Warum ich alle meine Sparpläne gelöscht habe

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19 Responses

  1. Alexander sagt:

    Als Mathematikerin bist Du ja mit dem Zinseszins bestens vertraut und wie es exponentielle Kurven so an sich haben, passiert scheinbar erst mal gar nichts. Erste wirklich sichtbare Erfolge stellen sich erst nach 7-8 Jahren ein. Das ist für einen Investor(in) eine verdammt lange Zeit. Aber wenn die ersten Investments mit 7%, 8% oder gar zweistellig rentieren, dann hat man richtig Blut geleckt. Dann wird es leichter.

  2. JustDoIt2 sagt:

    Die Anfangseuphorie mit Kauf-/Verkaufsaktionismus und ständigem Blick auf die Kurse hat wahrscheinlich jeder Anleger erlebt. Auf dem Weg zu Deinem für Dich richtigen Anlagenmix wirst Du wohl noch so manche Überraschung erleben. Ich z. B. habe mich im Laufe der Jahre aus Aktien als Einzeltitel im Wesentlichen verabschiedet. Ich habe einen für mich deutlich sichereren und lukrativeren, wenn gewiss auch nicht einfacheren, Weg gefunden, passiv mein Vermögen ordentlich zu mehren. Sicherlich werde ich bei sich bietender Gelegenheit den einen oder anderen Titel noch kaufen.

    Die Entwicklung als Anleger ist halt so individuell wie der Charakter, der dahinter steht. DEN richtigen Weg gibt es IMHO nicht. Ich für meinen Teil sehe mich nach fast 20 unterm Strich ordentlich erfolgreichen Jahren im Grunde genommen immer noch am Anfang meiner Entwicklung.

    Mach weiter so, aber sei wachsam!

    • Nun hast du meine Neugierde geweckt. Kannst du kurz deine Anlagestrategie umreißen? Lukrativ UND sicher klingt sehr interessant :)

      • JustDoIt2 sagt:

        Du hast „gewiss auch nicht einfacheren Weg“ ausgelassen. Es hat mit Immobilien zu tun. Allerdings nicht in der Form, bei der die meisten in der Finanzblogger-Szene (wenn man das so nennen darf) die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Also nicht suchen-suchen-suchen, kaufen mit gemischten Gefühlen, hoffen, dass alles beim Vermieten gut geht und sich hinterher mit der Eigentümergemeinschaft zanken. Man kann die Wertschöpfungskette gewaltig verlängern und das Geschäft dadurch richtig lukrativ machen. Das bedeutet aber auch sch…viel Arbeit, die man nur machen kann, wenn man echten Spaß an der Sache hat. Und das muss halt jeder für sich finden. Wie schon gesagt: DEN richtigen Weg gibt es nicht.

      • Finanzwesir sagt:

        Hallo JustDoIt2,

        >“Allerdings nicht in der Form, bei der die meisten in der Finanzblogger-Szene (wenn man das so nennen darf) die Hände über den Kopf zusammenschlagen.“

        Ich bin einer dieser Finanzblogger, die rein gar nichts für Immobilien als Geldanlage übrig haben. 😉

        Das was Du beschreibst, scheint mir aber nicht die Betongold-Nummer zu sein, sondern schlichtes Unternehmertum. Nur eben nicht als Händler, Handwerker oder Werbeagentur, sondern in Immos.
        Das man als Unternehmer, der etwas von seinem Fach versteht gut verdienen kann, ist unbestritten. Der klassische Häuslebauer verwendet Sätze in denen „Wertschöpfungskette verlängern…“ vorkommt eher selten.

        Gruß
        Finanzwesir

  3. JustDoIt2 sagt:

    Nennen wir es halt eine erweiterte Betongold-Nummer. Mit verlängerter Wertschöpfungskette. :-) Habe ich ja schon geschrieben: „NICHT in der Form, bei der die meisten in der Finanzblogger-Szene…“. In dieser Form habe ich nämlich auch nix für Immobilien übrig.

    • Carlo sagt:

      Na Hallo JustDoIt2,
      also der Spannungsbogen ist nun ausgereizt.. :-)
      würdest du deine Immo-Strategie oder Vorgehensweise uns etwas genauer erläutern?

      Ich würde mich super freuen.

  4. Arminius sagt:

    Hallo pfennigfuechsin,

    zunächst einmal ein Lob für dein Blog. Gefällt mir wirklich gut.

    Sparpläne haben für mich eine ganz besondere Funktion – ich diszipliniere mich mit ihnen selbst. Zu einem bestimmten Datum geht die Kohle ins Depot und kann von mir nicht für sinnlosen Kram zum Fenster hinausgeworfen werden :-)

    • Fräulein Zaster sagt:

      Hallo Arminius,

      danke für dein Lob :-)

      Jeder muss sein eigenes System ausarbeiten, wie er am Effektivsten funktioniert. Das bezieht sich nicht nur aufs Sparen und Geld anlegen. Ich kenn das noch von früher: Wenn ich nicht direkt mein Geld beiseite gepackt habe, dann wurde es prinzipiell ausgegeben. Aktuell bin ich da disziplinierter, aber das kann sich auch wieder ändern. 😉

  5. SMA sagt:

    > In jedes Wertpapier habe ich durch meine Sparpläne mittlerweile
    > um die 300€ investiert. Das will ich bis auf mindestens 1000€
    > pro Posten ausbauen. Allerdings brauche ich dafür keine
    > Sparpläne mehr. Mein Plan ist es, mir jetzt Monat für Monat eine
    > der schlechter laufenden Aktien zu nehmen und mein
    > monatliches Wertpapier-Budget (aktuell ca. 800-900€) komplett
    > dort rein zu investieren.

    Ich denke, das war verfrüht. Bei solch geringen Anlagebeträgen fährt man mit Sparplan besser. Zieh das lieber noch ein Jahr durch

  6. Reinsch sagt:

    Hallo,

    ähnlich wie Arminius haben Sparpläne für mich den einfachen Vorteil mich zu disziplinieren. Einmal aufgesetzt gehen jeden Monat X Euros in Produkt Y. Soweit so einfach.

    Jeden Monat auf’s Neue durch die Angebote zu stöbern würde mich nicht nur nerven (andere, wie z.B. Finanzblogger, haben dagegen Spaß daran), sondern vermutlich dazu führen dass ich in wilden Aktionismus verfalle.
    „Ui, da wieder ein neuer Fonds. Wie schaut es mit dieser Aktie aus? War in der Focus Money nicht letztens ein Artikel zu diesem Markt…“
    Am Ende habe ich dann ein wild gemischtes Wirrwarr im Depot was mich jede Menge Zeit, Nerven und Transaktionsgebühren gekostet hat.

    Wer Spaß dran hat kann natürlich mit einem Teil seines Vermögens so spielen. Für mich wäre es nix. Und das komplette Vermögen so zu managen dürfte sehr warscheinlich nicht glücklich enden.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Aber gut, dass du dich selbst so gut einschätzen kannst, das du deine „Schwächen“ kennst und selbst bei deiner Anlage-Strategie berücksichtigst.

      Und ja, du hast recht, ich habe tierisch viel Spaß daran mir zu überlegen, in was ich diesmal investieren könnte. Allerdings muss auch ich dabei aufpassen, weil ich manchmal mehr ins Depot hole, als ich eigentlich geplant hatte zu investieren, so dass meine Cashreserve schmaler wird, als geplant. Gefährlich, aber geb mir Mühe das nicht aus dem Ruder laufen zu lassen :-)

  7. Sparpläne sind ja vor allem sinnvoll, wenn man langfristige Sparziele verfolgt, wie zum Beispiel den Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Dafür gibt es auch Angebote, die kostenlos sind, man also keine Ordergebühren zahlt. Wer zum Beispiel einen Sparplan bei der DAB bank für bestimmte ETFs auf den MSCI World Index abschließt, spart auch die Orderkosten. Mehrere Online-Broker haben für unterschiedliche ETFs solche Angebote, da lohnt auf jeden Fall ein Vergleich. Denn billiger als ohne jegliche Kosten kann man keine Geldanlagen tätigen. Übrigens: Ich finde es wesentlich sinnvoller, in ETFs zu investieren als in einzelne Aktien. Da kommt mir die Risikostreuung zu kurz.

    • Fräulein Zaster sagt:

      Risikostreuung ist wichtig, wobei man ja theoretisch auch 30-40 Einzelaktien kaufen könnte. Allerdings braucht man da auch das entsprechende Kapital, um sich ein solches Depot zusammenzustellen. Ich habe das aktuell noch nicht. ETFs sind da definitiv die entspanntere Kleinanleger-Variante.

  8. Sparschwein sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,

    scheinbar sind wir gerade auf einem ähnlichen Weg. Ich persönlich habe mit P&G als Sparplan angefangen bis zu einigen hundert Euro. Dann vermeintlich günstig für 700 nachgekauft. Sind jetzt 1000 Euro drinnen. Dann J&J für 1000 Euro gekauft. Aktuell soll ab morgen (01.09.) ein kleiner Sparplan auf Coca Cola laufen, bis auch hier die 1000 bis 1200 Euro voll sind.
    Nebenbei sparen wir den Großteil erstmal aufs Tagesgeld, um flüssig zu sein und vor allem auch bei einem starken Einbruch für 1000 Euro nachkaufen zu können.
    Wird ein langer Weg, aber macht ja auch Spaß!

    • Sparschwein sagt:

      Muss hinzufügen, dass P&G und auch J&J gerade mit MINUS 11 % da stehen. Aber ruhig bleiben und auf lange Zeit hoffen hilft denke ich weiter, dran zu bleiben.

      • Fräulein Zaster sagt:

        Tjaja, Buy and Hold kann nervenaufreibend werden. Mein Vorgehensweise: Gar nicht erst ins Depot schauen, sonst kommt man noch auf die Idee doch dem Aktionismus verfallen zu wollen 😀

  9. Daniel sagt:

    Hallo Fräulein Zaster,

    mich würde interessieren, wie das bei der ING-Diba genau abläuft.
    Denn ab 500€ sind der Kauf von ETF’S über Tradegate kostenfrei.
    Muss ich die 500€ in einen ETF investieren, oder kann ich die 500€ auch auf mehrere ETF’s aufteilen?
    Zweiteres wäre natürlich bzgl. rebalancing super :-)

    Beste Grüße

  10. Mitro sagt:

    Hallo Daniel,

    du musst 500 € in einen ETF investieren.
    VG, Mitro

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