Lippenstift für 10€ in der Drogerie gekauft habe :-)

      Unter uns gesagt, habe ich in meinem Haushaltsbuch auch schon viel zu viele Kategorien. Das könnte man noch gröber machen. Aber das abzuändern ist mit jetzt im Nachhinein zu aufwändig und es geht ja gerade darum, dass das eigene Haushaltsbuch möglichst NICHT aufwendig ist 😉

      Ansonsten finde ich es natürlich total klasse, dass du irgendwie bei mir gelandet bist und nicht falsch findest, was ich finanziell so treibe. Dir sollte aber bewusst sein, dass kein anderer Mensch dir sagen kann, wie du deine Finanzen händeln solltest. Ich kann nur Empfehlungen aussprechen und Hilfestellungen leisten, aber nur du kannst rausfinden, was für deine Lebenssituation am Besten funktioniert. Wärmstens empfehlen kann ich:
      * Ein Haushaltsbuch, dass man nicht zu kleinlich führt
      * Automatisiertes Sparen eines festen Betrages am Anfang des Monats
      Und das war’s auch schon. Alles Weitere muss man für sich rausbekommen 😉

      • Stefan sagt:

        Herzlichen Dank, den Blogbeitrag hatte ich übersehen. Sehr schön!

        Mit deinem Hinweis es nicht zu genau zu treiben, hast du völlig recht. Ich war davon ausgegangen, dass du deine Ausgaben fortlaufend notierst. Gedankenfehler meinerseits… „dein Ansatz“ ist der Praktikablere.

        Dein Blog finde ich übrigens sehr gut. Einerseits sehe ich, ob meine Gedanken zu meinen Finanzen im groben dem Gusto entsprechen. Des Weiteren profitiere ich von deiner Erfahrung und deinen Fehlern und letztlich motivierst du mich persönlich diesem Thema stärker zu witmen. Schließlich bin ich durch dich das Thema nun endlich konsequent angegangen! Danke. Weiter so!

  18. Hallo Fräulein Zaster,

    Meinen Glückwunsch zu so einer großartigen Sparquote. Schon unglaublich welche Summe du in einem Jahr gespart hast.
    Zum Kommentar von Gerhard möchte ich noch ergänzen, dass ich besonders wichtig finde die jugendlichen in Sachen finanzen auzuklären. Leider wird das Thema in der Schule nur unzureichend vermittelt. Da müßte nach meiner Meinung viel mehr geschehen.

    Gruß Klaus-Dieter

    • Dummerchen sagt:

      Hallo Klaus-Dieter,

      ja, ja. Die Schule müsste viel mehr tun – diese platte Forderung kann ich so langsam aber sicher nicht mehr lesen. Da Du Dich auf Gerhard beziehst – insbesondere an Berufsschulen ist das Fach Wirtschaftskunde (https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskunde) doch teilweise bereits im Lehrplan enthalten. Zudem finde ich es ziemlich einfach, Forderungen so allgemein wie Du zu verfassen. Was möchtest Du denn konkret?
      * Sollen die Schüler ein zusätzliches Fach mit zusätzlichen Unterrichtsstunden erhalten? Oder doch nicht noch mehr Schulstunden und dafür irgendein „unwichtiges“ Fach abschaffen. Ethik zum Beispiel – Ethik braucht doch kein Mensch, gell??
      * Die nächste Frage wäre für mich, wann genau man denn die von Dir nicht näher genannten Inhalte vermitteln sollte. In der Grundschule schon mal die Unterschiede zwischen Tagesgeld und Festgeld, in der 8.Klasse dann die Betrachtung der historischen Renditen von Gold, Anleihen und Aktien und beim Abitur dann die unterschiedlichen steuerlichen Behandlungen von inländischen Replizierern und ausländischen Thesaurierern? Die Mathematik der Geldanlage lernen die Schüler ja eh schon. Die Rechnung „Einnahmen“ minus „Ausgaben“ bedarf nur einem Teil der Grundrechenarten und Prozentrechnung ist auch Teil des frühen Matheunterrichts. Ich habe sowas auf jeden Fall gelernt. Dabei habe ich zwar keine Fondssparpläne oder Festgeldanlagen berechnen dürfen/müssen – es hätte mich aber ohne das nötige Kleingeld als Schüler auch wenig interessiert.
      * Könnte es sein, dass es viel wichtiger ist, die jungen Menschen zur Eigenverantwortung und der Bereitschaft lebenslangen Lernens zu erziehen? Legt man damit nicht den Grundstein für viele Dinge im Leben und schafft indirekt auch ideale Voraussetzungen für die richtigen Finanzentscheidungen? Dieser Forderung versuchen Schulen bereits nachzugehen – es ist aber wie bei allem in der Schule: Nicht jeder merkt es (sich). Ich weiß ja leider nicht, welche konkreten Inhalte Du Dir „in Sachen Finanzen“ vorstellst, aber ein Buch über verschiedene Anlageformen zu kaufen, wenn man denn das erste Geld verdient, ist kein unüberwindbares Hindernis.
      * Warum tauchen Eltern eigentlich nie bei dieser platten Forderung auf? Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass man kein Geld ausgeben kann, das man nicht besitzt. Außerdem wurde ich dazu erzogen, dass ich mir etwas verdienen und zusammensparen muss, wenn ich es unbedingt kaufen möchte. So klein und nichtig diese Erkenntnisse klingen mögen, sie sind doch die absolute Basis für erfolgreiche Finanzen. Da hilft es doch nichts zu wissen, ob man in ETFs, aktive Fonds, direkt in Aktien oder Tagesgeld anlegen soll, wenn man das Geld nicht zusammenhalten kann und jedem Konsumkredit nachrennt. Geldanlage hat für mich sehr viel mehr mit elementaren Grundwerten („Was ist mir wichtig im Leben, wofür will ich mein Geld ausgeben?“) zu tun als mit Faktenwissen über einzelne Produkte oder Produktklassen. Diese Grundwerte leben Eltern jeden Tag vor und haben damit den größten Einfluss auf den Nachwuchs.

      Einen lieben Gruß zum neuen Jahr
      Dummerchen

      • Ex-Studentin sagt:

        Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich einen tollen BWL-Dozenten hatte. Er wich vom Lehrplan ab und warf den Begriff „ETF“ damals in den Raum. Von Riesterprodukten riet er uns ab. Wirklich verstanden habe ich das als 19-Jährige damals nicht, aber ich habe mir das gemerkt und mich als Berufseinsteigerin danach erkundigt. Er hat uns sogar ein paar seiner geschriebenen Finanzbücher geschenkt. Ebenso habe ich viel über Unternehmensgründung und Abschreibung im Studium gelernt. Was man letzten Endes daraus macht, bleibt einem selbst überlassen. Heutzutage sind viele Eltern nicht in der Lage, ihren Kindern einen sinnvollen Lebenstil vorzuleben.

        • mafis sagt:

          Bei mir lief das auch ziemlich ähnlich. Bei meinem BWL Teilen waren auch ein paar gute Dozenten dabei, wo man nebenbei eine Menge gelernt hat. Während des Studiums habe ich auch nicht vieles wirklich begriffen. Aber mittlerweile schaut es doch ganz anders aus, wo doch viele Entscheidungen auf diesen Nebenwissen beruhen.

          Und zum Vorleben kann ich nur beipflichten. Wo soll man es den nur her haben, wenn es einem niemand zeigt.

        • Dummerchen sagt:

          Cooler Typ! Genau solche Menschen braucht es manchmal im Leben. Wobei das nicht das ist, was hinter der Forderung nach „mehr Schulfinanzbildung“ steht, denn Dein BWL-Dozent hat vermutlich seine Meinung mitgeteilt und nicht neutral alle Möglichkeiten unterrichtet und deren Vor- und Nachteile erarbeitet. Ich fände es sehr bedauerlich, wenn meinem Kind irgendeine Privatmeinung an der Schule „gelehrt“ würde und es mit dem Wunsch nach Kapitallebensversicherungen und Riesterrenten wegen der vermeintlichen Sicherheit nach Hause käme. Auch solche Meinungen soll es ja geben.

          Deine Situation unterscheidet sich auch von der „normaler“ Schüler darin, dass Du die letzte Ausbildung vor dem Eintritt ins Berufsleben durchlaufen hast – da finde ich es auch wichtig, dass man mehr über Finanzen lernt. An Berufsschulen (immerhin Ausbildungsstätte von über 50% der Bevölkerung) erfolgt dies teilweise schon – von Studienabgängern kann man eigentlich eine eigenständige Beschäftigung mit dem Thema erhoffen. Insbesondere seitdem das Internet so verdammt viele Möglichkeiten dazu bietet.

          „Heutzutage sind viele Eltern nicht in der Lage, ihren Kindern einen sinnvollen Lebenstil vorzuleben.“
          Tja, dann haben wir aber ein ganz allgemeines Gesellschaftsproblem. Wenn nur noch Zwegat-Klientel durch Deutschlands Straßen im Shoppingwahn dem Konsum frönt, wird es schwer werden. Auch wenn junge Menschen sich vom Einfluss ihrer Eltern durchaus emanzipieren können, sind die Grundverhalten doch oftmals tief einprogrammiert. (Ich weiß, liebe Ex-Studentin, nicht bei allen und ja, man kann sich trotzdem ändern.)

          • Ex-Studentin sagt:

            Mein BWL-Dozent ist leider die Ausnahme, nicht die Regel. Klar ist da auch immer viel Subjektivität dabei. Aber gerade sowas braucht man auch mal: „Schau dir das an. Ich find’s gut. Wenn es nichts für dich ist, weißt du wenigstens warum und kannst nach Alternativen schauen.“ Ein erwachsener Mensch sollte in der Lage sein, nicht nur stur zu folgen, sondern sich Informationen einzuholen und zu bewerten. Aber diese Fähigkeit muss man eigentlich von Kindheit an auch erst mal fördern.

            Ich will dir nicht mal widersprechen, dass das Grundverhalten tief einprogrammiert ist. Hat letzten Endes ein wenig mit Erziehung, den Lebensumständen und mit dem Charakter zu tun, wie sich ein Mensch entwickelt. In meiner näheren Umgebung habe ich selbst Fälle, wo ich sage: Wenn es da nicht mal richtig „knallt“, gibt es da nicht mal die Chance, dass diese ihre Lebenseinstellung ändern. Wir haben aber zumindest die Möglichkeit, die nachfolgenden Generationen mehr zu sensibilisieren, indem wir ihnen eine bewusstere Lebensweise vorleben und diese weitergeben. Wenn jemand auch nur ein Fünkchen Zweifel an seinem konsumbasierten Lebensstil hat und sich aus eigenem Antrieb nach Alternativen erkundigt, findet er hoffentlich eine nette Community zum Austausch – statt diesen Zweifel direkt im Keim wieder zu ersticken.

  19. ETF Jürgen sagt:

    Schön zu lesen, wie sich aus einem anfänglichem chaotischem Finanzuniversum so langsam ein Planet entwickelt, der eine geordnete Umlaufbahn erreicht. Glückwunsch zum erreichtem Ziel und vor allem der Struktur deiner Vermögensaufteilung und Umbau eines „vernünftigen“ Depots. Auf lange Sicht verschwinden da auch die roten Zahlen 😉

    Gruß Jürgen

  20. Gerhard sagt:

    Die allseits beklagte und fehlende Finanzbildung allgemein und besonders in Schulen

    Die Apelle der Art „da müsste aber doch mehr getan werden …“ sind eigentlich immer wenig zielführend und verändern rein gar nichts.
    Ich kann mich hier den Ausführungen von Dummerchen voll und ganz anschließen.
    In dem Bundesland in dem ich unterrichte heißt das entsprechene Fach „Wirtschaftslehre und Sozialkunde“ und ist Prüfungsfach bei der Gesellenprüfung. Und trotzdem: es geht in der Praxis oft gar nicht mal so sehr darum, ob nun spezielles Finanzwissen nach Vorgabe unterrichtet wird. Die unterrichtliche Situationen dazu ergeben sich meist spontan. Sie müssen dann aber auch erkannt und thematisiert werden! Das möchte ich gerne an einem konkreten Beispiel aus meinem Unterricht mit einer Berufsschulklasse ( 2. Lehrjahr) zeigen:

    Nach der ersten Pause, der Unterricht zun Thema „Kontinuitätsgleichung“ hat gerade angefangen, als Kevin verspätet und begleitet von der Pausenaufsicht auftaucht. Der Kollege berichtet, dass Kevin verbotenerweise auf dem Pausenhof geraucht habe. Die disziplinarischen Maßnahmen solle ich als Klassenlehrer ergreifen.
    Die Klasse ist nun hellwach und gespannt darauf was jetzt gleich passieren wird. Ich befrage Kevin über sein Rauchverhalten (wann angefangen? Wie viele Zigaretten pro Tag? …) und notiere die Eckdaten an der Tafel. Die Klasse glaubt nun, dass ich Kevin eine Predigt über die Gefahren des Rauchens usw. halten werde; die Aufmerksamkeit sinkt merklich und steigt erst wieder an, als ich die Klasse bitte die Taschenrechner zu nehmen und für Kevin den entgangenen Gewinn auszurechnen, wenn er das Rauchen weiter beibehält, bis er so alt ist wie sein Klassenlehrer jetzt. Die fehlenden Größen (mein Alter: 62 Jahre und der aktuelle Kippenpreis) sind rasch gefunden. Intelligente Fragen wie „Um wie viel werden die Kippen mit der Zeit teurer?“ „Was soll Kevin mit dem eingesparten Geld anfangen“ werden von mir noch mit der provokanten Frage ergänzt: „Was wäre, wenn Kevin statt Raucher (Konsument) zum Miteigentümer (Aktienbesitzer) an einem Tabakkonzern wird?“
    Als ich dann noch mit der Zinseszinsformel und der durchschnittlichen Wertsteigerung komme, droht die Diskussion außer Kontrolle zu geraten. Man versichert mir, dass man das Thema Rauchen von dieser Seite aus noch nie betrachtet hätte und ob die errechneten Summen denn stimmen würden?

    Mit Kevin habe ich dann vor der Saaltür in ruhigem Ton noch ein kurzes Gespräch geführt und ausnahmsweise auf eine schriftliche Mitteilung an den Ausbildungsbetrieb verzichtet.
    Die Kontinuitätsgleichung haben wir dann in der Folgestunde behandelt. Die Klasse war ja mittlerweile im Umgang mit dem Taschenrechner schon vorbereitet.

  21. Ich stelle immer wieder fest das sehr vielen Menschen in Sachen Finanzen eine Menge Bildung fehlt. Aber woran liegt das? Ist es mangelndes Interesse? Ich denke es liegt an unserer Gesellschaft im allgemeinen. Wenn man sich die USA anschaut ist dort z.B. die Aktienquote viel höher als bei uns. Ich glaube das Fräulein Zaster auch irgendwo geschrieben hat, dass ihre Eltern wenig begeistert wären wenn sie wüssten das sie ihr Geld in Aktien investiert.
    Ich bin der Meinung das viel mehr wissen über Finanzen vermittelt werden muss.
    Dummerchen hat natürlich recht, dass nicht nur die Schule das stemmen kann, sondern auch das Elternhaus usw. Aber wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke wurde nach meiner Meinung viel zu wenig darüber geschult. Ist aber auch schon ein paar Jahre her. Vielleicht hat
    sich das ja schon verändert.
    Auch tragen alle Finanzbloger dazu bei die Bildung zu Finanzen zu verbessern.
    @ Gerhardt ich finde es super wie du in deinem Unterricht das Thema der Finanzen einbindest. Davon sollte es viel mehr geben und wir alle könnten davon profitieren.

    Gruß Klaus-Dieter

  22. Ich denke, dass auch vielen das richtige Mindset fehlt. Die Reichen werden von der Gesellschaft oft als böse angesehen. Zitat: „We are not rich. But at least we are honest.“

  23. Mitro sagt:

    Jaja, die lieben Geschenke zu Weihnachten. Meine Freundin konnte ich mittlerweile überzeugen, darauf zu verzichten und einfach die freie Zeit zu genießen.
    Aber meine Eltern und meine Oma bestehen auf Geschenke und bekommen dann selbstverständlich auch etwas. Daneben bin ich noch mit zwei Schwestern gesegnet, mit der Älteren gibt es auch keinen Geschenkeaustausch mehr. Bei der anderen kommt die Einsicht vielleicht noch mit dem Alter :-)
    Mein Neffe und meine Patenkindern werden aber weiterhin ihre Geschenke erhalten – und das auch gerne.

  24. Katja sagt:

    Da bin ich baff. Ich habe Deinen Blog gerade erst entdeckt. Wie ein Spiegel.

    Zehn Jahre älter als Du habe ich vor zehn Jahren ziemlich genau Deinen Lebensstil gepflegt. Mit damals etwas weniger Gehalt und noch kleineren Fixkosten (WG-Zimmer behalten). Das Sparen hatte ich begonnen, um mein Bafög auf einen Schlag zurückzahlen zu können und danach einfach beibehalten. So kam ich auf ähnlich hohe Sparquoten. Die ich genauestens in Excel nachverfolgt habe. Alles, was übrig war, wurde sofort ins Depot gesteckt (etfs gabs ja noch nicht). Das ist dann ähnlich gut gewachsen wie bei Dir. Ach so, ich vergaß: ich bin Mathematikerin, hatte nebenberuflich BWL an der FernUni belegt, habe neben einem Vollzeitjob immer noch meinen einträglichen Nebenjob, weil es sich gut anfühlt…. ich verrate aber nicht, wie’s weitergeht, sonst wird es ja langweilig 😉

    • Fräulein Zaster sagt:

      Das ist ja fast schon ein wenig gruselig. Du hast nicht rein zufällig bereits die finanzielle Freiheit erreicht, oder? Dann wüsste ich schon mal, ob ich das auch in 10 Jahren schaffe 😀

      Wie bist du auf meinen Blog überhaupt gekommen?

      • Katja sagt:

        Ne, eher finanzielle Geiselhaft: Ein Haus mit allem was dranhängt hat meinem Depot ein trauriges Ende bereitet (immerhin gut im plus verkauft). Ich habe also freiwillig ein tolles Asset gegen eine (meiner Meinung nach, die Immobesitzer mögen es mir nachsehen) üble Liability getauscht. Passte aber gut und bereitet Freude. Genauso wie die zweite große finanzielle Liability: Kinder. Passen gut und bereiten ebenfalls Freude.

        Finanziell frei oder zumindest sehr unabhängig fühle ich mich trotzdem: Ein Immokredit läßt sich leicht verhandeln, wenn im Prinzip auch hätte bar bezahlen können 😉

        In irgendeinem Kommentar hier war die Frage, ob es sich lohne, für die Zeit mit Kindern zu sparen. Ja. Genau das haben wir getan. Und nie als Verzicht empfunden. Heute könnten wir uns leisten, beruflich auszusetzen ohne an Lebensstandard zu verlieren und ohne dass die Kinder auf irgendetwas verzichten müssten. Oder morgen einen Neuwagen bar zahlen, wenn der alte die Grätsche macht. Das empfinde ich als luxuriös. Die Betonung liegt auf „könnten“, denn nur zu Hause würde ich mich vermutlich zu Tode langweilen und einen Neuwagen kaufe ich auch nicht. Also bleibt die Sparquote hoch. Und mein Depot erwacht so langsam auf etf-Weltportfoliobasis wieder.

        PS: Dein blog wurde im (Finanz-)Forum einer Frauenzeitschrift erwähnt

      • Katja sagt:

        Noch was zur Finanziellen Freiheit: Wenn Du damit die ca. 300.000 € meinst, die man benötigt, um 1000,- Einkünfte im Monat zu generieren, dann ist das in 10 Jahren mit Deinem Gehalt machbar. Ich bin mit 14.000 Miesen (Bafögschulden) gestartet und hatte zu Beginn ein deutlich geringeres Gehalt. Hat trotzdem gut geklappt.

        • Micha sagt:

          Hm meinst du wirklich? Wenn du von 12000 Kapitalertrag pro Jahr ausgehst bei 300 000€ Vermögen wären das 4% Rendite. Aber selbst wenn ich mit optimistischen 8% Rendite rechne und jeden Monat 1500€ investiere (was ich im Moment auf keinen Fall schaffe) komme ich gerade mal auf 200 000€ in 10 Jahren.
          Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Situation wie Alex (Akademiker und Berufseinsteiger (3 Jahre)), beschäftige mich aber erst seit etwa 6 Monaten mit dem Thema Vermögensaufbau. Vorher habe ich einfach jedes Monat 500 Euro auf ein Tagesgeldkonto gelegt und mich geärgert dass Sparen dank Nullzinspolitik nicht mehr belohnt wird.
          Dennoch bin ich noch nicht völlig überzeugt davon, dass man finanzielle Freiheit innerhalb von 10 Jahren erreichen kann. Zumindest kaum in einem sehr gut bezahlten Angestelltenverhältnis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *